Neubaugebiet in Ovenhausen: Politiker wollen Verfahren zügig zu Ende bringen – Kompromiss mit Vereinen »Die jungen Leute warten«

Höxter (WB). Vielleicht kann es im Frühjahr 2018 schon mit der Erschließung losgehen: Der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet am westlichen Ortsrand von Höxter-Ovenhausen steht kurz vor der zweiten öffentlichen Auslegung. Für diesen Verfahrensschritt gab der Planungsausschuss am Mittwoch grünes Licht. Gestern hatte der Rat das letzte Wort.

Von Sabine Robrecht
Etwa 20 Wohnhäuser können auf dem Areal am westlichen Ortsrand untergebracht werden.
Etwa 20 Wohnhäuser können auf dem Areal am westlichen Ortsrand untergebracht werden. Foto: Michael Robrecht

Zehn Bauwillige stehen in den Startlöchern. Das bestätigte Hans-Werner Gorzolka, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstandes der katholischen Kirchengemeinde St. Salome Ovenhausen, im Ausschuss. Die Gemeinde ist Grundstückseigentümerin. Von ursprünglich zehn Interessenten sei einer von Bord gegangen, berichtete Gorzolka. Jetzt sei ein neuer dazu gekommen.

Kompromiss: Schützenfest im zweijährigen Wechsel mit Zeltfest

Weil das Baugebiet in westlicher Verlängerung der Gerlachstraße und des Prozessionsweges nah an den Festplatz »Dreiort« heran rückt, war es geboten, im Rahmen der Bebauungsplan-Aufstellung den Veranstaltungslärm in den Blick zu nehmen. Die Stadt gab eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag und erörterte diese mit den Vereinen und dem für den Immissionsschutz zuständigen Kreis Höxter. Ein Ergebnis ist der Kompromiss, dass das Schützenfest im zweijährigen Wechsel mit dem Zeltfest und auch der Karneval weiter gefeiert werden können. Das sind fünf Tage im Jahr. »Die Vereine hätten sich zwar mehr Spielraum gewünscht. Trotzdem sollten wir das Verfahren jetzt so zu Ende bringen. Die jungen Leute warten«, bezog Ovenhausens Ortsausschussvorsitzender Günther Ludwig Position. Von einer Erweiterung auf acht Tage, die Nicolas Westermeier (CDU) erst beantragt hatte, riet Baudezernentin Claudia Koch ab. »Wenn Sie auf acht Tage erhöhen, gefährden Sie die Rechtssicherheit des Plans.« Daher zog Westermeier seinen Antrag zurück.

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