Jubiläum wird in der Dunkelheit mit Musik und Glühwein gefeiert Weserschwimmen wird 50

Höxter (WB). Seit 1967 stürzen sich an jedem zweiten Weihnachtsfeiertag die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Höxter in die kalten Fluten der Weser. Gestartet wird am 26. Dezember um 16.30 Uhr an der Nethemündung bei Godelheim.

Das Organisations-Team mit der goldenen 50 (von links): Eckhard Hemesoth, Michael Heidenreich, Petra Loges, Uwe Schreiner, Uwe Loges und Petra Himme. 1967 wurde das Weserschwimmen von Klaus Mertens ins Lebens gerufen.
Das Organisations-Team mit der goldenen 50 (von links): Eckhard Hemesoth, Michael Heidenreich, Petra Loges, Uwe Schreiner, Uwe Loges und Petra Himme. 1967 wurde das Weserschwimmen von Klaus Mertens ins Lebens gerufen. Foto: Thomas Kube

»Je nach Strömungsgeschwindigkeit der Weser kann die Ankunftszeit in Höxter zwischen 17 Uhr und 17.30 Uhr variieren«, berichtet der Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Uwe Schreiner.

Das Weihnachtsschwimmen findet im Jubiläumsjahr zum ersten Mal nicht morgens sondern an einem Nachmittag statt. »Wir schwimmen in die Dunkelheit hinein und wollen die Weserbrücke mit Fackeln und Lichtern passieren«, sagt Schreiner. Dazu soll von der Weser aus weihnachtliche Musik erklingen. Am Ausstiegspunkt beim »THW-Sattelplatz« vor Corvey gibt es diesmal auch Glühwein und Kakao für Zaungäste. Das Jubiläumsschwimmen werde diesmal auch größer ausfallen als in den Jahren zuvor.

20 mutige Schwimmerinnen und Schwimmer haben sich bereits angemeldet, darunter auch Mitglieder der Tauchergemeinschaft Höxter und der DLRG aus Holzminden.

Wie alles Begann

Vor genau 50 Jahren begründete der heute 79-jährige Höxteraner Klaus Mertens das noch immer zelebrierte Weihnachtsschwimmen. Mertens, der als Rettungstaucher und Bootsführer lange Jahre in der DLRG aktiv gewesen ist, startete am 26. Dezember 1967 zunächst als erster und einziger Schwimmer das Pilotprojekt. Seine Idee trug Früchte – die Kameraden zogen kurzerhand mit. »Von Jahr zu Jahr wurden es mehr und mehr Schwimmer«, berichtet Klaus Mertens.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten haben die Wasserretter viel erlebt und auch kein Wetterphänomen ausgelassen: Eisschollen, Schnee, Hochwasser, starker Wind, Nebel oder auch Minusgrade im zweistelligen Bereich seien in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder eine große Herausforderung gewesen, sagt der Ortsgruppenvorsitzende Uwe Schreiner. »Das Wetter konnte uns aber nie wirklich etwas anhaben. Selbst bei Hochwasser wurde das Weihnachtsschwimmen nicht abgesagt«, berichtet Schreiner. Etwas Schlimmes sei in den vergangenen 50 Jahren aber zum Glück nie passiert, lediglich eine teure Unter-Wasser-Markenkamera ging vor zwei Jahren bei einem rückwärtigen Plumps von einem Boot in der Weser verloren. »Vielleicht wird die wasserdichte Kamera ja eines Tages aus der Weser gefischt und die Aufnahmen werden gesichtet«, hofft Schreiner.

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