Zehn Bands versüßen beim Kneipenfestival »Honky Tonk« in Höxter die kalte Jahreszeit Lange Nacht mit Pop, Rock und Balladen

Höxter (WB). Draußen ist es grau und nass, als die ersten Klänge zum Auftakt des Höxteraner Kneipenfestivals »Honky Tonk« ertönen. Die lange Nacht der Livemusik hat im schmuddeligen Spätherbst dennoch ein Lächeln in die Gesichter der vielen hundert Fans am Wochenende gezaubert.

Von Harald Iding
Sie treten in ganz Deutschland bei den Kneipenfestivals auf: »The Dizzy Dudes« haben in der Sachsenklause begeistert.
Sie treten in ganz Deutschland bei den Kneipenfestivals auf: »The Dizzy Dudes« haben in der Sachsenklause begeistert. Foto: Harald Iding

»Dieses für das Festival typische Kneipenwetter gehört doch einfach dazu. Im Sommer bei 30 Grad Celsius will sich doch keiner länger in der Gaststätte aufhalten«, betonte Stehschlagzeuger ­Michael Tucker von der Band »The Dizzy Dudes« (Rock’n’Roll), die erst vor Tagen in der Domstadt Paderborn im Rampenlicht gestanden hat. »Wir touren zum Ende das Jahres durch ganz Deutschland. Uns gefällt dieser direkte Kontakt zu den Gästen bei den Festivals. Je später die Nacht wird, um so mehr mischen wir uns unter die Fans und haben mit ihnen richtig viel Spaß«, so Tucker.

Bunter Querschnitt bekannter Hits

Ordentlich aufgedreht haben auch die beiden Musiker von »Bingo & Bongo« in den Bürgerstuben, die mit einem bunten Querschnitt an bekannten Hits wirklich für jeden Kneipengänger am Wochenende etwas dabei hatten. Da wurde kräftig mitgesungen und vor allem immer wieder flott getanzt. Christina (23) und ihr Freund Thorsten (28) sind schon zum dritten Mal in Folge zu diesem Festival gekommen. Sie schwärmten: »Der Mix macht es. Und die neuen Gruppen machen einen immer wieder neugierig!«

Gefühlvolle Klänge

Leise, gefühlvolle Klänge gab es mit den zwei Gitarristen von ­»Familia Flamenco« bei einem tollen Ambiente im Ritmo (Rathaus). Dort konnte man sich richtig verwöhnen lassen – vom mediterranen Essen bis zu den Balladen der beiden Barden. So gestärkt machten sich viele Musikfreunde mit dem grellfarbenen Eintrittsbändchen (ein Preis für alle zehn Konzerte, verteilt in der ganzen Innenstadt) auf den Weg zu den anderen »Helden der Nacht«.

Authentische Reggae-Töne mit viel Bass servierte bereits zum 14. Mal der Höxteraner Gastronom Alexander Hundt. »Dieses Festival zum Ende des Jahres gehört längst fest zu den wichtigsten Terminen. Neben Stammgästen können wir auch immer wieder viele neue Gesichter begrüßen.« Für den passenden Ausklang des Festivals hat dann DJ Noel Phoenix im Foyer der Residenz Stadthalle gesorgt.

Alle Konzerte des Abends zu besuchen, das haben wohl nur wenige geschafft. »Wir gehen zu drei bis vier Auftritten. Das reicht uns schon«, verriet eine Nachtschwärmerin. Honky Tonk 2017 – das war wieder beste Unterhaltung.

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