Unfallschwerpunkt B64 Ortsausgang Höxter – Donnerstag Ortsbesichtigung der Politiker Albaxer Straße: Schon wieder Radfahrer verunglückt

Höxter (WB). Schon wieder diese unfallträchtige Stelle: Auf der Albaxer Straße auf der Höhe des Subway-Restaurants in Höxter ist erneut ein Fahrradfahrer verunglückt.

Von Michael Robrecht

Ein 61-Jähriger ist bei einem Verkehrsunfall am Mittwoch gegen 16.15 Uhr verletzt worden. Polizeisprecher Markus Tewes beschreibt den Unfallhergang so: »Der Radler aus Höxter befuhr die Albaxer Straße auf der Fahrbahn in Richtung Albaxen. Er beabsichtigte offensichtlich, in Höhe des ›Subway‹ nach links abzubiegen. Dazu fuhr er zur Fahrbahnmitte und hielt auf der Fahrbahn an. Eine nachfolgende 30-jährige Autofahrerin, ebenfalls aus Höxter, erkannte dies im ›Stop and Go‹-Verkehr zu spät und fuhr auf das Fahrrad auf.«

Bei dem Zusammenprall stürzte der Mann auf die B64. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. An dem beteiligten Peugeot und dem Fahrrad entstand ein Sachschaden von ca. 1600 Euro. Der Fahrradfahrer trug zum Unfallzeitpunkt einen Fahrradhelm, sagte der Polizeisprecher. Markus Tewes erklärte weiter: »Neben der Fahrbahn der Albaxer Straße ist ein sogenannter Angebotsradweg eingerichtet. Ein Teil des Gehweges ist rot gepflastert. Dies soll verdeutlichen, dass Fahrradfahrer hier fahren dürfen. Es besteht keine Verpflichtung, hier zu fahren, da keine blauen Verkehrszeichen mit dem Fahrradfahrersymbol vorhanden sind, die dies anordnen.«

Der Unfall sorgte bei Autofahrern, Anwohnern und Passanten für große Aufmerksamkeit, weil erst im Dezember 2016, nur wenige Meter vom gestrigen Unfallort entfernt, an der Einmündung Am Wiehenbrink eine 59-jährige Radfahrerin aus Höxter bei einem Unfall tödlich verletzt worden war. Seit Monaten kämpft eine Bürgerinitiative für einen Ampelübergang an der dicht befahrenen B64/Albaxer Straße. Der Ortsausschuss Höxter hat für den heutigen Donnerstag, 11. Mai, um 16 Uhr eine Ortsbesichtigung angekündigt. Die Politik will sich den Unfallschwerpunkt vor Ort anschauen und trifft sich an der Einfahrt Südhang/Krome-Neubau.

Erst kürzlich waren neue Hinweise auf den Radweg gesprüht worden. Die Kommunalpolitiker wollen sich noch vor der Sitzung der Unfallkommission am 17. Mai Verkehrsdichte und Einsehbarkeiten ansehen. Straßen NRW lehnte bisher eine Bedarfsampel für Radfahrer und Gehbehinderte ab, die Unfallkommission signalisierte aber eine denkbare andere Bewertung. Dass eine Ampel kommt, dazu wollen Anwohner und Politiker beitragen. Für Bürgerinitiative und viele Anlieger ist der weitere Unfall ein Beweis dafür, wie gefährlich die oft übervolle Albaxer Straße – besonders zu Stoßzeiten wie gestern um 16.15 Uhr – ist.

Kommentare

Es tut mir leid für die Radfahrer... Aber ca. 100m von der Unfallstelle befindet sich schon eine Ampel mit Fuß- und Radfahrerübergang! Jetzt möchte man hier "noch eine" Ampel aufstellen lassen??? Wie sehr möchte man denn diese Straße noch zumüllen? Warum war dort wohl Stop & Go Verkehr?! Glaubt mir, eine weitere Ampel wird die Verkehrslage deutlich schlimmer machen! Und Geld wird auch noch aus dem Fenster geschmissen!

Die A-Säulen moderner Autos sind mittlerweile 15 cm dick.
Kollisionen vor allem im Kreisverkehr sind damit vorprogrammiert.
Ich würde heutzutage für kein Geld der Welt mehr
mit einem Zweirad am Straßenverkehr teilnehmen.

Viel Verkehr

Selber Schuld, wer meint sich ins Getümmel stürzen zu müssen und den VORHANDENEN Radweg verschmäht.

Als nächstes kommen die Grünen wieder und fordern Zone 30.

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