Hochschule OWL in Höxter stellt weitere Details zum Handlungskonzept »Grüne Infrastruktur« vor Weserpromenade ist ein Eckpfeiler

Höxter (WB). Grün- und Erholungsflächen schaffen, vernetzen und aufwerten – das soll in Höxter durch eine Zusammenarbeit der Hochschule OWL und der Stadt gelingen. Prof. Dr. Hans-Pe­ter Rohler hat jetzt weitere Details zum Integrierten Handlungskonzept der Hochschule im Rahmen des Förderprogramms »Efre Call Grüne Infrastruktur NRW« des Landes vorgestellt.

Von Dennis Pape
Grünes Idyll: Neben der Weserpromenade ist für die Hochschule OWL in Höxter mit Prof. Dr. Hans-Pe­ter Rohler der botanische Garten ein wichtiges Element im Konzept für das Förderprogramm, von dem auch die Stadt profitieren soll.
Grünes Idyll: Neben der Weserpromenade ist für die Hochschule OWL in Höxter mit Prof. Dr. Hans-Pe­ter Rohler der botanische Garten ein wichtiges Element im Konzept für das Förderprogramm, von dem auch die Stadt profitieren soll. Foto: Dennis Pape

Die Stadt Höxter möchte die heimische Hochschule dabei unterstützen, diverse Projekte zur Grünen Infrastruktur (GI) umzusetzen. Die Gesamtkosten belaufen sich laut des aktuellen Zwischenstandes des Konzeptes auf 7 Millionen Euro (5,9 Millionen Stadt Höxter, 1,1 Millionen Hochschule).

Im Rahmen des Programms besteht die Möglichkeit auf eine 90-prozentige Förderung durch das Land NRW. Das Konzept, das derzeit von der Hochschule erarbeitet wird und am Mittwoch im Ausschuss für Planung und Umwelt vorgestellt wurde, muss bis zum 1. Juni in Düseldorf eingereicht werden. Im Herbst wird dann eine Rückmeldung erwartet, ob die Stadt Höxter einen Förderantrag stellen kann. Gesucht werden für alle Projekte Kooperationspartner, die sich in der Konzeption als auch der Umsetzung beteiligen sollen.

Aufgeteilt ist das Handlungskonzept in fünf Projekte. Rohler stellte erstmals mögliche Maßnahmen innerhalb dieser Eckpfeiler vor, die derzeit jedoch lediglich Anregungen seien und in Teilen weitergedacht werden müssen.

Bildungslandschaft

In diesem Bereich soll durch eine Rahmenplanung ein räumlicher und inhaltlicher Zusammenhang geschaffen werden. Optimiert werden soll im Schulzentrum Höxter das Lernumfeld, außerdem soll es ein »Grünes Klassenzimmer« am Bielenberg geben. Während dies Projekte der Stadt Höxter seien, plane die Hochschule laut Rohler unter anderem Freilandlabore im Bereich »Bildung für nachhaltige Entwicklung« sowie eine Verbesserung der Zugänglichkeit zum Botanischen Garten der Hochschule für alle Interessierten – so durch Besucherparkplätze und Barrierefreiheit.

Der Garten soll auch ein neues Informationssystem durch QR-Codes für das Smartphone und einen Webauftritt erhalten. Bestandteil der Planung ist auch die Erweiterung des Angebotes im zdi-Schülerlabor Hexlab.

Öffentliche Gärten

Das Projekt öffentliche Gärten im Stadtkern sieht unter anderem experimentelle Gärten vor (Projektträger Hochschule). In diesen sollen brachliegende Flächen reaktiviert werden. Außerdem könnte ein Nachbarschaftsgarten »Neue Straße« angelegt werden. Dieses Projekt wiederum sollte in der Verantwortlichkeit der Stadt liegen.

Schelpegrünzug

Bestandteil des Konzeptes dieses Projektes ist unter anderem ein Garten am koptischen Kloster in Brenkhausen. »Bischof Damian und die Gemeinde haben bereits großes Interesse signalisiert«, sagte Rohler.

Die Stadt Höxter könnte derweil als Träger der Rahmenplanung für den Schelpegrünzug auf einer Fläche von 2,5 Hektar fungieren sowie für eine Naturerlebnisfläche an der Grünen Mühle.

Weserpromenade

Mittels eines Durchstiches soll die Weserpromenade in Höxter unter anderem mit dem Schelpe-grünzug verbunden werden. Dies gehört ebenso wie die Anschlüsse des Weserufers zur Innenstadt zum »Realisierungsteil« des Projektes. Zunächst soll die Stadt Höxter aber einen Ideen- und Realisierungswettbewerb ausrufen. Insgesamt erstreckt sich die Projektfläche auf 5,2 Hektar.

»Es gibt derzeit drei Zugänge zur Weser, die wir einladender gestalten wollen. Touristen sollen von der Weser aus in die Innenstadt gelockt werden, Höxteraner einen attraktiveren Zugang zum Ufer haben«, sagte Rohler, der die Weserpromenade als Eckpfeiler des Integrierten Handlungskonzeptes ansieht, auf Anfrage dieser Zeitung.

Brückfeld

Das Brückfeld bezeichnet Rohler als »Patchwork aus Gärten, Vereinsgeländen und Freibad – alles Freizeitthemen, die auch wichtig für die Innenstadt sind«. Im Rahmen des Projektes könnten die Grünflächen des Freibades nun eine Aufwertung erfahren.

Nicht ganz oben auf der Prioritätenliste im Konzept, aber dennoch interessant: die Idee eines Wasserspielplatzes oder ein Jugendtreff (eventuell in Form eines Unterstandes mit Feuerfläche).

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