Hauptversammlung in Höxter: 120 Ringhotels in Deutschland setzen auf persönliche Note »Mit Heimat, Service und Genuss punkten«

Höxter (WB). Ob es ein »Grüß Gott« in München, ein frisches »Moin« in Hamburg oder ein »Guten Tag und herzlich willkommen« in Höxter ist – wer so vom Hotelier begrüßt wird, der kann darauf setzen, dass man zur Region steht.

Von Harald Iding
Merle Sanders vom Service-Team des Ringhotels Niedersachsen präsentiert eine kleine Auswahl an Köstlichkeiten. In Höxter sind jetzt Hoteliers aus ganz Deutschland zu Gast gewesen.
Merle Sanders vom Service-Team des Ringhotels Niedersachsen präsentiert eine kleine Auswahl an Köstlichkeiten. In Höxter sind jetzt Hoteliers aus ganz Deutschland zu Gast gewesen. Foto: Harald Iding

»Wir wollen von den Alpen bis zum Meer authentisch bleiben und vor allem mit Heimat, Service und Genuss punkten«, sagt Susanne Weiss. Sie gehört dem geschäftsführenden Vorstand der Ringhotel-Kooperation mit Vereinssitz in München an, die vor mehr als 40 Jahren gegründet worden ist und heute rund 120 Ringhotels im Vier- oder gehobenen Drei-Sterne-Bereich vereint. Einer der Mitglieder ist das Vier-Sterne-Hotel Niedersachsen, das schon seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts in Familienbesitz ist und heute von den Eheleuten Marlene und Frank Sievers geführt wird (180 Betten). Zum ersten Mal fand dort in dieser Woche die Ringhotel-Jahreshauptversammlung statt, zu der Präsident Jan Pauls mehr als 100 interessierte Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet begrüßen konnte. Zu der Riege der Ringhotels zählen historische Herrenhäuser und Schlösser genauso wie Tagungshotels, moderne Wellness-Oasen und ­Cityhotels für Städtereisen.

Alle würde eine sehr persönliche Führung auszeichnen, das lokaltypische Ambiente und natürlich eine erstklassige Küche. Der Verbund stehe seit Jahrzehnten im Dienst der Privathotellerie.

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Wir positionieren uns da klar im Bereich Erlebnis.

Susanne Weiss

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Im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT betonte Susanne Weiss, dass sich die Hotelbetriebe in Deutschland heute in zwei große Gruppen aufspalten würden. Da gäbe es auf der einen Seite die »Convenience Hotels«, die vorrangig auf Komfort und Schnelligkeit setzen. »Deren Kunden wollen meist nicht mehr als ein sauberes Bett, ein vernünftiges Frühstück und eine gute WLAN-Verbindung. Unter diesen Häusern wird sich der Konkurrenzkampf vor allem auf der Technologie­seite abspielen. Alles ist sehr schnelllebig und verändert sich fast mit jedem Jahr.« Auf der anderen Seite stünden die traditionellen Häuser mit weitergehendem Anspruch, was zum Beispiel Service und Leistung anbetrifft. »Genau in diesem Segment kommen unsere Betriebe ins Spiel. Wir setzen auf Mitarbeiter, die von ihren Häusern begeistert und wahre Fans sind. Der Gast merkt es sofort, ob die Stimmung gut ist und er sich gleich wohlfühlen kann. Wir positionieren uns da klar im Bereich Erlebnis.«

Erfolg durch authentisches Auftreten

Die Mitarbeiter sollen authentisch auftreten und auf Augenhöhe mit dem Gast kommunizieren. Die Umgebung und das Angebot an Sehenswürdigkeiten gehören ebenso dazu wie eine Küche mit regionalen Produkten. »Wir bilden eigene Heimatgenuss-Botschafter aus. Das ist uns sehr wichtig«, so Weiss. Sie sprach Familie Sievers großes Lob aus, denn sie besuche auch gerne privat die schöne ­Weserstadt und das Ringhotel.

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