Saisonstart im Welterbe Corvey am 8. April - Konferenz am Donnerstag Stadt Höxter fordert vom Herzog Kulturkonzept

Höxter (WB). Im Welterbe Corvey ist am Samstag, 8. April, Saisoneröffnung. Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr können dann die Schlossräume nach der Winterpause wieder – auch ohne Voranmeldung – bis zum Herbst besichtigt werden. Erstmals trägt nach Jahrzehnten das Herzogliche Haus Ratibor die komplette Verantwortung für Museum, Kulturprogramm und Veranstaltungen.

Von Michael Robrecht
Die Barockkirche illuminiert: Wie hier bei der St.-Ansgar-Vesper soll es bald häufiger Events mit besonderen Darstellungsformen in Corvey geben.
Die Barockkirche illuminiert: Wie hier bei der St.-Ansgar-Vesper soll es bald häufiger Events mit besonderen Darstellungsformen in Corvey geben. Foto: Michael Robrecht

In der Planung für 2017 sind diverse Baumaßnahmen in Kirche und Schlossanlage, die vom Bund mit vier Millionen Euro und von der Stadt Höxter mit weiteren 400.000 Euro gefördert werden. Katholische Kirche und Herzogliches Haus hatten sich mit der öffentlichen Hand nach zähen Verhandlungen über die Verteilung der Mittel geeinigt.

Die vier Millionen Euro Bundesfördergelder sollen bis 2018 auch für die Sanierung von Dächern der Klosteranlage genutzt werden. Ein Besucherzentrum entsteht endlich in der Vorburg. In der Kirche wird eine multimediale Installation die mittelalterliche Geschichte erklären. Die Millionenspritze für Corvey kommt aus dem Förderprojekt »Nationale Projekte Städtebau«.

Konferenz berät über Umsetzung

Das Vier-Millionen-Projekt wird als Initialzündung für die Umsetzung des Managementplans der Welterbestätte Corvey gesehen. Deshalb ist am Donnerstag, 23. März, in Corvey eine Konferenz mit Vertretern von Bund, Land, LWL, dem Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) im Auftrag der Unesco und den Eigentümern geplant.

Höxters Bürgermeister Alexander Fischer möchte, dass die Konferenz, die in den Weiterleitungsverträgen für die Bundesgelder festgeschrieben ist, als dauerhafte Einrichtung etabliert wird. Nur mit größtmöglicher Transparenz und gemeinsam könne das Welterbe professionell gemanagt und gestaltet werden.

Kultur- und Tourismuskonzept gefordert

Das gelte auch für denkbare weitere Förderanträge für Vorhaben, die im Managementplan von allen Beteiligten beschrieben worden seien. »Ich fordere auch ein Kultur- und Tourismuskonzept für Corvey«, sagte Fischer nicht zuletzt mit Blick auf das von allen als »sehr dürftig« bewertete herzogliche Jahresprogramm mit nur noch sechs Veranstaltungen. Corvey brauche eine echte kulturelle Perspektive.

Bürgermeister Fischer berichtete, dass der Genehmigungsbescheid für die überregionale und die lokale neue Corvey-Beschilderung vorliege. Jetzt werde zügig ausgeschrieben und die lange angemahnten Schilder bald aufgestellt. Das gelte auch für die Autobahnschilder »Welterbe Corvey«.

Die Katholische Kirchengemeinde hat alle Fenster der Kirche erneuert. Jetzt werden Lösungen für eine barrierefreie Erreichbarkeit des Johanneschores im Westwerk diskutiert und durchgeplant.

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