Kinder begeistern Zuschauer in der Manege des Zirkus Phantasia Drahtseilartisten und Feuerspucker

Höxter(WB). Was für ein Zirkus! 280 Jungen und Mädchen der Grundschule im Petrifeld haben eine atemberaubende Projektwoche mit dem Zirkus Phantasia hinter sich. Dabei haben sie Beachtliches geleistet: Das phantastische Erlebnis werden sie wohl nie vergessen.

Von Ingo Schmitz
Nur vier Tage hatten die Mädchen Zeit, die schwierige Nummer auf dem Drahtseil zu trainieren. Die grazilen Ergebnisse der Nachwuchs-Artisten sind beeindruckend. Alle Akteure haben sehr viel Beifall für ihre Show erhalten.
Nur vier Tage hatten die Mädchen Zeit, die schwierige Nummer auf dem Drahtseil zu trainieren. Die grazilen Ergebnisse der Nachwuchs-Artisten sind beeindruckend. Alle Akteure haben sehr viel Beifall für ihre Show erhalten. Foto: Ingo Schmitz

Dass Kinder zwischen sechs und elf Jahren selbstbewusst auf dem Drahtseil tanzen, mit scharfen Schwertern hantieren, Feuer spucken oder grazil am Trapez unter der Zirkuskuppel eindrucksvolle Akrobatik zeigen, sieht man wahrlich nicht alle Tage. Es war eine grandiose Show, die die Schüler aus Höxter und den Ortsteilen innerhalb einer Woche auf die Beine gestellt haben – natürlich unter der professionellen Leitung des Trainer-Teams des Zirkus Phantasia.

Dabei fing alles mit einem schlimmen Unfall an: Wie berichtet, war Zirkusdirektor Lars Wasserthal – übrigens ein begnadeter Entertainer und das gute Herz des Zirkus-Unternehmens – beim Zeltaufbau fünf Meter in die Tiefe gestürzt. Doch trotz seines Trümmerbruchs in der rechten Hand ließ Lars sein Team und vor allem die Grundschüler nicht im Stich. Nach einem kurzen Krankenhaus-Aufenthalt stand er einen Tag später wieder in der Manege und trainierte mit den Kindern die Zirkus-Nummern.

Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Bei den Vorstellungen begeisterten die Kinder ihre Eltern, Geschwister und Großeltern mit einer großen Bandbreite an Akrobatik, Clownerie und verblüffender Magie. Dabei haben die Kinder nicht nur Körperbeherrschung und Disziplin erlernt, sondern vor allem auch Selbstvertrauen gewonnen.

Auch Schulleiterin Margit Streicher-Bönnighausen zeigte sich schwer beeindruckt vom Erfolg der Projektwoche. »Das war ein großer Erfolg«, stellte sie mit Anerkennung fest.

Mit Mut auf das Nagelbrett

Lampenfieber: Ja, das gehörte auch dazu, als die Kinder in die Manege stiegen und dort vor dem Publikum ihr frisch erlerntes Können zeigten. Die Fakire zum Beispiel legten sich mutig auf ein Nagelbrett. Ein Musketier verschwand in einer magischen Kiste ebenso rätselhaft, wie er anschließend wieder auftauchte.

Die tollen Kostüme, die passende Musik und die anrührende Geschichte, die der Zirkusdirektor als Handlungsstrang erzählte, verfehlten ihre Wirkung nicht: Die meisten Eltern waren stolz und gerührt zugleich. Tosender Beifall und stehende Ovationen waren der Lohn für eine Projektwoche, die es in sich hatte. Lob gab es zudem von den Zirkus-Trainern. Und Zirkusdirektor Lars Wasserthal bedankte sich im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT für die vielen guten Genesungswünsche, die er von Höxteranern erhalten habe. Nächste Woche könne der Gips schon ab und es dauere dann noch vier Wochen, bis er die Hand wieder einsetzen könne, sagte der Zirkus-Chef. Auch er wird den Aufenthalt in Höxter sicher nicht so schnell vergessen.

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