Unternehmen fordern zügigen Ausbau der B64 IHK-Vollversammlung tagt erstmals in Corvey

Höxter/Corvey (WB). »Die B 64 muss ausgebaut werden. Und das schnell!« Die Mitglieder der IHK-Vollversammlung haben bei ihrer Anreise nach Corvey selbst erfahren, wie lange so eine Anfahrt dauern kann. Sie können die Forderung vieler Bürger und Firmen nur unterstützen.

Von Michael Robrecht
Das IHK-Präsidium hat erstmals in Corvey getagt (vordere Reihe, von links): Dr. August Oetker,  Rainer Schorcht, Dr. Markus Miele,  Margrit Harting, Gabriele Schäfers, Dr. Ralf Becker, und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff sowie (hintere Reihe,  von links)  Fritz-Wilhelm Pahl, Dr. Klaus Bockermann, Präsident Wolf D. Meier-Scheuven, Ortwin Goldbeck und Holger Piening. Die Vollversammlung beriet  im Kaisersaal
Das IHK-Präsidium hat erstmals in Corvey getagt (vordere Reihe, von links): Dr. August Oetker, Rainer Schorcht, Dr. Markus Miele, Margrit Harting, Gabriele Schäfers, Dr. Ralf Becker, und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff sowie (hintere Reihe, von links) Fritz-Wilhelm Pahl, Dr. Klaus Bockermann, Präsident Wolf D. Meier-Scheuven, Ortwin Goldbeck und Holger Piening. Die Vollversammlung beriet im Kaisersaal Foto: Harald Iding

Die 73 Unternehmer  aus Ostwestfalen-Lippe nahmen trotz ihrer Erfahrungen mit der schlechten Verkehrsanbindung ein positives Bild von Höxter und dem neuen Weltkulturerbe Corvey mit nach Hause. Wolf D. Meier-Scheuven (Präsident der Industrie- und  Handelskammer), das IHK-Präsidium und die Vollversammlung, die erstmals in Corvey im Kaisersaal  tagte, sieht in einer verbesserten Ost-West-Verbindung über B64 und B240 einen sehr wichtigen Standortfaktor für OWL.

Für alle Städte in OWL habe Corvey als Touristenmagnet eine besondere Bedeutung, weil zu einem attraktiven Industrie-Standort auch immer ein angenehmes Umfeld wie der Kreis Höxter gehöre.

Dr. August Oetker und der IHK-Präsident berichteten, dass sie »in jungen Jahren« schon einmal Corvey besichtigt hätten und sich auf die Wiederholung der Tour durch das  Kloster freuen würden. Die IHK-Vollversammlung, das »Parlament der Wirtschaft«, hörte auch einen Vortrag von Dr. Ralf Becker (IHK-Vizepräsident aus Brakel)  über Schwächen und Herausforderungen der Region Höxter. Zum obersten gewählten Organ der IHK zählen 73 Unternehmensvertreter, so aus dem Kreis Höxter Lothar Vössing (Kühlert Borgholz), Margit Hachmann (Parfümerie Kohlschein Warburg) und  Marcus Kaiser (Kaiser Haus Marienmünster). Höxters Bürgermeister Alexander Fischer sprach über die Wirkung des Welterbetitels   auf die Touristenzahl, die seit 2014 um 30 Prozent wuchs.

Swen Binner  (IHK-Geschäftsführer Bildung) will  das neue IHK-Projekt »Ausbildungsbotschafter«  im Kreis Höxter bekannter machen und  für das Duale Studium in mehr Betrieben und Schulen werben. 

»Hauptziel des  Projektes ist es, den  Schülern die betriebliche Ausbildung, verschiedene Berufsfelder und Ausbildungswege jugendgemäß über Auszubildende des zweiten oder dritten Ausbildungsjahres näherzubringen«, erklärte Binner. »Wir versprechen uns durch den direkten persönlichen Kontakt von der Jugend zur Jugend eine  Menge. Das ist sicherlich intensiver als bunte Broschüren und ergänzt Berufsinformationsbörsen und andere Vermittlungsbemühungen«, betonte der IHK-Geschäftsführer.

Man erlebe  eine  Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt, da den Unternehmen zunehmend die Bewerber für die berufliche Bildung fehlten, sagte der Experte.  Man  haben bereits  101 Ausbildungsbotschafter  gewonnen. Das zeige, dass die Unternehmen sehr interessiert seien  und ihre Auszubildenden gern für diese Rolle ‘zur Verfügung ständen. Für  die IHK stehe dabei auch die Unterstützung ihrer Mitgliedsunternehmen bei der Sicherung ihrer zukünftigen Fachkräfte mit im Vordergrund. Und schon 25 Schulen seien bisher  an  Einsätzen der Ausbildungsbotschafter interessiert

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