Meierhof-Produkte kommen jetzt aus der Rhön – Oktoberfest geplant In Ottbergen wird kein Bier mehr gebraut

Höxter-Ottbergen (WB).  Aus Ottbergen gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: Die gute: Am Freitag, 2. Oktober, wird mit Meierhof-Festbier Oktoberfest gefeiert. Die schlechte: Die bekannte Brauerei produziert nicht mehr in Ottbergen.

Von Michael Robrecht
Planen das zünftige Oktoberfest in Ottbergen mit Meierhof-Festbier: Henrik Barkhausen, Fabian Mathias, Andreas Mantey, Stefan Krekeler, Sascha Knipping, Heiner Ahrens, Lukas Barkhausen, Sven Krömeke, Andreas Futoma, Verena Futoma mit Pauline, Christina Wittmann, Matthias Cöppicus sowie von der Blaskapelle Ovenhausen Holger Engel, Steffen Ludwig und Katharina Rode.
Planen das zünftige Oktoberfest in Ottbergen mit Meierhof-Festbier: Henrik Barkhausen, Fabian Mathias, Andreas Mantey, Stefan Krekeler, Sascha Knipping, Heiner Ahrens, Lukas Barkhausen, Sven Krömeke, Andreas Futoma, Verena Futoma mit Pauline, Christina Wittmann, Matthias Cöppicus sowie von der Blaskapelle Ovenhausen Holger Engel, Steffen Ludwig und Katharina Rode. Foto: Michael Robrecht

Mathias Cöppicus (Junior der Gründerfamilie Cöppicus) bestätigte, was das WB am 14. August schon vermeldete: Die fränkische Rother-Brauerei von Xaver Weydringer (Naturpark Rhön) hat Meierhof übernommen und produziert ab sofort nach Ottberger Rezepten in Hausen-Roth (südöstlich von Fulda). Die bisherige Brauerei, die Anlage bleibt für Besichtigungen stehen, sei nur noch Vertriebsstützpunkt. Aus wirtschaftlichen Gründen lohne das Brauen in  der »kleinsten Brauerei im Kreis Höxter« nicht mehr.

Absatzzahlen und die Zahl der Großabnehmer waren  rückläufig. Ab heute  ist für Selbstabholer nur noch Montag, Mittwoch und Freitag geöffnet. Die Braugerste kommt weiter von der Erzeugergemeinschaft Börde-Diemeltal. Die Holzmindener Firma Weydringer transportiert das Bier, auch das Oktoberfestbier, aus der Biobrauerei in Franken ins Weserbergland. Rezepturen und Marke Meierhof bleiben. Braumeister Christian Uhlmann (seit Dezember 2014 in Ottbergen) hatte Freitag den letzten Arbeitstag.

30 Jahre Brauerei-Geschichte enden

Im Januar 1986 war die Privatbrauerei Meierhof GmbH & Co KG. von Ingenieur und Gastronom Gregor Cöppicus, Dipl. Braumeister Manfred Weydringer sowie  Betriebswirt und Gastronom Friedhelm Spalting gegründet worden.  1987 kam es zum  Ausschank der ersten Meierhof-Bierspezialitäten durch  Braumeister Rainer Schinkel. 2007 wurde auf ökologische Produktion umgestellt. 2009 gab es 42 Gesellschafter bei Meierhof.

Aber Meierhof lebt weiter: Mit ihrem Ottberger Bier will der Kegelclub »Stramme Jungs« am Freitag, 2. Oktober, ab 19 Uhr im »KuStall«  ein großes Oktoberfest feiern. »Nach der Top-Resonanz in 2014 war klar: Wir machen weiter«, sagte Henrik Barkhausen. Die Gäste dürfen gerne in Dirndl und Lederhosen kommen. Die Blaskapelle Ovenhausen spielt. In den Pausen und am späten Abend will DJ Manuel M. die Besucher  mit Apres-Ski-Musik begeistern. Für Essen sorgt Frank Hesse (Quellenhof). Eintrittskarten inklusive der original-bayerischen Schmankerl Hendl und Haxn mit Beilage gibt es nur im Vorverkauf. Der beginnt zwei Wochen vor dem Fest in der Bäckerei Knepper und bei Bäcker Bielemeier im Markant Markt. An der Abendkasse sind ausschließlich Eintrittskarten ohne Verzehrgutschein zu kaufen. Die Veranstalter wollen möglichst viel Wiesn-Flair ins Nethedorf bringen.

Mathias Cöppicus berichtete, dass das extra für das Fest gebraute Meierhof-Bier eine untergärige Bierspezialität sei. Sie gehöre neben Pils und Export als Saisonbier immer noch zu den meistgetrunkenen Bieren. Als Märzen müsse es mit einem Stammwürzgehalt von 13,5 Prozent eingebraut werden. Im Vergleich dazu habe Pils 12 Prozent und Export 12,5 Prozent. Durch das besondere Brauverfahren werde die in Zucker umgewandelte Stärke des Malzes nur zum Teil in Alkohol vergoren. Dieser Restextrakt verliehe dem Bier seinen süffigen  Geschmack.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.