Feier: Vor 40 Jahren bauten englische Soldaten den Flugplatz in Höxter aus Meisterleistung der Pioniere

Höxter (WB). Es ist eine großartige Leistung englischer Pioniere gewesen, als sie vor genau 40 Jahren die ehemalige Fliegerheide am   Räuschenberg zu einem Verkehrslandeplatz ausgebaut haben. An diese Inbetriebnahme im September 1975 ist kürzlich mit der Enthüllung eines Gedenksteins erinnert worden. 

Von Harald Iding
Feierlicher Moment: 40 Jahre nach der Inbetriebnahme des Verkehrslandeplatzes am Räuschenberg enthüllen der Vereinsvorsitzende Dr. Nikolaus Müller (rechts, Luftsportverein) und der damalige  englische Offizier  Roger Thorington  den Gedenkstein.An der Feierstunde  nahmen auch Hans-Josef Held (Stadt Höxter, von links), Heinz-Günter Koßmann (Kreis) und Jens-Martin Wolff (Stadt Holzminden) teil.
Feierlicher Moment: 40 Jahre nach der Inbetriebnahme des Verkehrslandeplatzes am Räuschenberg enthüllen der Vereinsvorsitzende Dr. Nikolaus Müller (rechts, Luftsportverein) und der damalige englische Offizier Roger Thorington den Gedenkstein.An der Feierstunde nahmen auch Hans-Josef Held (Stadt Höxter, von links), Heinz-Günter Koßmann (Kreis) und Jens-Martin Wolff (Stadt Holzminden) teil. Foto: Harald Iding

Vertreter des Vereins »Luftsport Höxter« als Betreiber, der Nachbarstädte Höxter und Holzminden sowie des Kreises Höxter, zahlreiche Ehrengäste und Zeitzeugen, darunter der damalige kommandierende Offizier Roger Thorington (er reiste eigens aus England an), betonten die besondere Leistung und die freundschaftliche Bande. Der Offizier Thorington feierte zugleich seinen Geburtstag – es gab also doppelten Anlass zur Freude.

Beim Rückblick auf die Entstehung des Verkehrslandeplatzes Höxter-Holzminden gab es einige bemerkenswerte Zahlen: So hatten die Pioniere vom 65. Corps Support Squadron Royal Engineers aus Hameln die 230 000 Quadratmeter große Fläche mit Wesersandstein zunächst geebnet. Dazu mussten 250 000 Kubikmeter Boden bewegt werden. 28 Soldaten benötigten dafür allein mit ihren Großgeräten neun Monate.

Die Lastkraftwagen, Bagger und Planierraupen schluckten 200 000 Liter Dieselkraftstoff – auch diese Kosten übernahmen die britischen Streitkräfte. Für das herausragende Engagement seien heute noch die Bürger der Region sehr dankbar, wie der Vereinsvorsitzende Dr. Nikolaus Müller bei der Enthüllung des Gedenksteins unter den Klängen von Dudelsackspielern betonte.

»Wir haben zu diesem Jahrestag den Flugplatz etwas herausgeputzt, den Stein versetzt (jetzt direkt im Eingangsbereich), die Gedenkplatte neu brüniert und wieder mit dem Wappen versehen, eine Gedenkmedaille entworfen und eine Kachel anfertigen lassen. Ich bedanke mich bei allen Helfern, die zum Gelingen dieses Ehrentages beitragen haben«, so Müller.

Der Verbindungsoffizier der britischen Streitkräfte, Tony Domeisen, betonte gegenüber dem WESTFALEN-BLATT: »Die Leistung der Pioniere im Zeichen der Freundschaft hat bis heute Bestand. Auch wenn unsere Kräfte aus Deutschland abgezogen werden – die Verbindung bleibt!«

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