Allersheimer Brauerei freut sich über gelungenen »Brückenschlag« Corveyer schmeckt den Schützen

Höxter (WB). »Aus der Region – für die Region«: Mit diesem Slogan werden  in ganz Deutschland Regionalprodukte angeboten. Auch im Kreis Höxter gibt es etliche Beispiele. Doch wie kommen diese Produkte tatsächlich  an? Welche Anstrengungen werden unternommen, um sie zu vermarkten? Das WESTFALEN-BLATT ist dieser Frage am Beispiel des  neuen Corveyer Bieres nachgegangen.

Von Ingo Schmitz
Geschäftsführer Dirk Brüninghaus (links) und Diplom-Braumeister Robert Hix präsentieren im Sudhaus der traditionsreichen Brauerei Allersheim das neue Corveyer Bier. Brüninghaus ist  sehr zufrieden mit der Resonanz: »Die Nachfrage bei den Verbrauchern, insbesondere aus der Region  Höxter, ist sehr stark.«                                                  
Geschäftsführer Dirk Brüninghaus (links) und Diplom-Braumeister Robert Hix präsentieren im Sudhaus der traditionsreichen Brauerei Allersheim das neue Corveyer Bier. Brüninghaus ist sehr zufrieden mit der Resonanz: »Die Nachfrage bei den Verbrauchern, insbesondere aus der Region Höxter, ist sehr stark.«                                                   Foto: Harald Iding

Pünktlich zur warmen Jahreszeit gab es die Premiere: Die Brauerei Allersheimer präsentierte die  zwei neuen Sorten: Das naturtrübe Bier zum Weltkulturerbe gibt es  als »Hell« und »Dunkel«. Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey war begeistert. Und mit dem bisherigen Erfolg ist Geschäftsführer Dirk Brüninghaus ebenfalls sehr zufrieden. »Der Start  läuft exzellent. Die Nachfrage bei den Verbrauchern, insbesondere aus der Region  Höxter, ist sehr stark. Das Motto: ›Unser Erbe – unser Bier‹ wird von vielen Verbrauchern mitgetragen«, sagt er.

Die Holzmindener Brauerei habe mit den beiden Corveyer Bieren »den Brückenschlag nach Höxter schaffen wollen«, sagt der Geschäftsführer. Das sei bereits ein Stück weit gelungen. »Natürlich hoffen wir, dass wir unsere Position auch in Zukunft noch weiter ausbauen können«, ergänzt Dirk Brüninghaus.

Doch wo kann man das Bier überhaupt kaufen? Vertrieben wird es nach Unternehmensangaben unter anderem über den Getränkefachgroßhandel  Waldhoff in  Höxter, der auch die  Gastronomie beliefere.  Der Holzmindener Getränkefachgroßhandel Weydringer und Strohte vertreibe die Flaschenware ebenfalls über sein Vertriebsnetz. Weitere  Verhandlungen laufen.

Doch nicht nur in Getränkemärkten soll das Bier zu haben sein. Auch in  Tourist-Shops soll der Gerstensaft als nettes Mitbringsel angeboten werden. »Geplant sind natürlich Standorte rund um das Kloster Corvey. Der Museumsshop, das Schlossrestaurant und die Weinhandlung Corvey bei Michael Rindermann. Passend zu den beiden Biersorten haben wir eigens einen Glaskrug in Zusammenarbeit mit der Firma Ritzenhoff entwickelt. In Planung ist derzeit ein Träger für zwei Flaschen und dem dazugehörigen Krug. Außerdem gibt es bereits einen 6er-Bierträger, der  eigens für das Corveyer Bier entworfen wurde«, verrät der Unternehmensleiter.

Auch in manchen Gaststätten wird das Corveyer bereits ausgeschenkt, unter anderem in der  Schlossgastronomie Corvey, im  Steinkrug, im  Strullenkrug und im  Corveyer Hof. Auch  andere Gastronomiebetriebe in und um Höxter hätten bereits ihr Interesse an den beiden Biersorten bekundet. Brüninghaus: »Wir gehen davon aus, dass das Corveyer Bier zukünftig flächendeckend im hiesigen Gebiet vertreten sein wird. Wie bereits erwähnt: Über den Zuspruch können wir uns nicht beklagen. Es kommen zahlreiche Anfragen aus der Gastronomie, von Veranstaltern und Endverbrauchern, die unser Bier ausschenken beziehungsweise genießen möchten. Unsere bisherigen Ziele haben wir erreicht. Wir sind zufrieden mit der Resonanz der Verbraucher und auch den Rückmeldungen aus Gastronomie und Handel.«

Doch trotz ihres Engagements, mit dem letztendlich auch die Welterbestätte beworben werden soll, hat die Brauerei bislang keine Anerkennung von offizieller Seite weder für die Idee noch für das Produkt erhalten.  »Wir befinden uns ja auch noch ganz am Anfang. Wir gehen aber davon aus, dass durch den positiven Zuspruch von Gästen und Verbrauchern noch Gespräche in dieser Hinsicht erfolgen«, meint der Geschäftsführer.

Eine Krönung für das Corveyer Bier wäre sicherlich die Anerkennung als offizielles Schützenfestbier der Schützengilde in Höxter. Kommandeur Thomas Schöning bestätigt: »Wir stehen in Verhandlungen. Ich stehe dieser Idee sehr positiv gegenüber und unterstütze diesen regionalen Gedanken, der zu unserer Gilde sehr gut passt. Wir sind der Heimat verbunden und stehen für diese Stadt. Allerdings müssen dafür die Rahmenbedingungen abgeklopft werden.«

Vorstellbar sei, dass das Corveyer Bier zusätzlich als Premiumbier beim Schützenfest angeboten werde – zum Beispiel in der Sektbar, meint Schöning. Er selbst ist begeistert vom »Corveyer«. »Es schmeckt sehr gut«, betont er.

Während man mit der Schützengilde Höxter noch verhandelt, haben die Lüchtringer bereits Nägel mit Köpfen gemacht, wie der Geschäftsführer der Allersheimer berichtet.

Brüninghaus: »Die Corveyer Biere werden beim Lüchtringer Schützenfest 2016 zum Ausschank kommen. Wir als regionale Brauerei sind selbstverständlich bemüht, dieses Produkt den einzelnen Veranstaltern vorzustellen und zu präsentieren. Momentan entwickeln wir produktbezogenes Equipment, wie mobile Theken oder Sonnenschirme, um das Corveyer als eigene Marke zu unterstützen und fest in der Region zu etablieren.«

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