Prozess um Bruchlandung mit sechs Verletzten Pilot beteuert Unschuld

Höxter (WB). Er sieht bei sich keine Schuld. Das machte am Mittwoch zum Prozessauftakt am Amtsgericht Höxter ein Pilot deutlich, der sich wegen eines Absturzes einer Passagiermaschine auf dem Flugplatz Höxter-Holzminden verantworten muss.

Von Ingo Schmitz
Bei dem Absturz waren im Oktober 2012 der Pilot und fünf Insassen der Piper Lance PA 32 zum Teil schwer verletzt worden.
Bei dem Absturz waren im Oktober 2012 der Pilot und fünf Insassen der Piper Lance PA 32 zum Teil schwer verletzt worden. Foto: Ingo Schmitz

Dabei waren am 21. Oktober 2012 sechs Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Seit gestern steht der erfahrene Pilot und Fluglehrer wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung vor Gericht. Die Opfer hoffen auch auf Entschädigung, da sie zum Teil heute noch unter den Folgen leiden. Gestern wurden zahlreiche Zeugen sowie die Gutachter gehört.

Rundflug gewonnen

An einem sonnigen Sonntag wollten die fünf Passagiere sowie der 38-jährige Pilot zu einem Rundflug über Höxter starten. Die Insassen hatten das Erlebnis bei einer Verlosung der Schützengilde gewonnen. Doch ehe die Maschine richtig an Höhe gewann, krachte sie kurz hinter der Start- und Landebahn in einen Wald. Die Piper Lance PA 32 soll laut einem früheren Gutachten überladen gewesen sein, den Fluggästen seien die Plätze nicht entsprechend ihres Gewichts zugewiesen worden, heißt es in der Anklage.

Am gestrigen Verhandlungstag erklärte der Sachverständige allerdings, dass die Maschine nicht überladen gewesen sei. Auch der Schwerpunkt sei in Ordnung gewesen. Vielmehr handele es sich um einen Pilotenfehler.

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