Stadt Brakel investiert 1,1 Millionen Euro in den Ausbau der EDV an kommunalen Schulen
Digitalisierung schreitet stetig voran

Brakel -

Der Ausbau zur Digitalisierung der städtischen Schulen in Brakel schreitet zügig voran. Er wurde in den Jahren 2019 und 2020 geplant und vom Rat der Stadt Brakel im Mai 2020 in Form eines Medienentwicklungsplans mit einem Gesamtvolumen von rund 1,1 Millionen Euro für die Jahre 2020 bis 2024 einstimmig genehmigt.

Donnerstag, 04.02.2021, 03:37 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 03:40 Uhr
Hermann Temme (von links), Sandra Florsch, die Leiterin der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Maria Komm und EDV-Leiter Rudolf Fromme sehen die städtischen Schulen zum Ausbau zur Digitalisierung gut aufgestellt. Foto: Stadt Brakel

Die Arbeiten schreiten weitestgehend planmäßig voran und wurden durch die Pandemielage beeinflusst. Derzeit werden in der Gesamtschule umfangreiche Verkabelungsarbeiten durchgeführt, um die vorhandene Netzwerkinfrastruktur zu erneuern und weiter auszubauen.

Die umfangreichen Arbeiten werden nun Schritt für Schritt ausgeführt und beginnen schon bald auch in der Grundschule Brakel sowie im Teilstandort Hembsen.

„Seitdem das EDV-Team der Stadt Brakel ebenfalls für die Betreuung der IT in den Schulen der Stadt Brakel verantwortlich ist, haben wir an unseren drei Schulstandorten, Gesamtschule, Gemeinschaftsgrundschule mit Teilstandort Hembsen, grundlegende Veränderungen vorgenommen“, sagt Bürgermeister Hermann Temme. Um diese Umstrukturierungen und Modernisierungen stemmen zu können, wurde das EDV-Team im April 2019 um einen zusätzlichen Mitarbeiter verstärkt. Zudem ist seit Juli 2020 eine weitere Stelle für die IT-Betreuung in den Schulen geschaffen worden. Dieser neue Mitarbeiter hat seinen Arbeitsplatz fest in den Schulen und kann somit vor Ort unmittelbar auf Problemfälle und Anliegen reagieren und den Ausbau der EDV-Infrastruktur direkt vorantreiben.

Die EDV-Mitarbeiter haben sich seit 2019 an allen Schulstandorten mit der Ist-Situation auseinandergesetzt. Eine der ersten Aufgaben war die Ausstattung der Oberstufenschüler und Lehrer der Gesamtschule mit iPads und WLAN. Zudem wurden vorrangig die Verwaltungsnetze der Schulen zeitgemäß umgestellt, zentrale Firewalls und Server mit Benutzerverwaltung, Berechtigungs-und Datensicherungskonzept eingeführt. Zudem wurden alle Lehrer sowie die Oberstufenschüler der Gesamtschule mit Office 365-Accounts ausgestattet, um einheitliche Mailadressen verwenden zu können und um Unterrichtsmaterialien, die aus Sicht des Datenschutzes unkritisch sind, mit cloudbasierten Diensten für den Datenaustausch nutzen zu können.

Seit Sommer 2020 verfügen zudem nun auch alle Schüler der Klassen fünf bis zehn der Gesamtschule über Office 365-Accounts, um hiermit die technische Basis für das Lernen auf Distanz legen zu können.

Die in die Jahre gekommene Netzinfrastruktur inklusive flächendeckendem WLAN und schnellen Internetanschlüssen musste komplett neu geplant werden.

Trotz des ersten Lockdowns und der damit schwierigen Rahmenbedingungen konnte die Stadt Brakel die umfangreichen Planungen für die Antragstellung zum Digitalpakt Schule abschließen und im Juni 2020 die Förderbescheide über die gesamten Fördermittel von rund 611.000 Euro von der Bezirksregierung Detmold in Empfang nehmen. Erste Ausschreibungen konnten somit direkt erfolgen. Insgesamt sind in den Schulen der Stadt Brakel inzwischen über 550 Tablets im Einsatz, weitere 300 sind für das Jahr 2021 in Planung.

Derzeit werden im Lockdown freie Klassenräume, Flure und Treppenhäuser in der Gesamtschule für den schnellen Aus- und Umbau genutzt, weiterhin werden in diesem Zusammenhang bekannte und die im Rahmen der Arbeiten auffallenden Brandschutzmängel beseitigt.

Sobald in den jeweiligen Gebäudeteilen der Schulen die Netzwerkverkabelungsarbeiten abgeschlossen sind, kann unmittelbar die Ausstattung neuen Netzwerken erfolgen. „Die Inbetriebnahme kann durch diese Vorgehensweise abschnittweise erfolgen und ist nicht vom Gesamtabschluss der Arbeiten je Schule abhängig. So wird das Gebäude ‚Mitte‘ der Gesamtschule ab spätestens Ende Februar über flächendeckendes WLAN nach aktuellsten Standards verfügen. Die Gebäude Ost und West folgen im Nachgang und sollen in den Sommerferien fertiggestellt sein“, erklärt Rudolf Fromme, Leiter der EDV-Abteilung der Stadt Brakel. Die Neuverkabelung der Grundschule Brakel und des Teilstandortes Hembsen sind in der Zeit von Osterferien bis Herbstferien 2021 geplant.

Die EDV-Infrastruktur hat der Gesamtschule auch während des Lockdowns geholfen. .„Bereits im November haben wir die Schüler zunächst im Unterricht –zum Teil mit Unterstützung unserer bestens ausgebildeten Oberstufenschüler – auf die Arbeit und den Umgang mit Teams vorbereitet, sodass alle bei dem geplanten Distanzlerntag dieses Wissen anwenden konnten“, berichtet Schulleiterin Sandra Florsch. Diese Übung habe vor allem den jüngeren Schülern Sicherheit gegeben, erklärt Florsch. „So können sie nun in der Phase des Distanzlernens souverän mit den digitalen Endgeräten umgehen“, sagt die erfahrene Pädagogin. Ein großer Vorteil sei, dass die Gesamtschule auf unterschiedlichen Wegen alle Schüler mit Endgeräten versorgen konnte, sodass diese barrierefrei am Distanzunterricht teilnehmen können.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7798373?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851041%2F
Horror-Szenario wohl nur ausgedacht
Der Bereich an der Werre ist am frühen Samstagmorgen noch mit Flatterband abgesperrt.
Nachrichten-Ticker