Brakels Bürgermeister Hermann Temme verabschiedet langjährige Ratsmitglieder
Mit Leidenschaft und Augenmaß

Brakel -

Langjährige Ratsmitglieder hat Bürgermeister Hermann Temme in der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Brakel verabschiedet. „Einige von ihnen waren viele Jahre lang im Rat hier in Brakel mit Leidenschaft und mit Augenmaß zum Wohl unserer Stadt wie ihrer Bürgerinnen und Bürger tätig“, sagte Temme.

Mittwoch, 02.12.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 14:18 Uhr
Bürgermeister Hermann Temme (6. von rechts) und sein allgemeiner Vertreter Peter Frischemeier (2. von links) dankten Erwin Volkhausen (von links), Paul Wintermeyer, Kornelia Heller, Rüdiger Hahn, Manfred Hartmann, Meinolf Schulte, Heike Neu, Frederik Anke, Alexander Rode, Tobias Gadzinski, Michael Wulff und Andreas Gerson für ihr Engagement im Rat der Stadt Brakel. Foto: Frank Spiegel

(WB). Vier Ratsmitglieder zeichnete der Bürgermeister angesichts ihrer besonders langen Zeit im Rat der Stadt Brakel mit der Verdienstmedaille der Stadt Brakel aus. 30 Jahre lang gehörte Meinolf Schulte dem Rat an. Hermann Temme dankte ihm für die „konstruktive, fast schon freundschaftliche Zusammenarbeit.“

Jeweils 26 Jahre im Rat haben Paul Wintermeyer, Michael Wulff und Johannes Kruse gesessen. Auch ihnen dankte Hermann Temme und überreichte die Verdienstmedaille der Stadt Brakel. Johannes Kruse war verhindert und bekommt diese später. Wie der erste Bürger der Stadt berichtete, muss über die Verleihung der Plakette mit Zwei-Drittel-Mehrheit in nichtöffentlicher Sitzung entschieden werden. Der Bürgermeister: „In unserem heutigen Fall wurde einstimmig entschieden, den heute geehrten Ratsmitgliedern für ihre hervorragenden und außergewöhnlichen Verdienste während ihrer langjährigen Zugehörigkeiten zum Rat der Stadt Brakel die Verdienstmedaille der Stadt Brakel zu verleihen.“

Ehrennadel in Gold

Eine Urkunde und eine Ehrennadel in Gold erhielten Erwin Volkhausen, Alexander Rode und Manfred Hartmann, die dem kommunalen Gremium mehr als zwei Wahlperioden angehört hatten.

Für zwei Wahlperioden Ratszugehörigkeit mit einer Urkunde und der Ehrennadel in Silber geehrt wurde, Hartwig Menke. Er war am Termin der Ratssitzung verhindert.

Eine Urkunde und einen Zinnteller erhielten Frederik Anke, Thomas Groppe, Rüdiger Hahn, Manfred Heller, Heike Neu und Tobias Gadzinski. Sie haben dem Rat eine Wahlperiode lang angehört.

Andreas Gerson und Kornelia Heller waren weniger als eine Wahlperiode im Rat und bekamen dafür eine Urkunde.

„Für dieses große, dieses teilweise langjährige Engagement möchte ich ihnen heute, am Tag Ihrer Verabschiedung, ganz herzlich danken, sowohl in meinem Namen wie im Namen unseres Rates und der Brakeler Bürgerschaft“, hatte Hermann Temme zuvor erklärt.

Respekt vor ehrenamtlicher Tätigkeit

Die Verabschiedeten seien vor Jahr und Tag in die Politik gegangen, um etwas zu bewegen, sie hätten Verantwortung übernommen und als Ausschussvorsitzende, Ausschussmitglieder und natürlich Ratsmitglieder für den Ort gewirkt, dem sie sich verbunden fühlten.

„Es verdient Respekt, viel von der eigenen Zeit, den eigenen Ideen und Kräften aufzuwenden, um bürgerschaftlich, um ehrenamtlich tätig zu sein“, sagte der Bürgermeister. Die ehemaligen Ratsmitglieder hätten mit viel Elan und Sachkenntnis für ihre Vorstellungen und Ziele gefochten und dabei Weitblick wie Sinn für das Machbare bewiesen.

Hermann Temme: „Für manche von Ihnen ist Ihr Abschied von Ihrer Ratstätigkeit wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen verbunden. Ein Mandat, das man lange Jahre ausübte und dem man sich voll und ganz verschrieben hatte, das streift keiner einfach ab.“

Damit endet eine Lebensphase, die das eigene Leben stark bestimmt habe. Aber gleichzeitig beginn auch ein neuer Lebensabschnitt.

Meinolf Schulte dankte als dienstältester ausscheidendes Ratsmitglied auch im Namen seiner Kollegen für die langjährige gute Zusammenarbeit. „Ich habe mit fast allen ein gutes Verhältnis gehabt und habe auch immer viel gelernt“, sagte Schulte. Als Höhepunkt seiner Ratsarbeit nannte Schulte den von der UNO angestoßenen Milleniumsprozess um die Jahrtausendwende. Hierbei sei es darum gegangen, bei allen Entscheidungen die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen zu berücksichtigen. Damals sei es noch so gewesen, dass die CDU für das Ökonomische, die Grünen für das Ökologische und die SPD für das Soziale „zuständig“ gewesen sei. „Glücklicherweise hat sich das geändert in den letzten 30 Jahren. Mittlerweile haben alle Parteien alle drei Bereiche im Angebot“, so Meinolf Schulte. Die Tatsache, dass man deshalb über derartige Themen diskutieren könne, ohne diskriminiert zu werden, mache die Qualität von Politik aus.

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