Lehrkräfte der Gesamtschule Brakel erhalten iPads
Schule wird fit für die Zukunft

Brakel (WB). Bereit vor der Corona-Krise wurde überlegt, die Schulen zu digitalisieren. Von Juli 2019 bis März 2020 hat die Stadt Brakel einen Medienentwicklungsplan entworfen und ein externes Gutachten erstellen lassen. Im Mai hat der Rat der Stadt Brakel einstimmig diesen Medienentwicklungsplan verabschiedet und das Projekt konnte beginnen – eigentlich. Denn durch die Corona-Krise konnte der Ausbau der kabelgebundenen Vernetzung der Schule nicht so zügig erledigt werden, wie geplant war.

Montag, 05.10.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 22:30 Uhr
Bürgermeister Hermann Temme (rechts) und Schulleiterin Sandra Florsch (Dritte von rechts) präsentieren zusammen mit (von links) den Lehrern Michael Fiekens und Jan Auffenberg, den EDV-Experten der Stadt Marc Wehrmann und Kai Hake sowie Lehrer Arndt Heitland die neuen iPads und Apple TVs.

99 iPads für die Lehrer

Doch jetzt sind sowohl die Gesamtschule Brakel als auch die Gemeinschaftsgrundschule Brakel kabeltechnisch auf dem neuesten Stand, und das Ziel, die Schulen mit iPads zu bestücken, steht vor Vollendung. Am gestrigen Montag konnten die ersten iPads an die Lehrer übergeben werden. 99 dieser Endgeräte werden fortan genutzt, um sich mit der Technik vertraut zu machen. Diese Geräte wurden von der Ausstattungsoffensive NRW, Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, zu 100 Prozent gefördert. Die Fördersumme beträgt 71.500 Euro.

Weitere 139 iPads für Schüler, deren Eltern finanziell bedürftig sind (die Grundlage liegt im Ermessen der Schulen), sind verfügbar, technisch vorbereitet und können zeitnah ausgegeben werden. „Viele unserer Schüler haben bereits iPads, so dass wir nicht alle Schüler mit diesen Endgeräten ausstatten müssen“, weiß Schulleiterin Sandra Florsch.

Wie die Gesamtschule Brakel soll auch in Kürze die Gemeinschaftsgrundschule Brakel mit iPads ausgerüstet werden. 107 Endgeräte werden kommen. Gefördert wurde die Maßnahme vom Bund und Land NRW, DigitalPakt Schule 2019 bis 2024. Die Fördersumme liegt bei 83.924,82 Euro. Das ist eine Förderquote von 90 Prozent. Zehn Prozent muss die Stadt Brakel selbst tragen: 8393 Euro.

Endgeräte unterstützen

Grundschuleiterin Maria Komm erklärte im Juli: „Trotz digitaler Technik soll das analoge Unterrichten nicht vergessen werden. Die Kinder sollen schon lernen, wie man schreibt, lernt und nicht nur Tasten bedient. Das ist nach wie vor sehr wichtig.“ „Die iPads sollen den traditionellen Unterricht nicht ersetzen, das geht auch gar nicht, sondern nur unterstützen und die Schüler fit machen für die digitale Technik“, sagt Rudolf Fromme, Leiter der städtischen EDV. Und darüber ist sich jeder einig. Es gibt in der Gesamtschule vier Computerräume, die weiterhin genutzt werden können.

„iPads haben den Vorteil, dass der Akku eine lange Laufleistung besitzt. Im Gegensatz zum Laptop läuft ein iPad ohne Aufzuladen wesentlich länger. Und wenn man sich die Oberflächengestaltung der iPads anschaut, ist sie beinahe vergleichbar wie die Gestaltung eines Smartphones, das wohl jeder Schüler besitzt“, sagt Rudolf Fromme. Und Fromme weist auch darauf hin, dass iPads schnell und platzsparend überall genutzt werden können. „Wenn eine Klasse sich aufmacht, den Computerraum zu erreichen, kostet das zehn Minuten. Dann muss der Computer hochgefahren werden und anschließend wieder heruntergefahren werden. Das kostet weitere zehn Minuten. Und dann muss die Klasse wieder zurück in ihren Klassenraum, das kostet auch Zeit“, erklärt Rudolf Fromme. Er und seine beiden städtischen Kollegen Marc Wehrmann und Kai Hake schulen die Lehrer und erklären die neue Technik.

„Dies ist ein guter Tag für Brakel. Jetzt werden unserer städtischen Schulen digital und somit fit für die Zukunft“, freut sich Bürgermeister Hermann Temme.

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