Neues Zentrum in Bellersen: Ministerin und Regierungspräsidentin bei Grundsteinlegung
Krus-Haus: Hier hat Geschichte eine Heimat

Brakel/Bellersen (WB). Baubeginn für das Heimat- und Geschichts-Projekt „Haus Krus“ in Bellersen: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalens, hat den Startschuss für den Umbau des Wohnhauses des verstorbenen Kreisarchivars und Hochstift-Heimatgebietsleiters Horst-Dieter Krus gegeben. Beim „ersten Spatenstich“ kündigte einer der Motoren des Vorhabens, Frederik Köhler, an, dass im Herbst 2021 das Haus Meinolfusstraße 36 eingeweiht werde.

Donnerstag, 01.10.2020, 22:00 Uhr
Grundsteinlegung für das neue Heimat-Zentrum im Haus Krus in Bellersen: (von links) MdL Matthias Goeken, Frederik Köhler (HVV), Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Erbin Annette Krus-Bonazza, Bürgermeister Hermann Temme, Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach, Landrat Friedhelm Spieker, Architekt Volker Eisenhut und Bezirksausschussvorsitzender Ewald Hanisch. Foto: Michael Robrecht

Startschuss für Heimat-Zentrum “Krus-Haus” in Bellersen

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Foto: Michael Robrecht
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Die Ministerin, Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Landrat Friedhelm Spieker, Bürgermeister Hermann Temme, Annette Krus-Bonazza (Schwester von Horst Krus), Architekt Volker Eisenhut und Vertreter des Heimat- und Verkehrsvereins Beller sowie Bürger waren dabei, als eine mit Zeitdokumenten wie dem WESTFALEN-BLATT und persönlichen Beigaben wie der Krus-Vita bestückte Metallrolle eingemauert wurde.

Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“

Bürgermeister Hermann Temme hatte schon im Mai einen Förderbescheid von 542.957,60 Euro aus dem NRW-Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“ entgegengenommen. Verwendet werden soll das Geld für das Projekt „Haus Krus – ein Haus mit Geschichte(n)“. 135.000 Euro steuert die Stadt dazu. Der HVV ist Betreiber, die Stadt Brakel Eigentümer.

Im Juni 2018 verstarb der langjährige Orts- und Kreisarchivar Horst-Dieter Krus aus Bellersen. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Kreisarchivar war er auch als Heimatgebietsleiter für die beiden Kreise Höxter und Paderborn und in zahlreichen weiteren Ehrenämtern der Heimatpflege und -kunde, als Autor heimatkundlicher Bücher sowie in forschender Funktion tätig.

Fachbibliothek mit 25.000 Büchern

Der Nachlass von Horst-Dieter Krus umfasst unter anderem eine Fachbibliothek mit etwa 25.000 Büchern und Schriften sowie verschiedene Sammlungen mit lokalem Bezug. „Das Haus Krus soll für die Region ein zentraler Ort der Tradition, des Wissens und des Austausches über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des ehemaligen Hochstifts Paderborn und des Corveyer Landes werden“, kündigte Brakels Bürgermeister Hermann Temme an. Es sei in einzigartiges Projekt; es dürfte für die ganze Region eine Bereicherung des kulturellen Angebotes darstellen und hätte besonders für die Kreise Höxter und Paderborn einen hohen Stellenwert, darüber waren sich die Ministerin und Hermann Temme einig.

Ministerin Scharrenbach sagte, dass hier eine besonders gute Idee gefördert werde. Das Gebäude und sein Angebot stärke die Identität der Menschen mit ihrer Heimat. Schön sei auch, dass auf die Beziehung der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und ihres deutschlandweit bekannten Werkes „Die Judenbuche“ zur Region und Dorf B. im Museumsteil ausführlich hingewiesen werde.

Dauerausstellung mit Brüder Grimm und der Droste

Auch die Brüder Grimm, die wie die Droste oft in Bökendorf und Bellersen gewesen sind und Märchen aufgeschrieben haben, werden wie die Schriftstellerin als Dauerausstellung Teil des Hauses. Frederik Köhler erläuterte, dass das „Haus Krus“ einen Saal für 60 Personen erhalte, der in einem neuen Flachdachanbau entstehe. Landrat Friedhelm Spieker lobte die Initiative „Heimat und Geschichte“ unter die Menschen zu bringen. Ein ansehnlicher Betrag fließe in den ländlichen Raum. Horst Krus, der auch Kreisarchivar gewesen sei, habe Spuren hinterlassen. Das meinte auch Bürgermeister Hermann Temme. Er dankte bei der Grundsteinlegung mit Kapselvermauerung dem Heimatverein dafür, dass die Bellerser Bürgerinnen und Bürger diese innovative Idee entwickelt hätten. Das Projekt sei eine Bereicherung der Region. Bildarchiv und Bibliothek blieben vor Ort, sie seien ein unschätzbarer Wert für das Dorf.

Frederik Köhler berichtete, dass Krus eifriger Sammler gewesen sei. 500 Stunden hätten Helfer für die Ausräumung des Hauses vor dem Umbau und die Einlagerung aufwenden müssen. Das Haus werde öffentlich zugänglich sein.

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