Caritasverband für den Kreis Höxter blickt auf Geschäftsjahr 2019
„Licht am Ende des Tunnels“

Kreis Höxter (WB). Der Caritasverband für den Kreis Höxter blickt trotz der Corona-Epidemie optimistisch in die Zukunft. Der Verband hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven Ergebnis und schuldenfrei abgeschlossen.

Samstag, 26.09.2020, 03:30 Uhr
Vorstand und Caritasrat des Caritasverbandes für den Kreis Höxter (von links): Andreas Johlen, Vorstand Thomas Rudolphi, Hubertus Fehring, Gisela Müller, Heiko Hansmann, Johannes Wöstefeld (Vorsitzender des Caritasrats) und Pastor Detlef Stock. Foto: Caritas

Das teilten Vorstand Thomas Rudolphi und der Vorsitzende des Caritasrats, Johannes Wöstefeld, den Teilnehmern der Delegiertenversammlung mit.

Damit sei die wirtschaftliche Konsolidierung gelungen und der Caritasverband auf einem guten Kurs. Vor mehr als 30 Delegierten im Dorfgemeinschaftshaus in Beller berichtete Thomas Rudolphi über die Arbeit des Verbandes im zurückliegenden Geschäftsjahr und lieferte einen Ausblick über die Entwicklung des laufenden Jahres.

Eine zentrale Aufgabe sei die Verwaltungsreform des Verbandes gewesen, die über 2020 hinaus fortgeführt wird. Gleichzeitig habe man in Verhandlungen mit den Kostenträgern in den Kommunen, Krankenkassen sowie beim Land und Bund höhere Beiträge aushandeln können, um steigende Kosten aufzufangen.

Die höheren Aufwendungen seien vor allem durch Tarifsteigerungen verursacht worden, sagte Rudolphi – ein Kostenfaktor, der sich bemerkbar mache, weil die Personalkosten beim Caritasverband etwa 80 Prozent der Gesamtkosten ausmachten. Das erschwere die Position des Verbandes bei Vertragsverhandlungen, weil die Caritas oftmals teurer sei als die Mitbewerber.

Verschlankung

So sei der Verband in diesem Jahr bei der Ausschreibung um die OGS in Beverungen nicht zum Zuge gekommen, teilte Rudolphi mit. Auch deshalb sei es Ziel des Verbandes, durch die Verschlankung von Strukturen die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden zu sichern. „Verschlankung“ bedeute keinen Abbau von Arbeitsplätzen, sondern eine effizientere Aufgabenaufteilung.

Johannes Wöstefeld, Vorsitzender des Caritasrats, versicherte dem Vorstand die Unterstützung bei diesem Konsolidierungskurs: „Der Caritasrat steht voll hinter den Entscheidungen.“ Er dankte Thomas Rudolphi im Namen der Caritasrats für dessen Arbeit und Engagement. Ebenfalls bedankte er sich bei den Mitarbeitenden für die geleistete gute Arbeit. Der fünfköpfige Caritasrat ist das Aufsichtsgremium des Verbandes und einem Aufsichtsrat ähnlich. 2019 konnte der Verband ein positives Ergebnis erzielen und die Schulden auf null zurückführen – dank der finanziellen Unterstützung des Diözesan-Caritasverbandes.

Licht am Ende des Tunnels

Das sei ein „Licht am Ende des Tunnels“, sagte Wöstefeld. Die Liquidität des Ortsverbandes entspreche wieder den Vorgaben, müsse aber weiter ausgebaut werden. Auch Johannes Wöstefeld betonte, die wirtschaftlichen Maßnahmen hätten vor allem der Sicherung der Arbeitsplätze gedient. Teil des finanziellen Sanierungsplans war die Veräußerung der Seniorenwohnanlage in Höxter an einen privaten Investor.

Man habe den Verkauf auch auf Vorschlag des Diözesan-Caritasverbandes und des Erzbischöflichen Generalvikariat vorgenommen, sagte Wöstefeld. Die wirtschaftlichen Risiken der 20 Jahre alten Immobilie seien zu groß für den Verband gewesen. Thomas Rudolphi konnte den Delegierten mitteilen, dass die Übergabe der Seniorenwohnanlage nach langen Verhandlungen noch im September vollzogen wird.

Die Reform des Caritasverbandes ist noch nicht beendet. In einem Workshop wollen Leitungskräfte des Verbandes im Oktober weitere Maßnahmen besprechen. Schon jetzt sei deutlich, dass der Verband in der Folge der Corona-Epidemie nicht nur besondere Herausforderungen bewältigen musste, sondern, so Thomas Rudolphi, einen starken Entwicklungsschub erlebt habe.

Flexibler geworden

Das gelte vor allem für die Organisation der Arbeit, die flexibler geworden sei – etwas durch Formen der virtuellen Kommunikation und des mobilen Arbeitens: „Das haben unsere Mitarbeitenden hervorragend mitgetragen.“ Allerdings betonte der Vorstand auch, für die soziale Arbeit sei der persönliche Kontakt auf Dauer unverzichtbar. Deshalb sei man so früh wie möglich dazu übergegangen, die Büros unter den geltenden strengen Hygieneregeln wieder zu öffnen.

Der Caritasverband für den Kreis Höxter wurde 1959 gegründet. Das 60-jährige Bestehen feierte der Verband im vergangenen Jahr mit Aktionen und Veranstaltungen in den Städten des Kreises. Der Verband beschäftigt mehr als 100 Mitarbeitende. Die Zentrale des Caritasverbandes im Kreis Höxter befindet sich in Brakel.

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