FSB spendet insgesamt 20.000 Euro an Malteser und Johanniter
Helfer werden großzügig bedacht

Brakel (WB). Gleich zu Beginn des Corona-Lockdowns hat die Brakeler Firma FSB Tür- und Fensterbeschläge einen Türklinkenaufsatz entwickelt, mit dem es möglich ist, ohne die Hand zu benutzen eine Türklinke zu betätigen. Einen Teil des Erlöses ist jetzt Brakeler Hilfsorganisationen zu Gute gekommen.

Dienstag, 08.09.2020, 22:00 Uhr
Robert Kesselmeier (Malteser Hilfsdienst, von links), Karin Padinger (Leitung FSB Marketing), Thilo H. Wendenburg (Johanniter Unfall-Hilfe) und FSB-Geschäftsführer Jochen Bauer bei der symbolischen Scheckübergabe in der FSB-Zentrale Nieheimer Straße. Foto: Reinhold Budde

Die Corona-Pandemie hat viele Firmen, Geschäfte, Veranstalter und weitere unvorbereitet überrascht und blockiert. Auch das Brakeler Unternehmen FSB Tür- und Fensterbeschläge hat den Lockdown zu spüren bekommen. „Uns war von Anfang an beim Beginn der Pandemie klar, dass wir helfen möchten. Und so haben wir jetzt je 10.000 Euro an den Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Unfall-Hilfe gespendet“, sagte FSB-Geschäftsführer Jochen Bauer auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, 2. September.

Viren haften an Türklinken

Während des Lockdowns konnten alle Vertreter keine persönlichen Besuche machen, alles lief nur über Telefon und Videokonferenz. „Da haben wir überlegt, wie wir die Übertragung des Virus ein wenig eindämmen können. Viele Viren sitzen auf Türklinken, und wir als Klinkenspezialist haben beschlossen, einen Türklinkenaufsatz zu entwickeln, mit dem der Benutzer die Tür öffnen kann, ohne die Hand zu benutzen. Herausgekommen ist der Türklinkenaufsatz“, sagte FSB-Geschäftsführer Jochen Bauer am vergangenen Mittwoch. Über Nacht hätten die FSB-Designer einen Türklinkenaufsatz entworfen, der acht Tage später gebaut werden konnte, sagt Bauer. Normalerweise würden bei einem Neuentwurf zwei bis drei Monate einkalkuliert, bis das Produkt fertig ist. „Aber die Designer haben sich mächtig ins Zeug gelegt, damit wir als erster weltweit so ein Produkt anbieten konnten. Und Ende März war das Produkt auf dem Markt“, sagte Jochen Bauer. Bereits Ende April seien erste Wettbewerbsprodukte aufgetaucht, ergänzt Bauer. „Aber die kann man nicht mit unserem Produkt vergleichen, weder von der Qualität, noch von der Haltbarkeit“, sagte der Geschäftsführer.

Nachfrage ist groß

Die Nachfrage nach den Türklinkenaufsätzen sei nach wie vor groß. Vor allem Krankenhäuser, Pflegeheime und andere Institutionen wie große Firmen zeigen Interesse. „Heute morgen haben wir einen Auftrag aus den USA bekommen. In einer Wochen sind die 6200 Türklinkenaufsätze dort“, sagte Jochen Bauer. Denn das Spritzgussteil wird komplett von FSB in Brakel produziert. Auf Zulieferer kann daher verzichtet werden.

Es seien auch viele Aufsätze nach Belgien und Frankreich geliefert worden“, berichtete Bauer. Es gibt verschiedene Aufsätze, je nach Türklinkengroße und Form. „Wir fertigen aber auch Aufsätze aus Bronze an, denn Bronze ist virenabweisend und auf dem Material können sich keine Bakterien vermehren“, erklärte Jochen Bauer.

Robert Kesselmeier vom Malteser Hilfsdienst und Thilo H. Wendenburg, Regionalvorstand der Johanniter, haben sich über die 10.000-Euro Spende (jeweils, insgesamt 20.000 Euro) sehr gefreut. „Wir trainieren mit der Hundestaffel nach langer Pause seit drei Wochen wieder, ebenso können die Fahrer der Motorradstaffel seit dieser Zeit wieder an den Lenker“, sagte Thilo H. Wendenburg. So sah es auch Robert Kesselmeier. „Während des Lockdowns ging gar nichts in unseren Gruppen. Dafür haben wir bei den vielen Corona-Tests mitgeholfen und auch eng mit der Johanniter zusammengearbeitet. Das hat sehr gut geklappt.“

Investieren in die Jugend

Beide Organisationen möchten das Geld in die Jugendarbeit und in den Schulsanitätsdienst stecken. „Der Schulsanitätsdienst ist ein gutes Instrument, Jugendliche für medizinische Hilfe zu begeistern. Und der Nachwuchs ist unsere Zukunft und damit sehr wichtig“, sagte Robert Kesselmeier.

„Ich freue mich, dass wir wichtigen Hilfsorganisationen aus der Region weiter helfen können. Somit wird das Geld sinnvoll eingesetzt“, sagte der Geschäftsführer.

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