Gesellschaft für Wirtschaftsförderung bietet Qualifizierung zum betrieblichen Pflegelotsen an Effektive Ersthilfe im Pflegefall

Brakel (WB). Zahlreiche Pflegefälle treten von heute auf morgen ein, und die wenigsten Angehörigen sind darauf vorbereitet. Viele Menschen fühlen sich im Fall des Falles einfach überfordert – emotional wie auch organisatorisch.

Gerrit Fischer und Oliver Verhoeven sind Ansprechpartner Qualifizierung zum betrieblichen Pflegelotsen.
Gerrit Fischer und Oliver Verhoeven sind Ansprechpartner Qualifizierung zum betrieblichen Pflegelotsen. Foto: GfW

Diese Situation stellt Menschen zudem vor die Aufgabe, Beruf und Pflege zu vereinbaren. Im ungünstigsten Fall verliert ein Unternehmen leistungsfähige und motivierte Mitarbeitende, wenn dieser Spagat nicht gelingt.

Um das zu vermeiden, verspricht das Projekt „Qualifizierung zum betrieblichen Pflegelotsen“ im Kreis Höxter effektive Ersthilfe im Pflegefall.

Fundus – Arbeitsgemeinschaft für berufliche Weiterbildung im Kreis Höxter und das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL bieten in Zusammenarbeit mit dem KHWE-Bildungszentrum Weser-Egge in Brakel die Möglichkeit, Beschäftigte in Unternehmen zum betrieblichen Pflegelotsen zu qualifizieren.

Orientierungshilfe

Diese betriebliche Pflegelotsenstelle bietet für Betroffene eine erste Orientierungshilfe und kollegiale Erstberatung zum Thema Pflege. Die Pflegelotsen sollen nicht bei der Pflege unterstützen, sondern vertrauensvolle Gespräche mit betroffenen Kolleginnen und Kollegen führen, ihnen mit erstem Rat und Tat zur Seite stehen und entsprechende Informations- und Entlastungsangebote bereitstellen können.

Sie informieren über professionelle Angebote vor Ort und leiten die Betroffenen direkt an diese Hilfsstrukturen weiter. „Denn in einem Pflegefall sind viele Fragen zu klären. Mitarbeiter erhalten so für Notfälle in Pflegesituationen einen qualifizierten Ansprechpartner im eigenen Betrieb“, erläutert Gerrit Fischer vom Kompetenzzentrum.

Familie, Pflege und Beruf

„Die betriebliche Pflegelotsenstelle fördert damit eine familienfreundliche Unternehmenskultur und versteht sich als Bindeglied zu dem Thema Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“, ergänzt Berater Oliver Verhoeven.

Für Unternehmen und die Teilnehmenden ist diese zweitägige Fortbildung kostenfrei. Gefördert wird das Projekt mit 65 Prozent von Leader, dem Europäischem Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, und mit 35 Prozent von fundus.

Das Angebot richtet sich an interessierte Beschäftigte, Personalverantwortliche oder Mitarbeitervertretungen aus kleinen und mittleren Unternehmen.

In der zweitägigen Veranstaltung werden folgende Themen behandelt: „Einführung in das Thema“, „Rechtliche und finanzielle Aspekte der Pflege“, „Wo gibt es Hilfe und Unterstützung im Kreis Höxter?“, „Was kann der Betrieb tun?“, „Aufgaben und Rolle der Pflegelotsenstelle, einschließlich Grenzen“, „Informationsgespräche führen (Fallbeispiele)“ und „Umgang mit dem Pflegekoffer“.

Angeboten wir diese Zwei-Tages-Veranstaltung am Montag, 16. und Dienstag, 17. März, in der Zeit von 8 bis 15.15 Uhr.

Alle Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat und umfangreiches Informationsmaterial (Pflegekoffer). Jährlich wird eine zwei bis dreistündige Aktualisierung zu Änderungen im Pflegewesen angeboten. Anmeldungen sind über die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH (GfW) möglich.

Informationsmaterial

Veranstaltungsort für die Ausbildung ist das KHWE-Bildungszentrum Weser-Egge, Danziger Straße 17 in Brakel

Ansprechpartner für Fragen und Anmeldungen sind Gerrit Fischer und Oliver Verhoeven, Telefon 05271/9743-0, E-Mail ov@gfwhoexter.de oder gerrit.fischer@gfwhoexter.de

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