NAJU-Kindergruppe erhält ersten Brakeler Heimatpreis
Für Umwelt- und Klima stark gemacht

Brakel (WB). Vor wenigen Tagen erst haben sie den innogy-Klimaschutzpreis erhalten, nun dürfen sie sich auch noch über den Heimatpreis der Stadt Brakel freuen: die 21 Jungen und Mädchen der NAJU-Kindergruppe mit ihrer Leiterin Barabara Singer.

Donnerstag, 05.12.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 05:02 Uhr
Bürgermeister Herman Temme hat die Preise überreicht an: NAJU-Kindergruppe, Redaktionsteam „ERNA“ und Heimatverein Gehrden. Einen Sonderpreis nahmen Helmut Don und Ortsheimatpfleger Josef Vogt für die Istruper Aktion entgegen. Foto: Jürgen Köster

In der Alten Waage überreichte Bürgermeister Hermann Temme den jungen Klima- und Naturschützern unter dem Beifall der Ratsmitglieder diesen erstmals in der Stadt ausgelobten Preis. 2500 Euro fließen damit zugleich in die Gruppenkasse der Brakeler Naturschutzjugendorganisation.

Geld wird gut angelegt

Dass sie dieses Geld sicherlich gut anlegen werden, belegt die lange Liste, der in diesem Jahr unternommen Aktionen, auf die Temme in seiner Laudatio einging. So haben die Jungen und Mädchen aus ausrangierten Aktenordnern Mappen für ihre Gruppenunterlagen gebastelt. Sie haben die Natur unter dem Mikroskop betrachtet und den Lehrpfad „Naturschutz im Garten“ in Ordnung gebracht.

Beginn des Walderwachens

Im März waren sie mit dem Fernglas den Zugvögeln auf der Spur. Den Beginn des Walderwachens erlebten sie hautnah in der Waldschule Modexen. Eine Amphibien-Exkursion und Besuche im Dorfmuseum Borgholz oder auf dem Biohof Engemann standen ebenso auf dem Programm wie Lehrveranstaltungen zur Vogelwelt oder dem Thema „Fairer Handel“. Dazu setzten sie sogar einen Brief auf und übergaben diesen dem Bürgermeister in einer seiner Sprechstunden. Später wurde er im Bauausschuss vorgetragen.

Kräftig zugepackt haben die Kinder bei Arbeiten am Naturlehrpfad sowie bei der Kartoffelernte beim Biobauern Johannes Kahle. Auch dem Borkenkäfer näherten sich die Jungen und Mädchen bei einem erneuten Besuch in der Waldschule. „Ihr habt viel erfahren und euch für den Umwelt- und Klimaschutz stark gemacht“, lobte Temme bei der Preisübergabe.

Er verwies auf ein Statement von Barbara Singer, die sage: ,,Eine klare Vorstellung, ausreichendes Wissen und die Entwicklung eines eigenen Verhältnisses zur Natur sind notwendig, um eine individuelle ressourcensensible, klima- und umweltschützende Haltung auszubilden.” Diese Grundhaltung lasse Barbara Singer in die Gestaltung ihrer Gruppenstunden einfließen und übernehme damit eine verantwortungsvolle Aufgabe.

„Power-Frauen“

Den zweiten Preis und damit 1500 Euro überreichte der Bürgermeister dem Redaktionsteam von „ERNA“ (Erkelner Nachrichten). Im Jahr 2014 hätten die „Power-Frauen“ Christine Wulf, Kathrin Rampe, Katharina Keßler, Christine Berghane, Simone Käring, Uta Giefers, Maria Bräker, Anja Keßler, Verena Potthast und Verena Pott sowie Anke Gläser-Schürmann dieses erfolgreiche Projekt ins Leben gerufen. Zu Weihnachten sei die erste Ausgabe erschienen. Das Projekt zeichne sich durch viel persönliches Engagement der Redaktionsmitglieder und Kreativität aus.

Idee entstand bei Dorftag

Entstanden sei die Idee vor fünf Jahren beim ersten Dorftag in Erkeln. In der „ERNA“ seien vier Mal im Jahr alle Informationen und Berichte zu Aktionen, Veranstaltungen und sonstigen Ereignissen im Dorf zu finden. „Dies erfreut vor allem die ältere Bevölkerung, die jede neue Ausgabe schon sehnsüchtig erwartet“, wusste Temme.

Einige nachhaltige und soziale Teilprojekte seien für die Jury ausschlaggebend gewesen, dem Heimat- und Verkehrsverein Gehrden den dritten Preis (1000 Euro) zuzuerkennen. So sei für den städtischen Spielplatz im Ortskern ein neues Spielgerät angeschafft und aufgestellt worden. Hinzu gekommen sei ein Weidentipi. In monatelanger Arbeit habe sich Ferdinand Gerdens besonders für den Artenschutz eingesetzt, indem er 50 Vogelnistkästen gebaut habe, die gegen eine freiwillige Spende ausgegeben wurden. „Innerhalb von nur 15 Minuten hatten alle 50 Häuschen den Besitzer gewechselt“, berichtete Temme vom Erfolg der Aktion.

Zu einem Sonderpreis (500 Euro) gratulierte er Helmut Don und Wolfgang Kühlewind aus Istrup.

Sie hätten in monatelanger Fleißarbeit viele Daten und meist handschriftliche Aufzeichnungen gesammelt, Texte abgetippt und eine Vielzahl von Fotos zugeordnet. Daraus sei eine Dorfchronik in digitaler Form entstanden. Später hätten sie diese auch noch in Buchform herausgebracht.

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