Schnelles Eingreifen der Brakeler Feuerwehr verhindert Schlimmeres Lagerhalle ein Raub der Flammen

Brakel (WB). Die Lagerhalle des Unternehmens Autoverwertung und Schrotthandel Sascha Kass am Güterbahnhof in Brakel ist am Montagabend ein Raub der Flammen geworden. Ein Feuerwehrmann wurde vom Rettungsdienst mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Darüber hinaus kamen keine Menschen zu Schaden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 150.000 bis 200.000 Euro.

Von Frank Spiegel
Diese Lagerhalle ist ausgebrannt. Mit Lüftern beförderten die Feuerwehrleute den Brandrauch aus dem Gebäude, um auf die Suche nach Glutnestern zu gehen.
Diese Lagerhalle ist ausgebrannt. Mit Lüftern beförderten die Feuerwehrleute den Brandrauch aus dem Gebäude, um auf die Suche nach Glutnestern zu gehen. Foto: Frank Spiegel

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Höxter zur Brandursache haben ergeben, dass der Brand »mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit« durch einen technischen Defekt verursacht worden ist. An der 225 Quadratmeter großen Halle entstand ein Totalschaden.

Alle vier Löschzüge aus dem gesamten Brakeler Stadtgebiet wurden 20.24 Uhr alarmiert. Drei von ihnen waren im Einsatz, ein Löschzug stand auf dem Parkplatz des Toom-Baumarktes in Bereitstellung. Wie der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Karl Breker, berichtete, waren knapp 90 Feuerwehrleute im Einsatz.

90 Feuerwehrleute im Einsatz

Nach etwa 45 Minuten hatten diese das Feuer unter Kontrolle. Dieses stellte allerdings nicht das einzige Problem dar: Zwei große Gastanks waren durch die Hitze in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie wurden mit Wasser gekühlt, so dass Schlimmeres verhindert werden konnte.

Die Wehr förderte Wasser aus der Zisterne eines benachbarten Unternehmens und aus der Nethe. Sie nutzte zudem das öffentliche Versorgungsleitungsnetz.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, wurde mit Hilfe eines Baggers das Dach der Halle geöffnet. Von unten wurde der Brandrauch mit einem Hochleistungslüfter herausgedrückt, so dass die Brandschützer noch Glutnester ausfindig machen konnten.

In dem Gebäude waren Autos, Ölbehälter und Recyclingmaterial gelagert. Mit einem lauten Knall explodiert ist ein kleiner Kompressor.

Die Einsatzleitung lag in den Händen von Stadtbrandinspektor Sven Heinemann.

Bahnstrecke gesperrt

Wie Karl Breker vor Ort erläuterte, ist der Einsatz aus Sicht der Feuerwehr sehr gut gelaufen.

Die neben der Lagerhalle verlaufende Zugstrecke war für die Dauer der Löscharbeiten gesperrt. Die Straßen um den Unglücksort waren gesperrt.

Vor Ort war neben den örtlichen Brandschützern, dem Rettungsdienst und der Polizei auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Nostiz, das Ordnungsamt der Stadt Brakel sowie die untere Wasserbehörde.

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