Eröffnung wird auf Anfang November verschoben – Sanierungsarbeiten dauern an
Hallenbad bleibt länger geschlossen

Brakel (WB). Das Hallenbad in Brakel kann nicht – wie ursprünglich vorgesehen – zu Beginn der Herbstferien öffnen. Angesichts eines länger als geplant andauernden Sanierungszeitraums soll der Startschuss laut Stadtverwaltung erst Anfang November fallen.

Montag, 09.09.2019, 04:54 Uhr aktualisiert: 09.09.2019, 05:00 Uhr
Derzeit laufen noch Sanierungsarbeiten im Hallenbad der Stadt Brakel. Foto: Dennis Pape

Aufgrund längerer Lieferzeiten der Ablaufrinnen und der noch einzubauenden Umkleidewände verzögere sich der Fertigstellungstermin bis zum 26. Oktober. Da zusätzlich ein neues Kassensystem installiert werde und die gesamte Baustelle noch gereinigt werden müsse, liege der Eröffnungstermin für die Hallenbadsaison 2019/2020 um den 1. November.

Lange Lieferzeiten

»Die Arbeiten an den Umkleiden am Hallenbad gehen gut voran. Jedoch sind die Leistungen nur schwer mit anderen Hochbauprojekten vergleichbar. Dieses spiegelt sich besonders bei den Baustoffen wieder. Während die üblichen Baustoffe meistens kurzfristig verfügbar sind, fallen bei den Nischenprodukten im Hallenbadbau sehr lange Lieferzeiten an. Diese Situation ist leider bei den Ablaufrinnen entstanden. Die Rinnen werden von Hand gefertigt und bilden ein Spezialprodukt für Großküchen und Hallenbäder«, teilt Carla Drewes, Sprecherin der Stadt Brakel mit. »Sind uns bei Angebotsabgabe noch vier Wochen Lieferzeit zugesagt worden, so waren es nach Freigabe der Konstruktionszeichnungen leider schon sechs Wochen«, betont sie.

Doppelbelastung bei heimischen Firmen

Die Baustelle Hallenbad dürfe auch nicht nur isoliert betrachtet werden. Da ein Großteil der Arbeiten in den Schulferien stattgefunden habe, sei es zu Doppelbelastungen bei den beteiligten Firmen gekommen. In diesen Sommerferien sei die WC-Anlage »Ost« an der Gesamtschule saniert worden, parallel seien zwei Behindertentoiletten an den Grundschulen gebaut worden und die Schulen der Brede hätte ebenfalls neue WC-Anlagen erhalten. »Durch diese Umstände waren somit alle verfügbaren Kapazitäten an heimischen Handwerkern aufgebraucht«, teilt die Stadt mit.

Keine komplette Betonsanierung

Beim »Bauen im Bestand« müsse ebenfalls immer mit Überraschungen gerechnet werden. Auch diese Situation sei im Hallenbad durchaus eingetreten. Feuchtigkeit, aggressive Reiniger und Chlorgase hätten der Bausubstanz über Jahre vieles abverlangt. »Im Hallenbad waren die Schädigungen jedoch im erwarteten Bereich. Bei vergleichbaren Maßnahmen ist öfters die Situation eingetreten, dass eine komplette Betonsanierung durchgeführt wurde und somit die Bauzeit um Monate verlängert werden musste. Dieses ist uns glücklicherweise erspart geblieben«, heißt es von der Stadt.

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