340.000 Besucher feiern vier Tage lang – Pietro Lombardi ärgert Elmar Meilenbrock
Annentag stellt alle zufrieden

Brakel (WB). Nur zufriedene Gesichter hat es bei der Bilanz-Pressekonferenz nach dem Annentag gegeben. 340.000 Menschen haben diesen nach Schätzungen von Marktmeister Benedikt Gönnewicht und Peter Frischemeier, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, besucht.

Dienstag, 06.08.2019, 20:00 Uhr

»Wir sind mit der Schätzung unter den Erwartungen geblieben, was vor allem dem fehlenden Bahnverkehr und der Verkehrssituation um uns herum mit den vielen Baustellen und Umleitungen geschuldet ist«, sagte Peter Frischemeier. Zusammen mit Benedikt Gönnewicht war er sich aber einig, dass das Fest wieder sehr gut gelungen sei.

Volles Annenzelt

Daran konnte auch der Regen am Freitagabend nichts ändern. »Des einen Leid ist beim Wetter des anderen Freud«, sagte Benedikt Gönnewicht. Den Festzeltbetreibern habe der Regen natürlich in die Karten gespielt.

Entsprechend zufrieden war Elmar Meilenbrock – allerdings nicht nur mit dem Freitagabend. »Für mich war es ein sehr guter Annentag«, resümierte er. Der Sonntag sei nicht ganz so umsatzstark gewesen. »Das ist aber überall so«, weiß der Veranstalter. Am Montag sei das Zelt so voll gewesen, dass er kurz davor gewesen sei, es für neue Gäste zu sperren.

Geschuldet war dies auch dem angekündigten Gast Pietro Lombardi. Über dessen Star-Allüren hat sich Elmar Meilenbrock mächtig geärgert. Nicht nur, dass der Sänger erst um 14.30 Uhr in Köln losgefahren sei. »Dann ruft der aus dem Auto an und sagt, er habe seine Playbacks nicht dabei. Die sollten wir für ihn aus dem Internet herunterladen«, berichtete Meilenbrock. So etwas Unprofessionelles habe er noch nicht erlebt.

Durchweg zufrieden waren nach Angaben von Benedikt Gönnewicht die meisten Schausteller. »Die Betreiber des Artistico und des Laufgeschäftes am oberen Feuerteichparkplatz haben gleich gesagt, dass sie auch künftig gern zum Annentag kommen würden«, freut sich der Marktmeister über die gelungenen Premieren.

Auch von einem der neuen Händler habe er gleich die Bewerbung für den Annentag im kommenden Jahr in die Hand gedrückt bekommen.

Nur kirmestypische Delikte

Von einem »Annentag der ruhigen Art« sprach Polizeihauptkommissar Hubertus Albers. Es sei lediglich zu einigen kirmestypischen Delikten gekommen. Insgesamt habe die Polizei 55 Einsätze zu verzeichnen gehabt. Es sei zu acht Körperverletzungen gekommen. »Die waren allerdings kleinerer Art. Eine Schlägerei hat es nicht gegeben«, relativierte Albers die Zahl. Auch vier Diebstähle seien für ein Fest wie den Annentag eine geringe Zahl. »Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt«, resümierte der Polizeihauptkommissar.

Das bestätigte auch Stadtbrandmeister Sven Heinemann. Regenbedingt habe die Feuerwehr zwar am Freitagabend gut zu tun gehabt. Einsätze mit Bezug auf den Annentag habe es aber keine gegeben. Auch aus Sicht des Rettungsdienstes beziehungsweise des Malteser-Hilfsdienstes habe es kaum Besonderheiten gegeben – abgesehen davon, dass es in diesem Jahr keine Alkoholvergiftung gegeben habe, die behandelt werden musste.

Verkaufsoffener Sonntag

Dass auch der Einzelhandel ein positives Fazit zieht, wusste Peter Frischemeier zu berichten, der auch Geschäftsführer des Werberings ist. Nach einem zunächst schleppend anlaufenden Freitag seien die anderen Tage sehr gut gelaufen. Insbesondere der verkaufsoffene Sonntag habe sich erneut als erfolgreichster seiner Art in Brakel herausgestellt.

Abgeschlossen werden konnten am Montag auch die Dreharbeiten zum Projekt Anna-Vision. Wie Peter Frischemeier berichtete, seien insgesamt 60 Stunden Filmmaterial zusammengekommen, das nun gesichtet werden müsse. »Das Team hat ein reichhaltiges Motivangebot gehabt«, so Frischemeier. Ende September sei ein Workshop dazu geplant. Anfang Oktober soll der Film fertig sein.

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