Regen sorgt für verhaltenen Auftakt – Händler loben Fickelmarkt-Kunden
Zum Kundendienst an die Theke

Brakel (WB). Was haben Donald Trump, Wladimir Putin, Shakira und die vierjährige Fickelmarkt-Besucherin Edda gemeinsam? Helmut Göttlich hat ihnen allen die Schuhe geputzt – behauptet dieser jedenfalls steif und fest. Der Verkäufer von Lederpflegemitteln war nur einer der Händler am Montagmorgen auf dem Fickelmarkt.

Montag, 05.08.2019, 20:00 Uhr

Annentag-Montag in Brakel

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Foto: Frank Spiegel/Ellen Waldeyer
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  • Foto: Jürgen Köster
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Die waren in diesem Jahr deutlich weniger zahlreich vertreten. »Manche waren auch auf Libori. Vielleicht haben sie da genug verdient«, mutmaßt Marktmeister Stefan Temme, der zusammen mit Marktmeister Sven Heinemann und dem Auszubildenden Yakup Ersoy die Standgebühren kassiert.

Stamm-Beschicker sind treu

Hinzu komme der Regenschauer. »Der kam genau zum falschen Zeitpunkt«, weiß Sven Heinemann. Insbesondere die pakistanischen Textilhändler seien nicht gekommen. »Aber unsere Stamm-Beschicker sind alle da«, freuen sich die Marktmeister über die treuen Seelen. Bei besonders großen Ständen gibt es da auch schon einmal einen »Regenbonus« als Preisnachlass.

Zu den treuesten Händlern zählt ohne Zweifel Werner Detering. Unter dem Namen kennt ihn allerdings kaum jemand. Der 70-Jährige ist als der billige Jakob bekannt. Und der ist an sich schon in Rente. »Aber das Rentnerdasein ist mir zu langweilig«, sagt der billige Jakob. Sein Vater ist 1950 zum ersten Mal beim Fickelmarkt in Brakel gewesen, seit 1972 ist er Stammgast dort.

Viele erinnern sich noch an seinen Verkaufswagen, aus dem heraus er Generationen von Schülern mit Schulheften und deren Eltern beim Einkauf mit flotten Sprüchen versorgt hat. Heute hat er noch Grußkarten im Angebot, Hosenträger, Gürtel, Kämme und einige Haushaltswaren. »Gegen die Discounter kommt man heute nicht mehr an mit den Heften«, verrät der Händler. Seinen Verkaufswagen musste er vor einigen Jahren aufgeben. Jakob: »Meine Kinder haben andere Berufe – für mich lohnt es nicht mehr, so viel Geld in einen neuen Verkaufswagen zu stecken.«

Keine Lust auf Rentnerzeit

Einige Meter weiter preist Thomas Fischer sein Produkt an: ein Silikontuch, mit dem sich Fenster und Spiegel problemlos blitzeblank reinigen lassen. »Das funktioniert immer, egal ob Linkshänder, Engländer oder Holländer«, scherzt und versichert: »Das Tuch ist so gut. Das haben sogar schon Leute gekauft, die gar keine Fenster haben.«

Mit den Geschäften auf dem Fickelmarkt ist er zufrieden. »Es läuft gut hier«, versichert er. Überhaupt sei der Kreis Höxter eine Gegend mit dankbaren Kunden. »In Bayern zum Beispiel ist das nicht so einfach. Die wissen alles besser«, verrät er.

Auch viele Firmen treffen sich beim Fickelmarkt an der Biertheke dort. »Wir machen hier Kundendienst«, behauptet Rüdiger Frin, Chef der Firma Pabra, der zusammen mit einigen Angestellten das Rheder-Pils genießt. »Die Brauerei Rheder ist unser Kunde – also kann man das schon so sagen«, erklärt er, prostet der Runde zu und genießt die besondere Atmosphäre des Vieh- und Krammarktes – so die offizielle, aber kaum gebräuchliche Bezeichnung des Fickelmarktes.

Mit Verspätung

Das tun auch die Mitglieder von »Brre+x«, die sich »Männergesangsverein« nennen, allerdings nur ein Repertoire von zwei Liedern haben. Zum vereinbarten Treffpunkt um 9 Uhr sind zwar nur Vorsitzender Markus Hämens und Dirigent Mario Düker beim Fickelmarkt, die anderen Sänger treffen mit zum Teil deutlicher Verspätung ein. Trotz des eingeschränkten Repertoires seien sie sehr gefragt, versichert Markus Härmens. »Auf der Gourmet-Meile sind wir Stammgast«, versichert er. Und sogar im Annenzelt träten sie auf – so auch am Montag.

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