Weihbischof Dominicus Meier ruft beim Festhochamt zur Mitarbeit in Gemeinden auf
»Wir brauchen Sie«

Brakel (WB). Weihbischof Prof. Dr. Dominicus Meier hat beim Festhochamt an der Annenkapelle die Gläubigen zur Mitarbeit in den Gemeinden aufgerufen. »Wir brauchen Sie«, sagte der Geistliche vor mehr als 2000 Menschen in seiner Festpredigt. Die Annenkapelle wird in diesem Jahr 300 Jahre alt.

Montag, 05.08.2019, 00:02 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 01:00 Uhr
Mehr als 2000 Gläubige waren zum Festhochamt an die Annenkapelle gekommen. Viele von ihnen nahmen auch an der Prozession dorthin teil. Darunter auch zahlreiche Vertreter katholischer Verbände und Vereine. Foto: Marius Thöne

Annenprozession und Festhochamt

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Foto: Marius Thöne
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Meier hatte schon zu Beginn des Gottesdienstes den Brakelern aus der Seele gesprochen. »Ich bin froh, jetzt auch das Annalied zu singen und nicht nur das Libori-Lied«.

Er habe darüber hinaus erfahren, dass es nicht nur einen Libori-, sondern auch einen Annentusch gebe. »Ich bin auch hier, um genau zu klären, welcher Tusch mehr Power hat«, sagte Meier. Später in der Kirche machte er deutlich, dass der Annentusch ebenso schön sei wie der Liboritusch, sogar mehrstimmig, aber nur zweimal gespielt werde. Daraufhin spielten der Organist und die Trompeter den Annentusch noch ein drittes Mal.

Annentusch-Zugabe

Der ehemalige Abt der Benediktiner-Abtei Königsmünster bei Meschede stellte Rituale in den Mittelpunkt seiner Predigt. »Rituale werden immer dort eingesetzt, wo eine gute Beziehung entstehen soll«, sagte er. In Rituale drücke sich auch die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung aus. Die heilige Anna als Großmutter Jesu stehe für Liebe und Zuwendung, für Schutz und Sicherheit. »Wir Menschen brauchen Menschen und Orte, wo wir uns fallen lassen und neue Kraft für den Alltag tanken können«, so der 60-Jährige.

Weihbischof Dominicus Meier hielt die Festpredigt zum Jubiläum der Annenkapelle.

Weihbischof Dominicus Meier hielt die Festpredigt zum Jubiläum der Annenkapelle. Foto: Marius Thöne

Immer wenn er im Bistum unterwegs sei, staune er über kreative Ideen der Gemeindemitglieder. »Wie viele Gläubige haben hier in 300 Jahren ihre Kreativität in diese Kapelle gesteckt«, fragte Meier und forderte die Gläubigen auf, dieses auch weiterhin zu tun.

»Ich bin nicht blind, es ist nicht mehr so einfach, das Pfarrleben lebendig zu gestalten«, spielte Meier auf Priestermangel und sinkende Gläubigenzahlen an. Jeder sei dennoch aufgerufen, sich mit seinen Gaben einzubringen. »Wir sollten nicht stöhnen, wie schlimm alles geworden ist«, rief Meier den Gläubigen zu, die vor dem Gottesdienst eine Prozession von der Michaelskirche bis zur Annenkapelle gegangen waren. Mit Kreativität und Begeisterung könne etwas »wirklich Neues« beginnen. »Halten Sie diesen Ort lebendig, das geht aber nur durch Sie und mit Ihnen«, so Meyer zum Abschluss seiner Predigt.

Rege Beteiligung

An der Prozession beteiligten sich auch zahlreiche kirchliche Verbände. Vor allem die Schützen aus Brakel, den Ortsteilen und den Nachbarstädten waren stark vertreten. »Ich freue mich, dass ihr hier die Fahne wörtlich hochhaltet«, sagte Pfarrer Wilhelm Koch zur Begrüßung der Schützenbrüder. Willkommen hieß Koch neben lokalen Honoratioren auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl und die Nachfahren der Stifter der Annenkapelle, nämlich Selena Gräfin von der Asseburg-Rothkirch-Falkenstein und deren Kinder Louis und Florence Maria.

Seit 25 Jahren wird bei der Annenprozession auch die Statue der heiligen Anna getragen. Aus dem Kreis des Bürgerschützenvereins hatte sich eine Gruppe der Anna-Träger gebildet. Pfarrer Koch lobte die 19 Ehrenamtlichen und verlieh ihnen einen Orden.

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