Erster Spatenstich für neuen Kunstrasenplatz am Schulzentrum
Sport auf höherem Niveau

Brakel (WB). Wer neuen Rasen in seinem Garten anlegt, wünscht sich Regen und nicht allzu hohe Temperaturen. Bei dem neuen Kunstrasenplatz am Schulzentrum ist das eher umgekehrt. Dort ist der erste Spatenstich für das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 733.583 Euro erfolgt.

Freitag, 07.06.2019, 02:33 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 02:40 Uhr
Erster Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz mit Vertretern der Schule und der Stadt (von links): Sportlehrer und Trainer Heiko Bonan, Planer Ulf Elsner, Sandra Florsch, Bauausschussvorsitzender Achim Holtemeyer, Bürgermeister Hermann Temme und Johannes Groppe Foto: Jürgen Köster

Im September soll der Ball auf dem Kunstrasen rollen – wenn das Wetter mitspielt. »Es muss trocken sein, wenn wir das Material mischen und einbauen«, sagte Bauleiter David Wasserfuhr. Daher könne nicht mir Sicherheit gesagt werden, ob der vereinbarte Termin eingehalten werden könnte.

Zu staubig oder zu feucht

Das wird der Freude über die neue Anlage keinen Abbruch tun, wie beim ersten Spatenstich deutlich wurde. Sandra Florsch und Michael Auffenberg als Schulleitung der Gesamtschule betonten, der Schulsport werde mit dem neuen Trainingsplatz noch einmal auf ein höheres Niveau gehoben. »Der alte Platz war häufig entweder zu staubig oder zu feucht für so manche Sportart. Als ich im Winter 2012/13 hierherkam, stand die Anlage gerade fünf Zentimeter hoch unter Wasser. Dass es nun relativ schnell ging, freut uns alle«, sagte Auffenberg.

Große Nachfrage

Das habe auch damit zu tun, dass der Rat in dieser Angelegenheit einmal mehr über alle Fraktionsgrenzen hinweg an einem Strang gezogen habe, betonte Bürgermeister Hermann Temme. Er habe die trockene Asche noch selbst beim Sport am PLG erlebt. Nun erfahre der Schulsport mit dem Kunstrasenplatz eine deutliche Verbesserung. 21 Jugendmannschaften trainierten zurzeit auf dem Platz am Pahenwinkel, verdeutlichte Temme die große Nachfrage nach Trainingsmöglichkeiten.

Training im Winter

Der Kunstrasenplatz werde als zusätzlicher Schulsport- und Trainingsplatz eine wichtige Aufgabe erfüllen.  »So können wir auch den Ortschaften Trainingsmöglichkeiten in der dunklen Jahreszeit bieten«, betonte Fachbereichsleiter Norbert Loermann. Dazu tragen unter anderem sechs neue Flutlichtmasten bei, die mit LED-Technik bestückt und daher energiesparend sind.

Ein Licht- und ein Schallschutzgutachten seien angefertigt worden. Die Anwohner seien frühzeitig informiert gewesen, berichtete Temme.

Der neue Ballfangzaun solle etwas höher werden als der vorhandene, die Zaunmatten würden gummigelagert, damit kein weitere Lärm verursacht werde. Um mögliche Risiken von Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen zu vermeiden, werde der Platz mit einem alternativen Füllstoff belegt.

Der Kunstrasenplatz wird 3530 Quadratmeter gr0ß, wie Christoph Rustemeyer vom Bauamt der Stadt mitteilte. Von der Gesamtkosten in Höhe von 733.583 Euro entfielen 400.000 Euro auf den Bau des eigentlichen Kunstrasenplatzes. Dafür erhalte die Stadt eine 90-prozentige Förderung aus Mitteln nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

90-prozentige Förderung

Ebenfalls 90 Prozent Förderung bekomme die Stadt aus dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier. Der Betrag von 186.830 Euro werde für die Abbrucharbeiten, die Flutlichtanlage und den Ballfangzaun verwendet.

Die Planung der Anlage hat die Stadt an das Osnabrücker Büro Pätzold + Snowadsky vergeben. Wie Bürgermeister Temme berichtete, habe dieses unter anderem Referenzen aus den Olympiastadien in Berlin und Kiew vorzuweisen.

Schotteruntergrund

Wie ein Mitarbeiter der ausführenden Baufirma Strabag Sportanlagenbau aus Dortmund erklärte, werde der Aufbau der Anlage auf Schotteruntergrund erfolgen. Dann komme eine elastifizierende Schicht, zuletzt der »Teppich« aus Sand und Granulat. Etwa 15 Jahre könne ein solcher Platz genutzt werden. Bauamtsleiter Johannes Groppe wies darauf hin, dass der Kunstrasenplatz der erste Baustein der geplanten Umgestaltung sei, die sich bis zum Hallenbad erstrecke. Auch das Beach-Volleyballfeld, der zweite Sportplatz und die Leichtathletik-Anlage würden modernisiert, Mini-Spielfelder angelegt.

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