Bronzenen Klangkörper für die Annenkapelle gesegnet
Jetzt rufen zwei Glocken die Gläubigen

Brakel (WB). Die Annenkapelle hat eine neue Glocke. 80 Kilogramm wiegt der aus Bronze gegossene Klangkörper. Pfarrer Willi Koch hat die Glocke am Abend der ersten Annen-Novene im Beisein zahlreicher Gläubiger gesegnet.

Mittwoch, 05.06.2019, 19:00 Uhr

Mitgefeiert haben den Gottesdienst Pastor Detlef Stock, Monsignore Rektor Franz Josef Hövelborn, Vikar Christoph zu Bentheim, Pastor i.R. Siegfried Schink, Pastor i.R. Alfons Weskamp und Pastor Manuel Bader.

Spendenaktion

Finanziert wurde die Glocke durch Spenden, die eine Initiativgruppe um Hermann Doninger, Dr. Josef Lammers und Friedrich Lohmann gesammelt hatte für eine neue Glocke im Jahr des 300-jährigen Bestehens der Annenkapelle. Sie trägt die Inschrift »Gegrüßet seist Du Maria – Gegossen zum 300-jährigen Jubiläum der Wallfahrtskapelle zur Heiligen Mutter Anna in Brakel – 2019«.

Wie Pfarrer Willi Koch betonte, gebe es die Annenverehrung in Brakel selbst schon sehr viel länger. Die Annenkapelle selbst ist Eigentum der Stadt Brakel.

Bürgermeister Hermann Temme nutzte die Gelegenheit der Segnung der neuen Glocke, um die zum großen Teil vom Heimat-Fonds des Landes Nordrhein-Westfalen finanzierte Restaurierung näher zu erläutern. Wie er berichtete, wurde unter anderem der Glockenstuhl überarbeitet und verstärkt, damit er eine weitere Glocke aufnehmen kann.

Neue Fenstergitter

Schneefang-Bretter wurden ebenso ersetzt wie Stirnbohlen im Bereich der Traufen. Schadhafter Putz wurde entfernt und ersetzt. Es gab einen deckenden Anstrich sowie einen Grund-, Zwischen- und Schlussanstrich. Auch die Natursteine an den Gebäudeecken wurden gereinigt. Schließlich wurden die Befestigungen der Fenstergitter erneuert.

»Alle Arbeiten wurden von heimischen Firmen durchgeführt«, betonte Hermann Temme. Pfarrer Willi Koch erläuterte in seiner Predigt die Gründe der Verehrung der Heiligen Mutter Anna.

Kraft tanken

»Viele kommen hierher zur Kapelle, um ihre Kräfte aufzutanken«, sagte er. Zur Kapelle der Heiligen Mutter Anna, die die Sorgen um ihre Tochter mittragen musste und wollte. »Die Situation wäre auch heute dankbar: Eine 15-Jährige kommt zu ihrer Mutter und sagt, sie ist schwanger – und das ohne Mann«, sagte Pfarrer Willi Koch. Da habe Marias Mutter Anna viel Glauben haben müssen, um zu erkennen, dass ihre Tochter den Sohn Gottes gebären sollte.

Dieser Glaube sei es, der die Gläubigen die Kapelle aufsuchen lasse, um sich selbst zu stärken aber auch, um mit der so gewonnenen Kraft anderen Gutes zu tun.

Zum gelebten Glauben gehöre es auch, diesen zu leben. »Und das heißt auch, gegen diesen Hampelmann aus Amerika den Mund aufzumachen«, wurde Pfarrer Willi Koch deutlich. Glauben zu leben bedeute auch für Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu kämpfen.

Glauben leben

Bei der ersten Annen-Novene mussten die Gläubigen auf den gewohnten Ruf der Glocke der Annenkapelle verzichten, da die alte und die neue Glocke vor dem Gotteshaus standen. Dafür werden bei der zweiten Novene beide Glocken erklingen.

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