Wolfgang Kühlewind und Helmut Don präsentieren umfangreiche Dorfchronik Istrups Geschichte auf 1150 Seiten

Brakel-Istrup (WB). Wer sich für die Istruper Dorfgeschichte interessiert und sie in gedruckter Form bewahren möchte, sollte etwa 15 Zentimeter in seinem Bücherschrank frei halten. Soviel Raum benötigen die beiden Bände, in denen die Historie des Ortes auf 1150 Seiten nachvollziehbar wird.

Von Jürgen Köster
Wolfgang Kühlewind (links) und Helmut Don haben die beiden Bände der Istruper Dorfchronik zusammengestellt. Sie präsentieren sie allen interessierten Bürgern am Freitag, 10. Mai, um 17 Uhr im Pfarrheim des Ortes.
Wolfgang Kühlewind (links) und Helmut Don haben die beiden Bände der Istruper Dorfchronik zusammengestellt. Sie präsentieren sie allen interessierten Bürgern am Freitag, 10. Mai, um 17 Uhr im Pfarrheim des Ortes. Foto: Jürgen Köster

»Eigentlich gehört dieses Buch in jeden Haushalt«, meinen Wolfgang Kühlewind und Helmut Don, die die beiden Bände zusammengestellt haben.

Vorstellung im Pfarrheim

Blick zur Aabrücke, an der damals noch eine Trafostation stand. Foto: Chronik

Ausgangsmaterial war dabei die Internetversion der Dorfgeschichte, an der die beiden ebenfalls wesentlichen Anteil hatten. »Aus dem gesamten Dorf ist mehrfach an uns der Wunsch herangetragen worden, neben der digitalen doch auch eine gedruckte Dorfchronik zu erstellen«, berichtet Don.

Zusammen mit Wolfgang Kühlewind wird er das zweibändige Werk am Freitag, 10. Mai, um 17 Uhr im Pfarrheim vorstellen.

»Wer die Bücher erwerben möchte, muss schon etwas tiefer ins Portemonnaie greifen«, sagt Kühlewind. Abhängig von der Anzahl der Bestellungen werde der Preis letztlich wohl um 50 Euro je Band liegen. »Aber das ist ja auch ein schönes Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten«, ergänzt Don.

Extrateil mit Fotos

Winter 1951: Brigitte Osterloh mit dem Motorrad an der Stubelitt. Foto: Chronik

Im Unterschied zur Internetversion gibt es bei den Büchern noch einmal einen Extrateil mit Fotos, die besonders sehenswert sind und bei manch einem Erinnerungen aufleben lassen. Zu sehen sind beispielsweise Gebäude, die es schon lange nicht mehr gibt, weil sie abgerissen wurden oder einem Brand zum Opfer gefallen sind. Aus mancher privaten Fotosammlung sind Aufnahmen zur Verfügung gestellt worden, die das Leben im Dorf dokumentieren – vom Karnevalsumzug bis zum Ausflug in die nähere oder weitere Umgebung.

Das nun vorliegende zweibändige Buch enthält eigentlich drei Chroniken:

• Die Geschichte der Kirchengemeinde: Diese Chronik beginnt im Jahr 1158 und ist die älteste verfügbare Aufzeichnung in Istrup. Sie wurde 1997 zur 300-Jahr-Feier der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus von Markus Schlotjunker in der vorliegenden Form aufgeschrieben. Er wurde dabei wesentlich unterstützt von Brigitte Osterloh, Pfarrer Konstantin Adler und Pfarrer Hubert Wippermann durch Nachforschungen im Pfarrarchiv Istrup, im Archiv des Erzbistums Paderborn, im Stadtarchiv Brakel und im Staatsarchiv Detmold.

• Die Schulchronik:

Früher gab es auch noch ein Bahnwärterhäuschen an der Bahnlinie in Istrup. Foto: Chronik

Diese Chronik umfasst die Jahre 1828 bis 1975, das Jahr in dem die katholische Grundschule in Istrup geschlossen wurde. Hier wird insbesondere der Zusammenhang zwischen Kirche und Schule zur damaligen Zeit deutlich.

• Die Dorfgeschichte seit 1685: Dies politische Chronik der Gemeinde beginnt im Jahr 1685 und beschreibt dörfliche Gegebenheiten bis zum heutigen Tage.

Schon sehr früh hatten sich Istruper Bürger bereit erklärt, das dörfliche Leben in Chroniken festzuhalten. Seit dem Jahr 1817 wurden alle Gemeinden von der königlich-preußischen Regierung in Minden zum Führen von Dorfchroniken verpflichtet. Die letzten Istruper Dorf-Chronisten waren von 1988 bis 2010 Brigitte Osterloh, von 2011 bis heute Helmut Don.

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