Festival der Travestie in der Stadthalle Brakel lockt Besucher an
Verwandlung auf höchstem Niveau

Brakel (WB). Bunt, laut, schrill: So präsentierte sich das Festival der Travestie, das zum wiederholten Mal in der Stadthalle gastierte. Mit Gesang, Tanz und Stand-Up-Comedy unterhielten die Drag-Queens das Publikum bestens.

Montag, 08.04.2019, 01:51 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 06:56 Uhr
Tatjana Taft hat als Meerjungfrau Arielle Für Stürme der Begeisterung gesorgt. Das Travestie-Ensemble um Maria Crohn war zum wiederholten Mal in Brakel zu Gast und hat sein Publikum erneut zu Begeisterungstürmen hingerissen.. Foto: Ellen Waldeyer

Festival der Travestie in Brakel

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Foto: Ellen Waldeyer
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Außergewöhnliche, funkelnde Kostüme konnten die Besucher bestaunen. Diese waren nicht nur mit einfachem Glitzer versehen, sondern auch mit Lichteffekten. So traten beispielsweise aus dem aufwendigen Outfit von Tatjana Taft nach einiger Zeit grüne Laserstrahlen hervor. Die gesamte Show lebte auch von den beeindruckenden Lichteffekten, die die Auftritte der Drag-Queens untermalten.

Beeindruckende Tanzeinlage

Mehrere Auftritte im Schwarzlicht von Melody Damour mit neonfarbenen Fransen und Tüchern beeindruckten das Publikum gleichermaßen.

Häufig verkörperten die Künstlerinnen berühmte Figuren: Von der Meerjungfrau Arielle über Helene Fischer bis hin zu Michael Jackson waren viele Berühmtheiten dabei.

Besonders die Tanz-Show im Michael Jackson-Stil, die von Kevin Delcroix performt wurde, erhielt großen Zuspruch aus dem Zuschauerraum. Sowohl seine Mimik als auch die Gestik stimmten mit Michael Jackson überein. Bei dem weltberühmten »Moonwalk«, den Kevin Delcroix perfektioniert hatte, war das Publikum vollends aus dem Häuschen.

Neben den gelungenen Tanzdarbietungen wurde auch viel gesungen. Joy Peters, auch bekannt als »die Frau mit den roten Haaren«, überzeugte mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Sie gilt als die Stimme der Travestie – und das zu Recht. Ihre gesanglichen Darbietungen reichten von Klassikern bis zu gefühlvollen modernen Stücken wie »You Raise Me Up« von Josh Grabon.

Starke Stimme

Joy Peters sang aber nicht nur, sondern unterhielt das Publikum auch mit einigen Anekdoten.

Maria Crohn, die Gastgeberin des Abends, wusste genau, was sie dem Publikum bieten musste. Sie ist die geborene Künstlerin, die auch technische Schwierigkeiten nicht aus dem Konzept bringen konnten. Ihre eigenen Auftritte mit Schlagergesang und Stand-Up-Comedy kamen bestens an. Der Song »Himmelblaue Augen« animierte die Zuschauer zum Schunkeln und Mitsingen.

Bei ihren Witzen nahm sie kein Blatt vor den Mund und erhielt auch für ihre Scherze über die Kleinstadt Brakel großen Zuspruch. Auf ihre Frage, wo man denn nach der Show noch hingehen könne, um zu feiern und zu tanzen, konnte ihr niemand im Saal wirklich eine Antwort geben. Das nahm sie zum Anlass, noch einige weitere Scherze über das nicht vorhandene Nachtleben der Nethestadt zu machen.

Standing-Ovations

Schließlich überraschten die Drag-Queens das Publikum, als sie am Ende ungeschminkt und unkostümiert auf der Bühne standen. Es wurde klar, dass Travestie eine großartige Kunstform ist und die Drag-Queens unglaubliche Verwandlungskünstlerinnen sind. Das belohnten die Zuschauer mit Standing-Ovations.

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