Neujahrsempfang beim Abgesetzten Zug 242 in Auenhausen bei Brakel – Hauptmann Marian Schütze geht im Sommer
»Ein tolles Zeichen der Verbundenheit«

Brakel-Auenhausen (WB). Für Hauptmann Marian Schütze und Stabsfeldwebel Werner Dürdoth war es der letzte Neujahrsempfang des Abgesetzten Zuges 242 – zumindest in ihrem aktiven Dienst bei der Bundeswehr.

Freitag, 08.02.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 08:50 Uhr
Für sie war es der letzte Neujahrsempfang im aktiven Dienst bei der Bundeswehr in Auenhausen: Hauptmann Marian Schütze wechselt in einen Zivilberuf, Stabsfeldwebel Werner Dürdoth geht nach bereits erfolgter zweijähriger Dienstzeitverlängerung im Herbst dieses Jahres in den Ruhestand. Foto: Jürgen Köster

»Vielleicht dürfen wir ja im kommenden Jahr als Gäste an der Veranstaltung teilnehmen«, sagten beide mit einem Schmunzeln. Wer das Bundeswehr-Team auf der »Höhe 318« kennt, weiß, dass sie ebenso gern gesehene Gäste sein werden wie diejenigen, die seit vielen Jahren immer wieder erfreut der Einladung zum Empfang folgen.

Werner Dürdoth geht in den Ruhestand

Zum dritten Mal begrüßte Hauptmann Marian Schütze Vertreter der Nachbarstädte, der Feuerwehr und Polizei, Ehemalige und Angehörige der Zivilbevölkerung. Die enge Verbindung zwischen Streitkräften und Zivilbevölkerung bezeichnete er als ein wertvolles Gut, welches genutzt, geschützt und gepflegt werden müsse.

»Diese Beziehung ist hier in Auenhausen besonders präsent und vollkommen intakt. Dafür möchte ich allen Anwesenden von ganzem Herzen danken und fordere sie auf, dieses Miteinander fortzuführen«, sagte Schütze, der die Verantwortung für den Zug im Sommer abgeben und in einen Zivilberuf wechseln wird. Kurz nach ihm werde mit Stabsfeldwebel Werner Dürdoth einer der Hauptverantwortlichen für den Empfang in den Ruhestand gehen.

Zeichen der Verbundenheit

Beiden sprach Oberstleutnant Michael Wentzel, stellvertretender Kommandeur und Leiter des Einsatzführungsbereiches 2, seinen Dank aus. Einen so eigenständigen, aber nie seine Kompetenzen überschreitenden, engagierten und sich für seine Kameraden ins Zeug legenden Hauptmann habe er nur selten in seinen Reihen gewusst«, sagte Wentzel.

Auch das weit über das erforderliche Maß hinausgehende Engagement von Stabsfeldwebel Werner Dürdoth stellte der Oberstleutnant heraus. Über das große Lob hinaus würdigte er Dürdoths Leistung mit einer förmlichen Anerkennung und zwei Tagen Sonderurlaub.

Der Einladung nach Auenhausen sei er gern nachgekommen. Es sei nicht selbstverständlich, dass eine Teileinheit mit um die 30 Beschäftigten einen solchen Empfang noch ausrichte. »Sie haben das vierfache an Gästen gegenüber dem vorhandenen Personal am Standort – ein tolles Zeichen der Verbundenheit des Umfeldes mit den Kameradinnen und Kameraden«, freute sich Wentzel.

Mehr Bundeswehr in der Öffentlichkeit

Auch für ihn sei die gesellschaftliche Anerkennung der Bundeswehr ein ganz zentraler Punkt, sagte Bundestagsabgeordneter Christian Haase. »Gerade wir CDU-Politiker sollten immer wieder betonen, was für eine wichtige Arbeit unsere Soldatinnen und Soldaten für unser Land leisten«, stellte Haase fest. Er sprach sich für mehr Bundeswehr in der Öffentlichkeit aus – dies würde auch bei der Gewinnung von Nachwuchs helfen. Als Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages habe er sich dafür eingesetzt freie finanzielle Spielräume für den Verteidigungsetat zu nutzen, denn bei der Ausrüstung mangele es noch »an vielen Ecken und Enden. «

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