Arbeitsauftrag der Stadt ist gleichzeitig Wettbewerb für Gestaltungsschüler Ferienprogramm hat ein neues Gesicht

Brakel (WB). Weniger als zehn Schulstunden haben die 14 Schüler der Fachoberschule Gestaltung des Berufskollegs Kreis Höxter in Brakel Zeit gehabt, die Aufgabe der Stadt umzusetzen. Thema war die Gestaltung eines Titelblattes für das Gäste- und Ferienprogramm. Aus dem Arbeitsauftrag ist ein Wettbewerb für die Abschlussklasse entstanden, den Maja Rodenberg mit ihrem Plakat für sich entschieden hat.

Von Sarah Schünemann
Die 14 Schüler der FOS Gestaltung, vorne Maja Rodenberg. Dabei sind Lehrerin Kerstin Seibert, Ingrid Roland und Norman Loermann von der Stadt Brakel, Studiendirektor Dieter Rauchmann, Rainer Seck und Alexander Böker (Sparkasse Höxter).
Die 14 Schüler der FOS Gestaltung, vorne Maja Rodenberg. Dabei sind Lehrerin Kerstin Seibert, Ingrid Roland und Norman Loermann von der Stadt Brakel, Studiendirektor Dieter Rauchmann, Rainer Seck und Alexander Böker (Sparkasse Höxter). Foto: Sarah Schünemann

Ingrid Roland hat den Schülern die Aufgabe gegeben, wie einen richtigen Auftrag in der späteren Arbeitswelt. Die Leiterin der Jugendfreizeitstätte suchte ein Titelbild für das aktuelle Ferien- und Gästeprogramm. Die Zusammenarbeit ist jetzt das sechste Jahr in Folge zustande gekommen.

Neueste Technik

Die Schüler der FOS konnten dabei auf neue Mac-Computer und Adobe-CC-Software zurückgreifen. Die Schule hatte zuvor eine Summe von mehr als 80.000 Euro in einen neuen Raum investiert. »Sie sollen fit für die Zukunft werden, und dazu gehört mittlerweile einfach die Arbeit mit der neuesten Technik«, sagt Kerstin Seibert, Fachlehrerin für Mediengestaltung und Datenverarbeitung. »Es ist toll, dass ihnen die Möglichkeit geboten wird, wie im späteren Berufsleben zu arbeiten.«

Jeder der 14 Schüler hatte die Möglichkeit sein Plakat individuell zu gestalten und das Thema auszuarbeiten. Gemeinsam mit Fachlehrerin Carina Heck hat Kerstin Seibert die Schüler während des Projekts begleitet. »Jeder hat seine Individualität zum Vorschein gebracht. Ihr habt wirklich einen tollen Weg bestritten«, sagt sie bei der Vorstellung der Bilder.

Auch Auftraggeberin Ingrid Roland ist begeistert von den Werken. »Das Thema bietet ein breites Spektrum, aber jeder von euch hat es auf den Kern gebracht«, lobt sie die Schüler. Trotz der relativ engen Zeitspanne von weniger als zehn Schulstunden hätten die Schüler hervorragende Ergebnisse geliefert.

Abstimmung per Facebook

Die fertigen Bilder wurden auf der Facebook-Seite der Stadt Brakel hochgeladen, wo anhand von »Gefällt mir«-Angaben ein Ranking erstellt wurde. »Das macht das Ganze lebendiger. Die jungen Leute haben mehr Bezug dazu«, weiß Seibert. Neben der Facebook-Abstimmung haben auch Mitarbeiter der Stadt gewählt. Am Ende ist Maja Rodenberg aus der Abstimmung als Siegerin hervorgegangen. Neben ihr belegten ihre Mitschüler Charlotte Kuhrke, Noah Sprock und Charleen Hamelmann den zweiten Platz, »weil neben dem eindeutigen ersten Platz die Bewertungen der drei Zweitplatzierten Arbeiten sehr nah bei einander gelegen haben«, erklärt Roland die Entscheidung.

Rodenberg hat ihr Gewinnerplakat »viel nach Gefühl entworfen«, sagt sie. Als erstes habe sie sich etwas umgeschaut, was momentan angesagt und modern ist. »Nachdem die ersten Elemente auf meinem Bild waren, hat sich der Rest irgendwie ergeben. Beim Arbeiten bekommt man neue Ideen«, sagt die Schülerin.

Preise für die Gewinner

Auch Noah Sprock hat bei seinem Plakat darauf gesetzt. »Am Anfang hatte ich die Wellen und die Schrift, das war aber zu langweilig. Also habe ich das Männchen darüber gestellt. Das macht es lebendiger«, erklärt er.

Bei der Ausstellung in der Sparkasse Höxter in Brakel hatte Sozialpädagogin Ingrid Roland für jeden Schüler ein Geschenk dabei, bedachte die Sieger aber mit ihren wohlverdienten zusätzlichen Preisen. Die farbenfrohen Bilder sind für drei Wochen in der Sparkasse zu sehen.

Auch Filial-Direktor Rainer Seck freute sich über die bunten und vielfältigen Ergebnisse. »Wir unterstützen die Arbeit der Schüler gerne und zeigen sie der Öffentlichkeit«, sagte er. »Die Arbeiten spiegeln sehr unterschiedliche Persönlichkeiten wieder.« Sein Favorit sei bereits bei der Aufstellung das Bild von Maja Rodenberg gewesen.

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