Ausstellung »Sehnsucht in die Ferne« bietet ein umfangreiches Begleitprogramm Reisende Droste steht im Mittelpunkt

Brakel (WB). Neun Jahre ihres Lebens war die »Stockmünsterländerin« Annette von Droste-Hülshoff unterwegs, und etwa die Hälfte ihres literarischen Werks entstand während auswärtiger Aufenthalte – auch in Bökendorf.

Von Frank Spiegel
»Sehnsucht in die Ferne« ist de Titel einer Ausstellung, die Gerhard Antoni (von links), Hermann Temme, Markus Keeve, Paul Kramer, Dirk Brassel und Stefanie Borghoff vorgestellt haben. Sie wird in der »Alten Waage« aufgebaut.
»Sehnsucht in die Ferne« ist de Titel einer Ausstellung, die Gerhard Antoni (von links), Hermann Temme, Markus Keeve, Paul Kramer, Dirk Brassel und Stefanie Borghoff vorgestellt haben. Sie wird in der »Alten Waage« aufgebaut. Foto: Frank Spiegel

Das Stadtmuseum zeigt nun in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Museumsverein Brakel die Ausstellung »Sehnsucht in die Ferne«. Sie wird am Sonntag, 6. Mai, um 11.30 Uhr eröffnet und von einem umfangreichen Begleitprogramm begleitet.

Die Wanderausstellung lässt die Besucher eintauchen in Landschaften, wie die Droste sie unterwegs kennenlernte und beschrieb. Präsentiert werden bisher nie gezeigte Exponate und Handschriften in spannenden multimedial inszenierten Räumen. Dirk Brassel gehörte zum fünfköpfigen Team, das das Konzept zur Ausstellung erarbeitet hat. Er ist darüber hinaus auch maßgeblicher Koordinator des Begleitprogramms (siehe Kasten rechts).

Begleitprogramm startet schon vor der Ausstellung

Das beginnt am 3. Mai und damit schon vor der eigentlichen Ausstellung. Dr. Jochen Grywatsch, Vorsitzender des Droste-Forums und Geschäftsführer der Droste-Gesellschaft, spricht im Rathauskeller zum Thema »Eine Hochzeit und vier Todesfälle, wie modern war Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) ?«.

Als weitere herausragende Veranstaltung stellten Markus Keeve und Stefanie Borghoff vom Berufskolleg Kreis Höxter das Angebot »Kreativtag Droste – Ausstellung trifft Lernwerkstatt« vor. »Angehende Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums des Berufskollegs Kreis Höxter mit dem Schwerpunkt Erziehung und Soziales leiten Schülerinnen und Schüler der Brüder-Grimm-Schule Brakel an und ermöglichen so kreative Zugänge zu Annette von Droste-Hülshoff«, erläuterte Stefanie Borghoff.

Im 50er-Jahre-Bus geht es durch den Kreis Höxter

Dirk Brassel wies zudem auf die Veranstaltung »Der Droste so nah« am 9. Juni hin. »In einem 50er-Jahre-Bus geht es durch den Kreis Höxter zu Plätzen, an denen die Droste gewesen ist«, berichtete er. Reiseführerein sei keine geringere als die Dichterin selbst, dargestellt von Ulla Grewe aus Bökendorf. Literarisch und musikalisch gehe es zu. So seien unter anderem Klavierstücke, gespielt aus Original-Partituren, zu hören. In Bad Driburg gibt es nach seinen Worten ein kabarettistisches Stelldichein.

Reisen im 19. Jahrhundert

Wer am eigenen Leib erfahren will, wie man Anfang des 19. Jahrhunderts reiste, hat bei einer Kutsch- und Planwagenfahrt die Gelegenheit dazu. Angeboten werden sie am 27. Mai und 24. Juni. Als weitere Besonderheiten stellte er die Lesung mit Akampita Steiner am 26. Mai sowie die Lesung für Kinder am 17. Juni heraus.

Er verweist zudem auf einen Begleitband zur Ausstellung, in dem es sowohl Wissenschaftliches, aber auch aktuelle Beiträge zum Thema Reisen zu lesen gibt. »Für 20 Euro ist das ein echtes Schnäppchen«, ist er überzeugt.

Insbesondere zu Veranstaltungen, bei denen Anmeldungen notwendig sind, rät er dazu, nicht zu lange zu warten. Bei einigen Angeboten gebe es schon recht zahlreiche Anmeldungen.

Paul Kramer, Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins, freut sich, dass diese Ausstellung nun in Brakel zu sehen ist und hofft auf gut Resonanz.

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