Kleider- und Möbellager der ökumenischen Flüchtlingshilfe an neuem Standort »Vom Teelöffel bis zum Sofa«

Brakel (WB). Allein 80 neue Regale hat das Team des Kleider- und Möbellagers der ökumenischen Flüchtlingshilfe aufgebaut. Es war eine der letzten Hürden, die bis zum Umzug an den neuen Standort zu nehmen waren. Das Team der ehrenamtlichen Helfer hat auch diese mit Bravour genommen.

Von Jürgen Köster
Michael Saalfeld (rechts) mit seinem Team ehrenamtlicher Helfer (von links): Heidrun Kiepert, Detlev Klemm, Ulla Schneider-Lüpkes, Sabine Dietz, Simone Ackermann, Christa Schäfers, Uwe Kiepert, Elmar Pütz, Goytom Behrne und Rainer Greupner.
Michael Saalfeld (rechts) mit seinem Team ehrenamtlicher Helfer (von links): Heidrun Kiepert, Detlev Klemm, Ulla Schneider-Lüpkes, Sabine Dietz, Simone Ackermann, Christa Schäfers, Uwe Kiepert, Elmar Pütz, Goytom Behrne und Rainer Greupner. Foto: Jürgen Köster

»Es waren harte sechs Wochen«. blickte ein glücklicher Teamleiter Michael Saalfeld zurück, als er gestern zahlreiche Ehrengäste, Unterstützer und Helfer zur Eröffnung begrüßte. Die beiden Pfarrer Volker Walle und Willi Koch segneten die neuen Räumlichkeiten an der Warburger Straße 37 (Firma Moitzi). 

Angemietet wurde das Lager von dem neu gegründeten gemeinnützigen Verein »Caritas Konferenz der Pfarrei St. Michael Brakel – Tischlein deck dich«. Geführt wird diese Einrichtung von Michael Saalfeld.

Altes Gebäude wurde zu klein

Der Umzug war notwendig, weil die Kapazitäten am alten Standort nicht mehr ausreichten. »Vom kleinen Löffel bis zum großen Sofa haben wir fast alles«, sagte Saalfeld.

Er wies aber auch darauf hin, dass die Einrichtung keine Entsorgungsanlage sei. Daher werde das Lager nun videoüberwacht. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern, die bis spätabends ihre Arbeitskraft in den Dienst der guten Sache gestellt hätten.

»Was in Brakel für die Flüchtlinge geleistet wird, ist wunderbar«, lobte Pfarrer Koch das Engagement vor Ort. Er freute sich, dass es gelungen sei, vom Erzbistum Unterstützung für die Anschaffung eines neuen Transportfahrzeuges zu bekommen.

Die Stadt Brakel zahlt eine Mietunterstützung für die neuen Räumlichkeiten, die nun 550 Quadratmeter Platz bieten statt der bisherigen 400 am Standort Lütkerlinde.

Weil es dort baulich nicht gepasst habe, sei eine andere Lösung erforderlich geworden, blickte Bürgermeister Hermann Temme um ein Jahr zurück. Er zeigte sich ausgesprochen dankbar, dass es neben einem ausgeprägten Sozialstaat auch die »ehrenamtliche Schiene« gebe.

Dieses Miteinander funktioniere in Brakel bestens, betonte Temme. »Wir haben in unserer 17.000-Einwohner-Stadt 260 Flüchtlinge, und es klappt alles reibungslos«, stellte der Bürgermeister fest.

Problemlos funktioniere auch die Annahme von Möbeln, Haushalts- und Spielwaren sowie Bekleidung, berichteten die freiwilligen Helfer. Allerdings würden sie auch häufig vor Probleme gestellt. »Das reicht bis zu den vergessenen Tabletten in der Zuckerdose, die bei uns abgegeben wird«, nannte Sabine Dietz ein Beispiel.

Weitere Möbel willkommen

Sie hat einen ganz praktikablen Vorschlag: »Bitte geben Sie die Sachen bei uns so ab, als wenn Sie diese selbst weiter nutzen würden.« Abgegeben werden können die Dinge während der Öffnungszeiten dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Absprache unter Telefon 05272/394 22 06.

Kleinmöbel wie Beistelltischchen und Schreibtische sind zurzeit sehr willkommen. Auch Geschirr und Besteck werde immer wieder angefragt. Vor allem gebrauchsfähige Elektrogeräte wie Wasserkocher und Mixer werden benötigt. Die Kleiderkammer nimmt zudem zu den Öffnungszeiten alle Arten von tragfähiger Kleidung an.

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