Neujahrskonzert in Brakel stand »auf der Kippe« – Kulturring schafft mehr Platz »Freut Euch des Lebens«

Brakel (WB). Klassikfreunde können aufatmen: Auch das Jahr 2018 können sie mit einem Neujahrskonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie begrüßen. Es beginnt am Donnerstag, 4. Januar, um 20 Uhr.

Von Frank Spiegel
Die Nordwestdeutsche Philharmonie kommt am 4. Januar zum 14. Mal nach Brakel und gibt ein Neujahrskonzert. Karten im Vorverkauf gibt es beim WESTFALEN-BLATT.
Die Nordwestdeutsche Philharmonie kommt am 4. Januar zum 14. Mal nach Brakel und gibt ein Neujahrskonzert. Karten im Vorverkauf gibt es beim WESTFALEN-BLATT. Foto: NWD

Bis zuletzt hatte die Veranstaltung auf der Kippe gestanden, denn: Eon – viele Jahre Hauptsponsor der Neujahrskonzerte in Brakel – hatte sich nach konzerninternen Umstrukturierungen aus dieser Rolle zurückgezogen.

Kulturring dankt der Stadt

»Durch die jahrelangen Fördergelder, die wir von der Stadt Brakel bekommen haben, war es uns möglich, ein kleines Polster anzusparen. Das versetzt uns nun in die Lage, das Konzert wieder stattfinden zu lassen«, erläuterte Michaela Markus, Vorsitzende des veranstaltenden Kulturrings Brakel. Passenderweise trage das Programm in diesem Jahr den Titel »Freut Euch des Lebens«.

Das Programm

Franz von Suppé Die leichte Kavallerie: Ouvertüre

Johann Strauß Der Zigeunerbaron: Als flotter Geist … Ja, das Alles auf Ehr

Johann Strauß Orpheus-Quadrille op. 236

Ludwig van Beethoven Mit Mädeln sich vertragen

Otto Nicolai Die lustigen Weiber von Windsor: Ouvertüre

Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte: Der Vogelfänger bin ich ja

Joseph Hellmesberger Danse diabolique

Gioacchino Rossini La Danza

Franz Lehár Die lustige Witwe: Ballsirenen-Walzer

Franz Lehár Die lustige Witwe: »Da geh’ ich zu Maxim«

Johann Strauß Freut Euch des Lebens – Walzer op. 340

Johann Strauß Cachucha-Galopp op. 97

Ihr Dank galt der Stadt Brakel, die dem Verein unter anderem auch durch das Team des Bauhofs hilft, das zum Aufstellen des Bühnenvorbaus für die 55 Musiker zur Verfügung steht.

70 bis 100 zusätzliche Plätze

»Neu ist in diesem Jahr, dass wir die Seitensäle offnen«, kündigte Michaela Markus an. So stünden noch einmal 70 bis 100 zusätzliche Plätze zur Verfügung. So biete man mehr Menschen die Möglichkeit, die in den vergangenen Jahren immer ausverkaufte Veranstaltung zu erleben. Darüber hinaus verbesserten sich so natürlich auch die Einnahmen, denn: Trotz der fehlenden Finanzspritze wolle der Kulturring den Eintrittspreis von 20 Euro zuzüglich der Vorverkaufsgebühr halten.

Programm spricht ein breites Publikum an

Bürgermeister Hermann Temme freute sich, dass die Nordwestdeutsche Philharmonie zum 14. Mal zum Neujahrskonzert nach Brakel komme. »Für eine 17.000-Einwohner-Stadt ist es keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, so ein Angebot machen zu können«, sagte er und lobte den Kulturring für dessen unermüdliches Engagement. Er sei zuversichtlich, dass es auch in den kommenden Jahren gelinge, die Tradition der Neujahrskonzerte aufrecht zu erhalten.

Dem stimmte auch Christian Becker, Geschäftsführer der Nordwestdeutschen Philharmonie, zu. Die Veranstaltung werde inzwischen sehr gut angenommen.

Man habe für den 4. Januar ein Programm gewählt, das fröhlich, frisch und animierend sei. »Es ist keineswegs elitär und spricht ein breites Publikum an«, versprach er. Mit dem Bariton Sebastian Seitz habe man einen hervorragenden Solisten, der noch am Anfang seiner Karriere stehe, dem die Stücke aber auf den Leib geschrieben schienen.

Karten gibt es beim WESTFALEN-BLATT

Johannes Klumpp hat schon mehrfach Neujahrskonzerte in Brakel dirigiert und dabei auch ein hervorragendes Gespür als Moderator des Abends gezeigt. »Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Dirigenten, der zwar gut dirigiert, aber ansonsten ein trockener Vogel ist«, attestierte Becker Klumpp auch Entertainer-Qualitäten.

Karten für das Neujahrs-Konzert gibt es in den Geschäftsstellen des WESTFALEN-BLATTES im Kreis Höxter.

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