Drei Schulen machen Angebot entlang der gesamten Bildungskette Einmalige Lernwerkstatt

Brakel (WB). Diese Lernwerkstatt ist in Deutschland einmalig: Drei Schulen haben sie gestern in einem ehemaligen Geschäftshaus am Marktplatz eröffnet.

Von Jürgen Köster
Die Lernwerkstatt von drei Schulen ist im Haus am Markt eröffnet worden. Friedhelm Morawietz von der Bezirksregierung Detmold (rechts) übergibt einen symbolischen Schlüssel an die Schulleitungen Sigrid Hermes (vorn von links), Sandra Florsch und Michael Urhahne. Mit dabei sind (hinten von links) Heinz-Günter Koßmann, Herman Temme und Prof. Dr. Hartmut Wedekind.
Die Lernwerkstatt von drei Schulen ist im Haus am Markt eröffnet worden. Friedhelm Morawietz von der Bezirksregierung Detmold (rechts) übergibt einen symbolischen Schlüssel an die Schulleitungen Sigrid Hermes (vorn von links), Sandra Florsch und Michael Urhahne. Mit dabei sind (hinten von links) Heinz-Günter Koßmann, Herman Temme und Prof. Dr. Hartmut Wedekind. Foto: Jürgen Köster

»Mir ist nichts Vergleichbares bekannt«, ordnete Prof. Dr. Hartmut Wedekind die Lernwerkstatt ein, die von der Brüder-Grimm-Schule, der Gesamtschule Brakel und dem Berufskolleg des Kreises in Brakel ins Leben gerufen worden ist.

Verantwortung teilen

»Sie ist auch eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen wir unsere Verantwortung einmal teilen können«, sagte Sabine Florsch, Leiterin der Gesamtschule, zu ihrer Kollegin Sigrid Hermes von der Brüder-Grimm-Schule und Berufskolleg-Leiter Michael Urhahne.

Den symbolischen Schlüssel für diese »Verantwortung« überreichte dem Trio Friedhelm Morawietz von der Bezirksregierung Detmold.

Dynamik fasziniert

»Ich war ein wenig der Bremser bei diesem Projekt, aber hier ist eine Dynamik entstanden, die faszinierend ist«, sagte er.

Die »einmalige Kombination entlang der gesamten Bildungskette« lobte stellvertretender Landrat Heinz-Günter Koßmann.

Bürgermeister Hermann Temme empfahl den Teilnehmern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition im Bundestag den Besuch einer solchen Lernwerkstatt. Sie sei aus pädagogischer Sicht äußerst wertvoll, helfe aber auch Talente zu entdecken. Mit Blick auf den Fachkräftemangel erfülle sie auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe, befand Temme.

Kreis ist führende Bildungsregion

Mit seiner höchsten Dichte von Lernwerkstätten avanciere der Kreis Höxter zu einer führenden Bildungsregion.

»Das sollte man hinausrufen in die Welt«, zeigte sich auch Prof. Dr. Hartmut Wedekind begeistert. Der Wissenschaftler von der Alice Salomon Hochschule Berlin schrieb den Lernwerkstätten zu, sie hätten »diskrete Möglichkeiten, Schule zu verändern«. Sie ermöglichten die »Heranführung an demokratische Denkprozesse durch Partizipation.«

Anmeldungen und weitere Information unter der E-Mail-Adresse: fruehling@bkhx.de.

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