Altbürgermeister Anton Wolff im Alter von 81 Jahren verstorben »Immer auf Ausgleich bedacht«

Brakel (WB/jk). Der langjährige Bürgermeister der Stadt Brakel, Anton Wolff, ist im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Der langjährige Bürgermeister der Stadt Brakel, Anton Wolff, ist im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.
Der langjährige Bürgermeister der Stadt Brakel, Anton Wolff, ist im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Foto: Carla Drewes

»Anton Wolff hat sich in seiner fast 20-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit immer mit außergewöhnlichem Engagement zum Wohl seiner Heimatstadt eingesetzt«, sagte Bürgermeister Hermann Temme über Wolff.

»Er war immer auf Ausgleich bedacht«, beschreibt Temme den Altbürgermeister aus Gehrden. Er sei glaubwürdig, bürgernah und humorvoll gewesen.

»Wie aus dem Bilderbuch«

Bürgermeister Temme sagte weiter: »Anton Wolff war wahrscheinlich ein Bürgermeister wie aus dem Bilderbuch. Er hat sein Amt mit beiden Händen angepackt. Er ging auf die Menschen offen zu und konnte sie mit seiner sympathischen Art für sich gewinnen. Auch in schwierigen Zeiten bewahrte er sich seine innere Fröhlichkeit. Er war immer zuversichtlich und optimistisch. Er hat das Amt des Bürgermeisters mit seiner ganzen Persönlichkeit geprägt. Anton Wolff war ein hervorragender Repräsentant unserer Stadt. Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Familie.«

1981 gewählt

1975 übernahm Wolff mit der Wahl in den Rat der Stadt Brakel erstmals ein politisches Amt. 1979 wurde er bereits zum stellvertretenen Bürgermeister bestimmt, um dann weitere zwei Jahre später zum Bürgermeister gewählt zu werden. Diese verantwortungsvolle Funktion hatte er bis zum Jahr 1994 inne. Bis zu seinem Ausscheiden hat er das Stadtbild Brakels entscheidend mitgeprägt.

Der Dialog mit anderen und Fairness waren Anton Wolff immer wichtig. Er war stets auf Verständigung bedacht, und dies prägte auch seine kommunalpolitische Arbeit ganz wesentlich.

Sachverstand als Architekt

Aber nicht nur seine sympathische Art und seine Persönlichkeit, sondern auch sein Sachverstand als selbstständiger Architekt trugen zu verantwortungsbewussten und zukunftsorientierten Entscheidungen bei.

Er fungierte unter anderem auch als Vorsitzender des Hauptausschusses und des Bau- und Planungsausschusses und des Sanierungsausschusses. Er leitete die Bezirksverwaltungsstelle in Gehrden und war Vorsitzender des Bezirksausschusses. Er hatte zudem einen entscheidenden Anteil daran, dass Gehrden die Auszeichnung zum Bundesgolddorf erhalten hat.

Bundesverdienstkreuz

In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistungen im kommunalpolitischen Bereich wurde Anton Wolff 1994 nach dem Ausscheiden aus dem Rat die Bezeichnung Altbürgermeister der Stadt Brakel verliehen. So war es auch folgerichtig, dass er aufgrund seines selbstlosen langjährigen ehrenamtlichen Engagements 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Besonders engagierte er sich im Chor St. Cäcilia Gehrden, im Sportverein SuS Gehrden-Altenheerse, der St. Sebastian Schützenbruderschaft und als Christdemokrat auch im CDU-Ortsverband Gehrden.

Bei allen Erfolgen sei Wolff aber nie abgehoben, er kannte stets die Sorgen und Nöte der Menschen, sagte Bürgermeister Hermann Temme über den Altbürgermeister der Nethestadt. »Anton Wolff war ein Unikat in der kommunalpolitischen Landschaft, auf das wir Brakeler stolz sein können.«

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