Anschluss ans Nahwärmenetz nach Verzögerungen gelungen Brakeler Bad bietet 27 Grad

Brakel(WB). Ironie des Schicksals: Ausgerechnet am bisher heißesten Tag des Jahres geht die Nahwärmeversorgung des Sommerbades an den Start. Das Wasser hat eine Temperatur von 27 Grad.

Von Frank Spiegel
27 Grad Celsius – Schwimmmeister Bernd Willeke hat bisher viel positives über das warme Wasser gehört. »Am Morgen hat das Wasser regelrecht gedampft«, berichtet er. Er hofft, dass viele Gäste das Angebot nutzen.
27 Grad Celsius – Schwimmmeister Bernd Willeke hat bisher viel positives über das warme Wasser gehört. »Am Morgen hat das Wasser regelrecht gedampft«, berichtet er. Er hofft, dass viele Gäste das Angebot nutzen. Foto: Frank Spiegel

Bürgermeister Hermann Temme (von links), Michael Meyer und Peter Frischemeier, Vertreter des Bürgermeisters, an der Stelle, wo die Nahwärme das Badewasser erwärmt. Foto: Frank Spiegel

Das sollte ursprünglich schon Ende Mai so sein. Beim Bau der Nahwärmeleitung hatte es allerdings ein nicht vorhersehbares Problem gegeben. »Wir sind auf den Keller der alten Tischlerei Sünkeler gestoßen«, erklärte Michael Meyer, der das Nahwärmenetz betreibt.

Konkret bedeutete dies, dass die Spitze des Bohrers, mit dem die Leitung verlegt wurde, abbrach. Das unterirdische Hindernis im Bereich des Parkplatzes am Seniorenheim musste beseitigt werden, erst dann konnten die Arbeiten weitergehen. Hinzu kam, dass sich die Lieferung einer Pumpe verzögerte.

Vier Bohrungen

Insgesamt waren vier Bohrungen notwendig, um vom Sommerbad bis zum Gelände der alten Molkerei zu gelangen, wo der nächste Zugang zum Nahwärmenetz ist.

16 Frühschwimmer waren die ersten, die gestern in den Genuss des warmen Wassers kamen. »Die wussten nichts von ihrem Glück, haben sich aber sehr gefreut«, berichtete Bernd Willeke.

»Wir freuen uns, dass wir unseren Gästen nun das konstant warme Wasser bieten können«, sagte Bürgermeister Hermann Temme. Am Beispiel anderer Kommunen – zum Beispiel Beverungen – habe sich gezeigt, dass das warme Wasser Besucher durchaus dazu animiere, ein Bad häufiger aufzusuchen.

Auch hatte eine Umfrage unter den Badegästen gezeigt, dass diese konstant warmes Wasser vermissten. Bislang heizte eine Absorberanlage das Wasser auf, die war allerdings auf Sonnenkraft angewiesen.

Mehr Gäste

Mit 15 000 Besuchern im Sommerbad sei im vergangenen Jahr ein Tiefpunkt erreicht gewesen, deswegen sei er zuversichtlich, dass die Gästezahlen nun wieder steigen.

Die leichte Verzögerung beim Bau der Nahwärmeleitung sei sicher schon bald vergessen. »So lange das nicht Dimensionen wie beim Berliner Flughafen annimmt«, meinte der Bürgermeister schmunzelnd.

Voll des Lobes über den Arbeitseinsatz der ausführenden Firmen war Michael Meyer. Diese hätten teilweise bis spät in die Nacht gearbeitet. »Das hat einmal sogar dazu geführt, dass Polizisten auf sie aufmerksam wurden«, berichtete der Unternehmer.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.