Herzlicher Abschied für Heinrich Muhr als Chef der Kreisleitstelle – Johannes Ritter als Nachfolger eingeführt Fachliche und menschliche Qualitäten gelobt

Brakel(WB). Ein von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und in Teilen auch Freundschaft geprägtes Dienstverhältnis ist zu Ende gegangen. Heinrich Muhr ist als Leiter der Kreisleitstelle und aus dem freiwilligen Feuerwehrdienst verabschiedet worden.

Von Frank Spiegel
Landrat Friedhelm Spieker (Mitte) hat Heinrich Muhr (vorne links) verabschiedet und Johannes Ritter (vorne rechts) ernannt. Abteilungsleiter Jürgen Ditter (hinten von links), Rudolf Lüke, Sven Heineman und Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer haben zu den ersten Gratulanten gehört.
Landrat Friedhelm Spieker (Mitte) hat Heinrich Muhr (vorne links) verabschiedet und Johannes Ritter (vorne rechts) ernannt. Abteilungsleiter Jürgen Ditter (hinten von links), Rudolf Lüke, Sven Heineman und Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer haben zu den ersten Gratulanten gehört. Foto: Frank Spiegel

Eine familiäre Atmosphäre herrschte in der Kreisfeuerwehrzentrale, in der deren Team den Abschied für ihren Chef vorbereitet hatte. Um die Organisation hatte sich der Kreisfeuerwehrverband gekümmert.

Dessen Chef, Kreisbrandmeister Rudolf Lüke, bezeichnete Muhr in seiner Begrüßung als das Aushängeschild der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

»Für ihre umsichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit rund um die Uhr für die Menschen in unserem Kreis möchte ich mich im Namen des Kreises ganz herzlich bedanken«, sagte Landrat Friedhelm Spieker.

Blick auf Meilensteine

Er erinnerte an Meilensteine in den 30 Dienstjahren, 20 davon als Chef. Unter anderem sei der Kreis Höxter einer der ersten gewesen, der die digitale Alarmierung eingeführt habe. Mit große, Engagement und enormem Fachwissen habe Heinrich Muhr sich für Verbesserungen und technische Modernisierung eingesetzt.

Spieker: »Durch Kompetenz, Klarheit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft haben sie sich in der Zusammenarbeit mit allen Partnern des Kreises im Bevölkerungsschutz, den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften, den Verwaltungen und Fachfirmen viel Anerkennung erworben.«

Es sei aber nicht nur die fachliche Kompetenz gewesen, mit der Muhr überzeugt habe. Ihn zeichne zudem die Fähigkeit aus, die ihm anvertrauten Personen zu motivieren und zu immer besseren Leistungen anzuspornen, ihnen aber auch bei persönlichen Sorgen ein offenes Ohr zu gewähren.

Friedhelm Spieker überreichte Heinrich Muhr die Entlassungsurkunde und führte seinen Nachfolger Johannes Ritter in sein Amt ein. 15 Jahre war er Stellvertreter von Heinrich Muhr.

Kameradschaftliche Truppe

»Ich freue mich, eine gute und kameradschaftliche Mannschaft zu übernehmen«, sagte Ritter: »Ich wünsche mir, dass wir eine glückliche Hand haben, um alle Herausforderungen zu bewältigen.«

Mit Erreichen des 60. Lebensjahres am 3. April ist Heinrich Muhr auch aus dem aktiven Einsatzdienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Brakel ausgeschieden. Stadtbrandinspektor Sven Heinemann blickte auf die ehrenamtliche Laufbahn Heinrich Muhrs zurück, die im Jahr 1973 in der Löschgruppe Istrup begann.

Er erinnerte an die zahlreichen Führungspositionen, in denen Heinrich Muhr Verantwortung übernommen hat, stellte aber auch dessen Menschlichkeit heraus. Als Überraschung fuhr während der Rede die Drehleiter vor, die Löschgruppe Istrup und die Musikkapelle Istrup marschierten auf, die Musiker spielten.

Eine Flagge mit dem Wappen der Stadt und dem darauf gedruckten Dank der 16.716 Bürger wurde herabgelassen – Heinrich Muhr war bei der Übergabe der Flagge sichtlich bewegt. Sven Heinemann nahm in die Ehrenabteilung auf. Auch wurde er zum Ehrenbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Brakel ernannt.

Ehrennadel verliehen

Auch Rudolf Lüke hatte noch eine Auszeichnung vorzunehmen. Für seinen vorbildlichen Einsatz für das Feuerwehrwesen erhielt Heinrich Muhr die Ehrennadel des Verbandes der Feuerwehren im Kreis Höxter.

Auch der ärztliche Leiter Rettungsdienst im Kreis Höxter, Rolf Schulte und die Leiter der Leitstellen in Ostwestfalen dankten Heinrich Muhr für die Zusammenarbeit.

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