Teamarbeit zahlt sich aus – wenig Arbeit für Feuerwehr und Rettungsdienst – Rekord im Festzelt Positive Annentag-Bilanz gezogen

Brakel (WB). Ein durchweg positives Fazit haben Stadt, Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Annenzelt-Betreiber zum diesjährigen Annentag gezogen. »Aus Marktmeistersicht war es ein sehr erfolgreiches Fest«, sagte Benedikt Gönnewicht.

Von Frank Spiegel
Das Abschlussfeuerwerk am Montagabend hat die Gäste des 260. Annentages begeistert. Kaskaden und Sterne aus Licht haben den Himmel über der Nethestadt erleuchtet.
Das Abschlussfeuerwerk am Montagabend hat die Gäste des 260. Annentages begeistert. Kaskaden und Sterne aus Licht haben den Himmel über der Nethestadt erleuchtet. Foto: Thomas Oesselke

Der Marktmeister legte Wert darauf, dass dies das Resultat einer Teamleistung sei und lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Sven Heinemann, Andreas Krelaus und Stefan Temme: »Das ist ein Bombenteam, auf das man sich verlassen kann.« Erneut habe man sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt. Benedikt Gönnewicht freut sich, dass die Gourmet-Meile erneut sehr gut angenommen wurde: »Alle Anbieter haben gesagt, dass sie gerne wieder kommen.«

Bernd Hoppe von der Kreisleitstelle erklärte, dass der Annentag aus Sicht des Rettungsdienstes sehr ruhig gewesen sei. Es habe 27 Einsätze gegeben. Die Schwerpunkte hätten hier wetterbedingt bei Kreislaufproblemen sowie Trunkenheit gelegen.

Mehr Polizeieinsätze als im Vorjahr

Obwohl die Polizei mit 63 Einsätzen 20mal mehr eingreifen musste als im vergangenen Jahr, bezeichnete Hubertus Albers, Leiter der Polizeiwache in Höxter, das Arbeitskaufkommen bei dem Volksfest als durchschnittlich: »Im vergangenen Jahr waren es extrem wenig Einsätze, 2013 zum Beispiel wurden wir 65 mal gerufen.« Der Schwerpunkt habe auf Taschendiebstählen gelegen. »Möglicherweise gibt es eine Gruppierung oder Einzelpersonen, die sich auf Großveranstaltungen spezialisiert haben«, erläuterte der Erste Polizeihauptkommissar.  Im Bereich der Gewaltdelikte sei es zu zehn Auffälligkeiten gekommen. Auch das liege im normalen Bereich. Albers: »Bei einem so großen  Fest gibt es immer ein kriminalistisches Grundrauschen.«

Nicht in ihrem ureigenen Metier aktiv werden musste die Feuerwehr. Wie deren Chef Sven Heinemann berichtete, habe die sich dann anderweitig nützlich gemacht. »Es wurden bei Bedarf die Rettungskräfte der Malteser unterstützt. Auch bei geplatzten Schläuchen hat die Feuerwehr helfend eingegriffen«, nannte er Beispiele.

Bewährt habe sich das für den Annentag aufgestellte Sicherheitskonzept. »Das liegt auch daran, dass es  Hand in Hand von allen Beteiligten aufgestellt wurde. Und es wurde nicht nur aufgestellt, es wird auch gelebt«, lobte der Wehrführer.

Norbert Loermann, Fachbereichsleiter Bürgerservice, freute sich, dass es kein Beschwerden wegen Lärmbelästigung gegeben habe. Problematisch sei teilweise die Parksituation am Bahnhof gewesen. Sechs Fahrzeuge hätten dort abgeschleppt werden müssen.  Keine Probleme mit falsch geparkten Autos habe es beim Freihalten der Rettungswege gegeben.

Zuschauerrekord erzielt

Von einem Zuschauerrekord im Annenzelt sprach Festwirt Andreas Clemens. Am Freitag sei es schon so voll gewesen wie sonst samstags. Auch der Samstag sei besser gewesen als sonst. »Dazu hat auch die Umgestaltung im Außenbereich beigetragen«, ist er überzeugt.  Viele Menschen habe auch der Schlagernachmittag am Sonntag gelockt. Dass die Abende am Sonntag und am Montag weniger gut besucht waren, könnte die Bilanz – vom Vorfall am Samstagabend (Bericht unten) abgesehen –   nicht trüben. »Die Mühen haben sich gelohnt«, so sein Fazit.

Peter Frischemeier, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, und Benedikt Gönnewicht schätzen die Zahl der Besucher auf 380 000. Und die haben auch den  Einzelhandel besucht. »Ich habe mit ein paar Brakeler Geschäftsleuten gesprochen. Die waren alle sehr zufrieden, vor allem auch mit dem verkaufsoffenen Sonntag«, sagte Peter Frischemeier, der auch  Geschäftsführer des Werberings ist.

Jetzt richtet sich der Blick auf den Annentag 2016. »Wir freuen uns immer, wenn wir Anregungen und Verbesserungsvorschläge bekommen«, so Peter Frischemeier. Bereits während des Festes hat Benedikt Gönnewicht die ersten Bewerbungen für das kommende Jahr entgegengenommen. Meldeschluss ist am 15. Oktober.

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