Zweckverband Diemel-Egge-Weser: Vorträge über Europa, Sport, Kunst, Politik und Sklaverei
VHS bietet Expertenwissen online an

Warburg -

Im März wird die Reihe „vhs.wissen live“ der Volkshochschule Diemel-Egge-Weser mit einer Vielzahl an hochkarätigen Online-Vorträgen fortgesetzt. Anmeldungen sind jetzt möglich.

Dienstag, 02.03.2021, 23:55 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 09:34 Uhr
Der Besuch von Kunstausstellungen ist derzeit nicht möglich. Als Alternative bietet die VHS einen Vortrag über den Künstler Cy Twombly und dessen Einfluss auf die Kunst der Gegenwart an. Der Online-Vortrag findet in der Reihe „vhs.wissen live“ statt. Foto: dpa

Informationen zu den Vorträgen finden Interessierte auf der Homepage www.vhs-diemel-egge-weser.de unter dem Reiter „Kurse“. Dort können die Veranstaltungen auch gebucht werden. Die Zugangsdaten werden kurz vor dem Vortragstermin mitgeteilt.

Prof. Dr. Hans Joas, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, wird am Donnerstag, 4. März, 19.30 Uhr, über das „Friedensprojekt Europa?“ sprechen. Ist der stabile Friede in Europa gefährdet? Zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird aus guten Gründen der Friede zu den hauptsächlichen Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses gezählt. Heute stellt sich aber nicht nur die Frage, ob dieser Friede in Richtung auf verstärkten Nationalismus gefährdet sein könnte. Es ist vielmehr auch offen, ob Europa bei einer gelingenden Verstärkung der gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik lediglich zu einer weiteren eigeninteressierten Großmacht auf globaler Ebene werden wird. Muss Europa nicht auch in der Politik gegenüber Staaten, die der europäischen Friedensordnung nicht angehören, den Prinzipien folgen, die sich als so segensreich für Europa erwiesen haben? Der Vortrag versucht, anhand historischer Überlegungen diesen Fragenkomplex aufzuhellen.

„Green Deal“ so lautet das Thema des Vortrags von Prof. Hans-Werner Sinn am Freitag, 12. März, 19.30 Uhr. Deutschland betreibt die große Energiewende, denn es will den Klimawandel verlangsamen. Aber kann es dieses Ziel mit den gewählten Instrumenten der Politik überhaupt erreichen? Die Förderung von Wind- und Solarstrom, E-Autos und die meisten anderen Maßnahmen der deutschen Umweltpolitik sind Maßnahmen zur Verminderung der Nachfrage nach fossilen Brennstoffen. Was, wenn die Anbieter nicht mitspielen und ihre fossilen Brennstoffe anderswohin verkaufen? Funktioniert die Politik überhaupt, oder wird Deutschland zum abschreckenden Beispiel für die Welt, indem es seine Industrie ruiniert, ohne der Umwelt helfen zu können? Das sind die Fragen, die Hans-Werner Sinn in seinem Vortrag diskutieren wird, der zu großen Teilen auf seinem Buch „Das Grüne Paradoxon“ basiert.

Am Mittwoch, 17. März, 19.30 Uhr, ist die Digitalisierung der Gesellschaft das Thema. Die digitale Vernetzung nimmt im Alltag permanent zu. Cloudsysteme und Videokonferenzen prägen zunehmend die Arbeitswelt, das „Smart Home“ gilt als Vision und Albtraum zugleich für das eigene Zuhause. Aber was bedeutet diese Entwicklung für die so drängende sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft? Bedeutet „mehr“ Digitalisierung auch einen Beitrag für den Klimaschutz? Die VHS lädt Interessierte ein, mit Experten zu diskutieren.

Der Kunst widmet sich der Vortrag von Achim Hochdörfer am Donnerstag, 18. Mär, 19.30 Uhr. „Twombly – zwischen Street-Art und Poesie“. Der in Lexington, Virginia, geborene Cy Twombly (1928-2011) ist einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Ausgehend vom Abstrakten Expressionismus entwickelte er einen eigenwilligen gestischen Stil mit schriftartigen, „linkischen“ Zeichen, die er auf großformatigen Leinwänden ins Monumentale steigert. Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich dabei so bedingungslos auf den „Nullpunkt“ der modernen Kunst eingelassen wie Twombly. Schreibübungen von Kindern, gedankenverlorenes Gekritzel und Graffitis auf Hauswänden dienen ihm als zeitgenössische Ausgangspunkte, um den Erfahrungsgehalt mythischer Erzählungen zu aktualisieren und einen Bogen zu den großen Themen der mediterranen Kulturgeschichte zu spannen.

„Doping und Schattenwirtschaft statt olympischer Idee: Wie krank ist der Sport?“ so lautet der Vortrag von Claudio Catuogno, dem stellvertretenden Ressortleiter „Sport“ der Süddeutschen Zeitung. Immer wieder werden Sportler beim Dopen erwischt, in nicht wenigen Ländern wird der Betrug staatlich organisiert, um mit Titeln zu glänzen. Bei der Vergabe von prestigeträchtigen Großereignissen von Weltmeisterschaften im Fußball bis hin zu den Olympischen Spielen wird getrickst und sogar geschmiert. Die Corona-Pandemie vertieft die Spaltung zwischen armen und reichen Vereinen und Verbänden wahrscheinlich noch. Beginn des Vortrags ist am Dienstag, 23. März, um 19.30 Uhr.

Den letzten Online-Vortrag im März wird Prof. Dr. Andreas Eckert am Mittwoch, 24. März, 19.30 Uhr über die „Sklaverei: Eine globale Perspektive“ halten. Neben Familie und Religion gehört Sklaverei zu den wohl am weitesten verbreiteten sozialen Phänomenen der Menschheitsgeschichte. Während Sklaverei typischerweise vor allem mit der Plantagensklaverei in den amerikanischen Südstaaten verbunden wird, verbergen sich hinter diesem Begriff eine Vielzahl von Konstellationen, Praktiken und Abhängigkeitsverhältnissen.

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