Wasserretter aus Natzungen bauen für 165.000 Euro ein neues Vereinsgebäude
Mehr Platz fürs DLRG-Material

Natzungen (WB). Mit dem Bau eines eigenen Vereinsgebäudes nimmt die DLRG-Ortsgruppe Natzungen das bislang größtes Projekt ihrer 47-jährigen Vereinsgeschichte in Angriff. Im Beisein des scheidenden Bürgermeisters Rainer Rauch und seines Amtsnachfolgers Nicolas Aisch wurde offiziell der Startschuss für den Bau des Gebäudes gegeben.

Sonntag, 01.11.2020, 17:29 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 17:32 Uhr
Zum offiziellen Baubeginn sind hier mit dem Lageplan von links Bürgermeister Rainer Rauch, sein Nachfolger im Bürgermeisteramt, Nicolas Aisch, Bauleiter Karl-Heinz Dierkes und DLRG-Geschäftsführer Markus Tewes zu sehen. Foto: August Wilhelms

DLRG-Mitglieder hatten bereits Hand angelegt und Vorbereitungen für die Fundamente getroffen. Auf dem von der Stadt Borgentreich zur Verfügung gestellten Grundstück gegenüber dem Sportlerheim baut der insbesondere im Jugendbereich engagierte Verein eine Fahrzeughalle mit einem Besprechungsraum und Sanitäranlagen.

165.000 Euro Kosten

Wie DLRG-Vorsitzender Christoph Dierkes informierte, soll die Bausumme von 165.000 Euro durch die Unterstützung „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes NRW, durch Eigenkapital, Eigenleistung sowie zu erwartende Zuschüsse und Spenden aufgebracht werden. Das neue Gebäude beinhaltet auf einem Grundriss von 18 mal 15,5 Metern eine Halle sowie Sanitäranlagen mit Duschen, Reinigungsraum und Besprechungsraum.

Neben viel Eigenleistung werden ausschließlich heimische Unternehmen beauftragt. Für die Bauleitung wurde im Vorstand ein Bauausschuss gebildet, dem der stellvertretende Bezirksleiter DLRG Hochstift Paderborn, Karl-Heinz Dierkes, und der 2. Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe, Marc Frewer, angehören – beides ausgewiesene Baufachleute.

563 Mitgliedern

Während der Rohbau noch in diesem Jahr fertig werden soll, rechnet die DLRG mit der Fertigstellung des Gebäudes im Sommer 2021, berichtete DLRG-Chef Christoph Dierkes.

Die Stadt Borgentreich habe der Ortsgruppe gerne das Baugrundstück am Prozessionsweg/Bühner Weg zur Verfügung gestellt, um damit das große ehrenamtliche Engagement des Vereins zu unterstützen, machte Rainer Rauch deutlich. Mit seinen 563 Mitgliedern aus dem Stadtgebiet und darüber hinaus, davon 443 im Alter bis 26 Jahren, ist die DLRG Natzungen einer der größten Vereine der Orgelstadt.

Auch Nicolas Aisch, der seit diesen Montag offiziell im Bürgermeisteramt ist, kennt die Aktivitäten der Natzunger Lebensretter. In der Sekundarschule, seinem bisherigen Arbeitgeber, habe es stets viele positive Rückmeldungen von Schülern gegeben, die dem Verein angehören. „Gerne komme ich zum kleinen Richtfest der Halle wieder“, sagte Aisch.

Aktiv im Katastrophen- und Zivilschutz

Die Basis für das Bauprojekt bildete die Ausgangslage der DLRG-Ortsgruppe Natzungen. So stellte der Kreis Höxter 2007 die besondere Eignung der Natzunger zur Abwehr von Unglücksfällen und öffentlichen Notständen fest. Seitdem beteiligt sich die Ortsgruppe an der Gefahrenabwehr, dem Katastrophen- und dem Zivilschutz. Die Natzunger Lebensretter haben ein Einsatzfahrzeug, ein Hochwasserrettungsboot und einen Transportanhänger sowie ein Ausbildungsboot.

Wichtig ist, dass die DLRG zur Gewährleistung der Bereitschaft der 25 Einsatzkräfte im Katastrophenschutz sowie der über 30 Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst regelmäßig Sport anbieten kann. Das sind die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung im Hallen- und Freibad sowie die Übungen mit dem Motorbootsport. Zudem beteiligt sich der Verein am Wasserrettungsdienst an den heimischen Seen und in den Bädern der Stadt.

Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind die Anfänger- und Jugendschwimmausbildung mit 130 Teilnehmern, die Rettungsschwimmausbildung, die Jugendarbeit im Jugendeinsatzteam mit deren Vorsitzenden Katja Tewes und dem jährlichen Bezirkszeltlager sowie der Aufbau einer Strömungsrettereinheit.

Für das dazu gehörige Material benötigt die DLRG entsprechende Stellflächen, die es bislang nicht gab. Die Ausrüstung war in der Scheune eines Mitglieds und bei Vorstandsmitgliedern dezentral gelagert. Das soll sich bald ändern.

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