Letzte Sitzung: Zwölf Borgentreicher Stadträte hören auf
Ein Abschied mit Wehmut

Borgentreich (WB). Zwölf Stadträte hören auf: In der letzten Sitzung des bisherigen Rates würdigte sie der ebenfalls scheidende Bürgermeister Rainer Rauch am Donnerstagabend – und fand sehr individuelle Worte. Um sein baldiges Ausscheiden machte der Borgentreicher Rathauschef, der noch bis zum 31. Oktober im Amt ist, kein Aufheben.

Samstag, 10.10.2020, 02:01 Uhr aktualisiert: 10.10.2020, 03:01 Uhr
In der letzten Sitzung des alten Rates würdigte der ebenfalls scheidende Bürgermeister die zwölf Lokalpolitiker, die nun aufhören (von links): Klaus Reddemann, Wilfried Riepe, Hubertus Becker, Tobias Krull, Bürgermeister Rainer Rauch, Franz Krolpfeifer, Günter Temme, Ralf Fricke, August Reitemeyer, Hans-Günter Fels, Matthias Rasche. Es fehlten: Bernhard Redeker und Marcel Franzmann.

Die zwölf Mitglieder aus dem Rat der Orgelstadt können insgesamt auf eine Ratstätigkeit von mehr als 160 Jahren zurückblicken können. „Damit wird sich das Gesicht des neuen Rates deutlich verändern. Auch das ist ein Zeichen unserer funktionierenden Demokratie“, sagte der scheidende Bürgermeister. So verschieden die Räte seien, so sehr seien sie vereint in dem Ziel, der Stadt zu dienen, betonte er.

Die Stadt vorangebracht

Von Rauch verabschiedet wurden: Ralf Fricke, Tobias Krull, Marcel Franzmann, Matthias Rasche, August Reitemeyer, Günter Temme, Franz Krolpfeifer, Hubertus Becker, Wilfried Riepe, Klaus Reddemann, Bernhard Redeker und Hans Günter Fels. Für jeden von ihnen hatte Rauch in der letzten Sitzung der Amtsperiode warme Worte des Dankes – für ihre Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einzusetzen, für die Freizeit, die sie für diese Arbeit geopfert haben. „Gemeinsam konnten wir unsere Stadt voranbringen“, stellte Rainer Rauch fest.

Stellvertretend für alle scheidenden Ratsmitglieder seien an dieser Stelle die Verdienste von Hans Günter Fels genannt, dessen Einsatz Rauch ausdrücklich würdigte. 26 Jahre lang hat sich Fels im Rat seit seiner ersten Wahl 1994 für die Belange der Stadt eingesetzt. Der Sozialdemokrat war von 1999 bis heute Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, von 1994 bis 1999 Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss, seit 2003 Mitglied im Wahlausschuss. Sein Steckenpferd war der frühere Werksausschuss (heute Betriebsausschuss), dem er seit Beginn seiner Ratstätigkeit angehörte. Seit 2004 leitete Fels den Ausschuss. 1995 übernahm er das Amt des Ortsvorstehers in Bühne, das er bis heute inne hat.

Blick auf das Erreichte

Herzliche Worte des Dankes für das Wirken des scheidenden Bürgermeisters Rainer Rauch fand Detlef Unger. Der stellvertretende Bürgermeister der Orgelstadt würdigte Rauchs Verdienste. Unger ließ die Legislaturperiode 2014 bis 2020 Revue passieren und blickte auf das gemeinsam mit Rauch Erreichte zurück.

Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Das wurde deutlich, als Rainer Rauch selbst das Wort ergriff und eine kleine Rückschau hielt. „Ich darf sagen, dass die Legislaturperiode von Anfang bis zum Schluss spannend war und es an Herausforderungen nicht gemangelt hat.“

ZUE größte Herausforderung

Das Thema Südlink habe den Rat ganz zu Beginn der Legislaturperiode begleitet, genauso wie die Themen Erhalt und Zukunft des Schulstandortes, Windkraft, die Beteiligung an den Beste Stadtwerken oder auch die eine oder andere nicht ganz so einfache Personalangelegenheit. Die größte Herausforderung sei ganz sicher der Aufbau der ZUE gewesen.

Rund 31 Millionen Euro haben Stadt, Kommunalunternehmen und Stadtwerke in den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur investiert. Schnelles Internet für 97 Prozent der Haushalte, der Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten in allen städtischen Kindergärten, Investitionen im Schulbereich, für Straßen oder Wirtschaftswege, die Sanierung des Rathauses, die Renaturierung der Eder oder die Anstrengungen zur Sanierung der Wasserversorgung seien weitere Themen gewesen. Auch bedeutsam aus der Sicht von Rauch: die Erarbeitung des IKEK und das Leerstandsmanagement.

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