Schützenbruderschaft St. Sebastian Borgentreich ehrt ihre Jubelkönigspaare
Vor 40 Jahren erstes Fest in neuer Halle

Borgentreich (WB). Mit Abstand zum eigentlichen „Schützenfest“ über die Pfingsttage, welches in Corona-Zeiten ja bekanntlich nur in abgespeckter Form stattfinden konnte, hat die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft in Borgentreich nun die Ehrung der Jubelmajestäten vorgenommen.

Dienstag, 14.07.2020, 12:58 Uhr aktualisiert: 14.07.2020, 13:50 Uhr
Ehrung der Jubelkönigspaare, die vor 25 und 50 Jahren in der Orgelstadt regierten (von links): Oberst Andreas Muhs, Rechnungsführer Erich Bannenberg, Jubelkönigin Ursula Müller (25 Jahre), Brudermeisterin Maria Müller, Jubelpaar Angelika Kröger und Franz-Josef Falke (50 Jahre) sowie Adjutant Jens Weber.

Bruderschaft lange Jahre geprägt

In der Borgentreicher Schützenhalle konnte der geschäftsführende Vorstand um Brudermeisterin Maria Müller die Jubelkönigin von vor 25 Jahren, Ursula Müller, sowie das Jubelpaar, das vor 50 Jahren in der Orgelstadt regierte, Franz-Josef Falke und Angelika Kröger, begrüßen und ehren.

1995 hatte der damalige Brudermeister Bernhard Müller als Schützenkönig die Regentschaft über das Borgentreicher Schützenvolk übernommen. Königin an seiner Seite war Ehefrau Ursula. Bernhard Müller hat die Bruderschaft lange Jahre mit sicherer Hand geführt und maßgeblich geprägt.

Schützenhain wurde erworben

In seinem Regentenjahr wurde der Schützenhain erworben und angelegt. Dort pflanzt seitdem jedes amtierende Königspaar eine Eiche. Durch seinen Tod im Jahr 2009 hinterließ er eine große Lücke in der Bruderschaft, hieß es bei der Ehrung. Zum Andenken an das 25-jährige Jubiläum erhielt Ursula Müller einen Blumenstrauß und eine beschriftete Blumenvase der Bruderschaft.

Ein besonderes Jubiläum begeht das Königspaar von vor 50 Jahren. Josef Falke und Angelika Kröger hatten 1970 die Königswürde inne. Josef Falke konnte sich damals ebenfalls auf höheren Ebenen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften durchsetzen: Im  selben Jahr wurde er Bezirkskönig des Bezirksverbandes Warburg und Diözesankönig der Diözese Paderborn.

Fotos und Urkunden mitgebracht

Er ist einer von zehn Bezirkskönigen der Bruderschaft – und nur drei konnten zusätzlich die Diözesankönigswürde erringen. Josef Falke brachte einige Erinnerungsstücke wie Fotos, Urkunden und Schriftstücke mit zu der kleinen Feierstunde in der Schützenhalle. Mit viel Freude berichtete er von den vielen Eindrücken bei den zahlreichen Veranstaltungen seiner Regentschaft. Jubelkönigin Angelika Kröger erhielt einen Blumenstrauß und Franz-Josef Falke wurde mit dem Jubelkönigsorden und der Königskette ausgezeichnet.

Im kleinen privaten Rahmen, nämlich im Garten von Marianne Hoppe, konnte der Vorstand der Borgentreicher Schützenbruderschaft ebenfalls dem Jubelpaar von 1980 die Ehre erweisen. Vor 40 Jahren fand das traditionelle Schützenfest nicht wie üblich an den Pfingsttagen statt, sondern erst einige Wochen später. Grund dafür war die Fertigstellung der neuen Schützenhalle.

Geschichten aus vergangenen Zeiten

Bereits das vorausgegangene Königschießen war spannend. In einem Stechen wurde die Königswürde ausgeschossen. Zielsicher ging Tischlermeister Karl-Willi Wieners als Sieger hervor. Als erstes Königspaar konnten Karl-Willi Wieners und Marianne Hoppe in der neuen Schützenhalle feiern.

Die Ehrung der Jubelpaare, die sonst immer auf dem Kommersabend in der Schützenhalle erfolgt, war in diesem Jahr zwar anders, dennoch sehr schön, berichtet der Vorstand der Schützenbruderschaft. In vielen langen Gesprächen wurden zudem Erinnerungen und Geschichten aus vergangenen Zeiten ausgetauscht.

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