Evangelische Kirche bietet in Borgentreich ersten Gottesdienst nach Corona-Pause an
Beten unter freiem Himmel

Borgentreich (WB). Die evangelischen Christen im Altkreis Warburg haben am Wochenende wieder Gottesdienste gefeiert – es waren die ersten seit Mitte März. Die Corona-Pandemie hatte in den vergangenen Monaten das Zusammentreffen der Gläubigen unmöglich gemacht.

Dienstag, 09.06.2020, 05:00 Uhr
Persönliche Botschaften und Gebete hefteten die Gläubigen beim Gottesdienst mit Pfarrer Kai-Uwe Schroeter (links) auf eine Leinwand mit einer abgebildeten Taube. Die Feier auf der Pfarrwiese in Borgentreich war die erste seit der Zwangspause. Foto: A. Wilhelms

Das Team um Pfarrer Kai-Uwe Schroeter hat mit einem Freiluftgottesdienst auf der Pfarrwiese in Borgentreich den Start für weitere kirchliche Veranstaltungen gewagt. Damit soll wieder ein Stück Normalität im Kirchenleben eintreten.

Gläubige mit und ohne Schutzmaske

So erschienen denn auch gleich zahlreiche Gläubige mit und ohne Schutzmaske, um beim Beten und Singen in der großen Gemeinschaft dabei zu sein. Darunter waren auch viele Flüchtlinge aus der nahen Zentralen Unterbringungseinrichtung ZUE, der ehemaligen Desenberg-Kaserne.

„Lasst uns miteinander“, „Unser Leben sei ein Fest“ und weitere geistliche Lieder erklangen dann nach Wochen der Einschränkung endlich mal wieder aus den Kehlen der vielen Gottesdienstteilnehmer.

Zum Fest „Trinitatis“, dem Dreifaltigkeitssonntag, stand beim Borgentreicher Gottesdienst die Szene aus der Bibel im Mittelpunkt, als der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf Jesus herabkommt. Die Taube als Symbol für den Heiligen Geist, den Pfingstgeist, aber auch von Frieden, Liebe, Hoffnung, Schutz, Freiheit und Sanftmut zog sich dann auch mit anschaulichen Geschichten und biblischen Beispielen durch den von Pfarrer Schroeter geleiteten Gottesdienst.

Kinder haben Tauben gebastelt

Die Leiterin des Kindergottesdienstes und Pfarrersgattin Bettina Schroeter hatte im Rahmen des Kinderprogramms mit den Jungen und Mädchen Tauben gebastelt, die sie bei der Feier dabei hatten. Auch war eine große Taube auf einer Leinwand abgebildet. Auf diese konnten die vor dem Gottesdienst ausgehändigten kleinen Zetteln mit persönlichen Gebeten und Botschaften an Gott von Kindern und Erwachsenen angeheftet werden.

Bei der Entlassung nach der Veranstaltung gab Pfarrer Kai-Uwe Schroeter den Teilnehmern beruhigende und lobende Worte mit auf den Weg: „Wenn sie heute Nachmittag husten, von hier haben sie es nicht. Sie haben sich hervorragend an die Regeln gehalten.“

„Durch den Gottesdienst im Freien auf der Wiese zwischen der Kirche und dem Pfarrhaus kann die Abstandsregelung auf drei Meter erhöht werden, womit eine Maskenpflicht entfällt und das gemeinsame Singen erlaubt ist. Hier sind die Vorgaben nach Abstand und die Umsetzung von Hygienemaßnahmen am einfachsten einzuhalten“, erklärt Pfarrer Schroeter, der auch zu Beginn der Corona-Pandemie den ersten Online-Gottesdienst anbot.

450 Quadratmeter großes Areal

Auf dem 450 Quadratmeter großen Areal können auf den vorgegebenen 70 Plätzen Familien, Ehepaare oder Einzelpersonen am Gottesdienst teilnehmen. Die vorgegebenen Plätze sind farblich markiert, so dass der nötige Abstand gewahrt bleibt. Auch für den geordneten Einlass und den mit Hinweisen ausgeschilderten separaten Ausgang wurde gesorgt.

Zukünftig ist geplant, in der Sommerzeit an jedem ersten Sonntag des Monats um 10.45 Uhr in Borgentreich einen Open-Air-Gottesdienst zu feiern. Dabei kann die Platzzahl von 70 noch durch die Ausweichmöglichkeit auf den angrenzenden Friedhof erhöht werden, so Pfarrer Schroeter. An den anderen Sonntagen wird wieder um diese Zeit der gewohnte Gottesdienst in der Kirche sein. Dort stehen dann 20 Plätze zur Verfügung.

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