Strenge Auflagen: Borgentreicher Freibad ist seit Pfingsten wieder geöffnet
Badefreuden in Corona-Zeiten

Borgentreich (WB). In Borgentreich wird wieder geschwommen. Pünktlich zum Pfingstfest wurde die Freibadsaison eröffnet. Gleich vor dem Eingang kann sich der Badegast über die Regeln zur Hygiene und den nötigen Abstand informieren. Laufwege sind mit schwarz-gelben Pfeilen auf dem Boden markiert. Wer beim Betreten des Bades unsicher ist, dem hilft das Bäderpersonal.

Dienstag, 02.06.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 07:12 Uhr
Auszubildende Pia Heise sperrt die Elefantenrutsche ab. Da hier kein gechlortes Wasser drüber läuft, darf die beliebte Rutsche noch nicht wieder genutzt werden. Foto: Astrid E. Hoffmann

Saskia Jochheim die Erste im Becken

Saskia Jochheim, eine Vielschwimmerin und Stammgast im Borgentreicher Freibad, war am Samstag um 9.30 Uhr die Erste im Becken. „An die Laufwege muss man sich erst gewöhnen, aber es war einfach herrlich, bei 24 Grad Wassertemperatur wieder einige Bahnen zu schwimmen“, sagt die Natzungenerin.

Überhaupt gab es viel Lob von den ersten Badegästen nach der corona-bedingten langen Winterpause. „Ich kann alle nur loben, es ist sensationell, dass schon an diesem Wochenende wieder geöffnet wurde“, freut sich Christina Pottmeier aus Beverungen. Seit etwa zwei Jahren kommt sie regelmäßig nach Borgentreich und weiß: „Hier hat alles auch schon vor Corona gut funktioniert.“ Sie meint damit das aufmerksame Personal, aber auch die Anlage an sich. Umrahmt von Pappeln, Nadel- und Laubbäumen, bietet das 2500 Quadratmeter große Areal vieles für die Entspannung.

Umsetzung aller Hygiene- und Abstandsregeln ist Herausforderung

Die große Herausforderung für Bäderbetriebsleiter Thorsten Müller und sein elfköpfiges Team war die Umsetzung aller Regeln in Sachen Hygiene und Abstand. Das Becken, es umfasst 400 Quadratmeter Wasserfläche, wurde mit rot-weißem Absperrband gesichert. Eine Treppe wurde für das Betreten des Beckens, die andere zum Hinausgehen markiert.

1,50 Meter Abstand auf der Liegewiese und im Becken

Auf der Liegewiese, im Becken und dem Beckenumgang sowie in allen Räumlichkeiten gelten die Abstandsregeln von 1,50 Metern. Die Sammelumkleidekabinen sind geschlossen, aber die Einzelumkleidekabinen können genutzt werden. Unter die Warmduschen dürfen jeweils zwei Badegäste zur selben Zeit gehen.

„Die Kinder freut besonders, dass wir Eis und Süßes verkaufen dürfen“, sagt Thorsten Müller. Verpackte Ware und Getränke in Flaschen dürfen ebenfalls angeboten werden. Damit lässt es sich im gebotenen Abstand auf der kleinen Terrasse gut aushalten. Die Kassiererinnen, in diesem Fall Lea Heise, sitzen geschützt hinter der Glasscheibe, außerdem gilt im engen Eingangsraum Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Ihre Schwester Pia, die auch im Kiosk hilft, ist dort ebenfalls hinter Glas tätig.

Öffnungszeiten in Intervalle eingeteilt

Die Öffnungszeiten sind in Intervalle eingeteilt, wochentags von 9.30 bis 12.30 Uhr, 13 bis 16 Uhr und 16.30 Uhr bis 20 Uhr. Samstags und sonntags geht der dritte Intervall nur bis 19 Uhr. In den Pausen werden die Umkleidekabinen, Duschen und Sitzflächen gereinigt. Pro Intervall werden derzeit nur 40 Personen in das Bad gelassen. „Ich sage es mal mit den Worten von Bürgermeister Rainer Rauch: Wir fahren hier auf 14 Tage Sicht“, erklärt Müller. Die Anzahl der erlaubten Badegäste, also aktuell 40, wurde aufgrund der Wasserfläche von 400 Quadratmetern als Größenordnung gewählt. Je nach Lageänderung werde die Zahl noch angepasst. „Beim allem, was wir tun, kann es sein, dass wir etwas übersehen, doch da kommen auch die Badegäste auf uns zu und geben Tipps“, erklärt Müller, dass hier vieles Hand in Hand geht.

Auf der Internetseite der Stadt Borgentreich – www.borgentreich.de – können Badegäste den nötigen Registrierungsbogen herunter laden, dann müssen die Daten nicht erst an der Kasse erfasst werden und es bleibt mehr Zeit zum Schwimmen. Im Netz ist ist auch der Rahmenhygieneplan einsehbar. Auch Eintrittskarten können über das Portal geordert werden.

Mit Öffnung des Bades kehrt ein kleines Stück Normalität zurück. „Der Badegast soll sich wohl fühlen, dass ist für uns das Wichtigste“, so der Bäderleiter.

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