Borgentreicher Stadtverwaltung und Landwirte tauschen sich aus
Investitionen in Wirtschaftswege

Borgentreich (WB). Es ist gelebte Tradition, dass sich die Stadtverwaltung Borgentreich und die landwirtschaftlichen Interessenvertreter zu Beginn des Jahres über unterschiedliche Themen austauschen. Nun sind der Einladung von Bürgermeister Rainer Rauch wieder viele Ortslandwirte und landwirtschaftliche Ortsvereinsvorsitzende gefolgt.

Samstag, 07.03.2020, 18:02 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 18:10 Uhr
Landwirtschaftliche Interessenvertreter und Vertreter der Stadtverwaltung Borgentreich haben sich im Rathaus der Orgelstadt getroffen. Bei dem Austausch wurde unter anderem über das Fräsen von ­Banketten und die Investition in Wirtschaftswege gesprochen.

Gäste im Borgentreicher Rathaus waren unter anderem auch Vertreter der Landwirtschaftskammer, Kreislandwirt Heinrich Gabriel, sowie Vertreter des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter. Ihnen erklärte Kämmerer Christof Derenthal unter anderem die Eckdaten des Haushaltes für das Jahr 2020.

407.000 Euro für zwei Wirtschaftswege

„Das besondere Interesse der Landwirtschaft liegt hier naturgemäß unter anderem auch bei den Investitionen und Aufwendungen für den Wirtschaftswegebau“, gibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. „Bekanntlich sind die Jagdgenossen in den Stadtbezirken mit einem Kostenbeitrag von jeweils 50 Prozent an den Maßnahmen beteiligt.“

Im Haushalt 2020 sind zudem größere Investitionen für Wirtschaftswege vorgesehen. Dafür stehen auch Fördermittel zur Verfügung. Für zwei Wirtschaftswege in Körbecke sind Investitionen von 407.000 Euro vorgesehen. „Für dieses Projekt ist eine Förderung in Höhe von 244.000 Euro eingeplant“, heißt es weiter. Torsten Rottkamp, Leiter des technischen Fachbereiches Bauen und Stadtentwicklung, erläuterte dazu die Prioritätenliste für die Wirtschaftswegesanierung.

Fräsen von Banketten ist Thema

Weitere Themen waren etwa das Fräsen von Banketten und die Aufnahme des Schüttgutes durch die Landwirtschaft. Auch das Thema des Überackerns- und Abpflügens von Wirtschaftswegen wurde angesprochen. Dabei war einhellige Meinung, dass hierdurch der Ruf der Landwirtschaft durch Einzelfälle geschädigt wird und auch Biodiversitätskonzepte konterkariert werden.

„Jeder möchte sein eigenes Eigentum geschützt wissen und sollte auch das Eigentum anderer, hier das Eigentum der Stadt, achten und schützen. Die Überackerungen sollten seitens der Kommune erfasst und ordnungsrechtlich geahndet werden“, wird Hans-Josef Hanewinkel, Geschäftsführer des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter, in der Pressemitteilung zitiert.

Bauernverband stellt wieder Saatgut

Bürgermeister Rainer Rauch wird jetzt verwaltungsintern entsprechende Maßnahmen abstimmen, ein gemarkungsweises Vorgehen ist angedacht, schreibt die Stadtverwaltung weiter. Prioritär seien unter Umständen Wirtschaftswege, an denen demnächst Ausbaumaßnahmen erfolgen.

Udo Engemann bedankte sich abschließend bei Rauch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landwirten. Zudem kündigte er an, dass der Bauernverband auch in 2020 wieder kostenlos Saatgut für die Anlage von Blühstreifen zur Verfügung stellt.

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