Brüder Konze mit Zombiestreifen erfolgreich: Filmcrew an der Burg Bühne
Borgentreicher drehen Horrorschocker

Borgentreich (WB). Sie teilen die Leidenschaft für blutrünstige Zombiefilme und trashige PC-Spiele: Drei Brüder aus Borgen­treich haben das Horror-Genre für sich entdeckt und nun einen eigenen Spielfilm über böse Untote in der heimischen Börde gedreht.

Montag, 02.03.2020, 07:00 Uhr
Als Drehort für den Film diente die Burg Bühne, die mittlerweile abgerissen ist. Es dürfte sich damit um die letzten Aufnahmen handeln, die es vom Bauwerk gibt.

Ihr 70-minütiger Streifen mit dem Titel „Rise of Valhalla“, auf DVD erschienen, genießt mittlerweile Kultstatus bei vielen Fans. Der Film ist bei Festivals weltweit gezeigt und für Preise in den Sparten „Independent“ oder „Best Horror Movie“ nominiert worden.

„Mit diesem großen Erfolg haben wir eigentlich gar nicht gerechnet und sind jetzt alle total begeistert“, freut sich Andreas Konze. Der 30-Jährige hat gemeinsam mit seinen zwei Brüdern die Produktionsgesellschaft boredom-productions gegründet, um den Horrorschocker in Spielfilmlänge produzieren zu können.

Konze, der eigentlich bei einem Rettungsdienst im Nordhessischen arbeitet, und seine zwei Brüder haben sich das Filmhandwerk selbst beigebracht. Die Drei haben das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und selbst auch vor der Kamera gestanden. Requisiten und technische Ausstattung können sich sehen lassen. „Gedreht wurde mit einer Kamera, die auch von Profis benutzt wird“, so Konze. Zum Einsatz kamen beim Dreh auch pyrotechnischen Effekten. Es knallt und blitzt tüchtig. Und auch die Kostümbildner haben ganze Arbeit geleistet, um die Zombies realistisch aussehen zu lassen.

Viel Spaß beim Dreh: Andreas Konze posiert fröhlich für die Kamera, hinter ihm liegen Komparsen, die tote Soldaten darstellen.

Viel Spaß beim Dreh: Andreas Konze posiert fröhlich für die Kamera, hinter ihm liegen Komparsen, die tote Soldaten darstellen. Foto: Boredom Productions

„Mit einem elfminütigen Kurzfilm fing 20012 alles an“, erinnert sich der Borgentreicher. Der Film sei im Internet bei Youtube zu sehen gewesen und dort von vielen angeklickt worden. „Das hat uns angespornt, durchzustarten und einen ganzen Spielfilm zu drehen“, erklärt Konze. Inspiriert wurden die Brüder dabei vom erfolgreichen PC-Spiel „Wolfenstein“.

Gedreht wurde der Horrorschocker überwiegend an Schauplätzen im Warburger Land. Hauptdreh war am Eissener Hüssenberg. Bis zu 60 Nachwuchsdarsteller und Komparsen waren dort 14 Tage lang im Einsatz. „Junge Schauspieler zu finden, die ohne Gage auftreten, war nicht schwierig. Es gibt etliche Foren im Internet, in der sich Darsteller finden“, erklärt Andreas Konze. Seine Eltern sorgten für das Catering der Filmcrew. Weitere Drehorte waren in Peckelsheim, Schweckhausen, Lauenförde und Bühne, wo noch in und vor der Burg gedreht wurde, die kürzlich dem Abrissbagger zum Opfer gefallen ist.

Ihren Horrorfilm vertreiben die drei Brüder über das Internet. Es gibt ihn auch auf DVD und Blue Ray. Geplant ist zudem, ihn im März oder April dieses Jahres auch auf der großen Leinwand im Central-Kino in Borgentreich zu zeigen.

Weitere Infos gibt es im Internet .

Zum Inhalt

Die Geschichte, die die Konzes in ihrem Zombiefilm erzählen, ist nichts für schwache Nerven oder Mägen. Ein Horrorstreifen eben, in dem das Kunstblut nur so fließt. Die Story spielt im April 1945 nahe der hessichen Grenze: Die dritte US-Armee ist nur noch 20 Kilometer entfernt und in heftige Gefechte mit Verbänden der Waffen-SS verwickelt. In den Wäldern herrscht zudem der deutsche Widerstand.

Eine kleine Truppe aus Widerstandskämpfern verfolgt seit Tagen die Spur eines Soldaten der Waffen-SS durch die Wälder an der hessischen Grenze. Nach Tagen ohne Essen und auf der Spur des Soldaten landen sie schließlich am Fuße des Hüssenberges.

Dort erwartet sie das Grauen: Anstelle der verfolgten Soldaten stoßen sie dort auf einen Ort des Schreckens. Mitten auf dem Berg befindet sich ein deutscher Stützpunkt. Allerdings gibt es hier kein Leben mehr. Der Stützpunkt gleicht einem Schlachthof. Überall liegen Tote

An dem Eingang zu einer kleinen Höhle entdecken die Widerstandskämpfer ein in Leder eingebundenes Tagebuch. Das Tagebuch von SS-General Wolff. Aus dem Buch erfahren sie, das General Wolff im Auftrag von Himmler mit Hilfe von übernatürlichen Kräften versucht hat, das Tor von Valhalla zu öffnen, in der nordischen Mythologie der Ruheort gefallener Kämpfer Noch bevor die Widerstandskämpfer wirklich begreifen können, was am Hüssenberg passiert ist, steht ihnen die Gefahr aus einer anderen Welt gegenüber: die Zombie-Wikinger.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7304008?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851042%2F
Hart, aber unvermeidbar
Auch im Sport gelten von Montag an extreme Einschränkungen. Foto: Klaus Münstermann
Nachrichten-Ticker