Verwaltungsgericht Minden gibt zwei Eilanträgen statt
Burg Bühne: Gericht stoppt Zeltbau

Borgentreich (WB/dal). Zwei Eilanträge zur Burg Bühne waren beim Verwaltungsgericht Minden eingegangen. Nun hat das Gericht den Anträgen stattgegeben. Das erklärt Vivienne Bock, Richterin und Pressesprecherin am Verwaltungsgericht.

Dienstag, 01.10.2019, 06:57 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 07:01 Uhr
Die Burg Bühne wurde mit einer Plane abgedeckt. Neben dieser Sicherungsmaßnahme hatte die Stadt Borgentreich angeordnet, dass vor Ort nun auch ein großes Zelt aufgebaut wird, welches die Ruine überdacht. Foto: Timo Gemmeke

Wie berichtet hatten ein Bauunternehmer und der Eigentümer des Areals gegen Verfügungen der Stadt Borgentreich geklagt. Der Unternehmer hatte sich dagegen gewehrt, über den Resten des Denkmals eine Zeltkonstruktion aufzubauen. Der Eigentümer hatte sich dagegen gewehrt, die Zeltkonstruktion dulden zu müssen.

Die Entscheidung des Gerichtes hat zur Folge, dass das Zelt nicht aufgebaut werden muss. Hintergrund der Entscheidung sei gewesen, dass die Stadt durch das Zelt zunächst nur den Status Quo sichern wollte, erklärt Vivienne Bock. »Da die Behörde noch nicht entschieden hat, ob die Burg Bühne wieder aufgebaut werden soll, war die Ermächtigungslage nicht verhältnismäßig«, ergänzt sie.

Die Entscheidung der Richter ist noch nicht rechtskräftig. Die Stadt Borgentreich kann dagegen beim Oberverwaltungsgericht Münster Beschwerde einlegen. Ob das geschieht, ist noch unklar. »In enger Abstimmung mit dem LWL werden wir weitere Schritte prüfen«, sagt Borgentreichs Bürgermeister Rainer Rauch.

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