Stadtwerke Borgentreich investieren 1,4 Millionen Euro
Wasser aus neuen Edelstahlbehältern

Borgentreich (WB). Jetzt ist er offiziell am Netz, der neue Trinkwasserhochbehälter für die Kernstadt Borgentreich. Eva Stenzel vom Ingenieurbüro GUV Kassel übergab den symbolischen Schlüssel an Christa Wiemers, Betriebsleiterin der Stadtwerke Borgen­treich, und Bürgermeister Rainer Rauch.

Dienstag, 01.10.2019, 10:00 Uhr
Sie haben den neuen Trinkwasserhochbehälter in Betrieb genommen (von links); Sebastian Göke, Betriebsleiterin Stadtwerke Borgentreich Christa Wiemers, Andreas Menne, Eva Stenzel (vom Ingenieurbüro GUV), Udo Henke, Andree Conze, Bürgermeister Rainer Rauch, Torsten Rottkamp, Hans-Günter Fels und der Bürgermeister von Trendelburg Martin Lange. Foto: Astrid E. Hoffmann

Zu dem Termin war auch der Bürgermeister der Stadt Trendelburg, Martin Lange, gekommen. Die Stadt Borgentreich und alle ihre Ortschaften werden über den Hochbehälter Hoher Berg mit Trinkwasser aus Trendelburg versorgt.

»Der Bau des Hochbehälters war ein wichtiger Schritt zur Versorgungssicherheit.«

Rainer Rauch

»Die interkommunale Zusammenarbeit der Städte Borgen­treich und Trendelburg gab es schon, da gab es das Wort noch gar nicht«, sagte Bürgermeister Rainer Rauch in seiner Rede zur Inbetriebnahme des Hochbehälters am Beverunger Holzweg. »Der Bau des Hochbehälters war ein wichtiger Schritt zur Versorgungssicherheit«, so Rauch.

Alter Hochbehälter soll abgerissen werden

Zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 300 Kubikmetern lösen den alten Behälter aus dem Jahr 1955 ab, der ein Speichervolumen von 370 Kubikmetern hatte. »Die Stadt hat sich weiterentwickelt und wir müssen auch eine Feuerlöschreserve vorhalten«, erklärte Rauch.

Er erinnerte daran, dass bis in die ersten 1980er-Jahre die Wasserversorgung aus dem Brunnen am Siekbach erfolgte. Danach kam der Anschluss an das Ringsystem, mit dem alle Ortschaften und die Kernstadt mit dem Wasser aus Trendelburg versorgt wurden. In all der Zeit hatte der alte Hochbehälter seine Dienste getan, am 30. Juni, nach Fertigstellung des Nachfolgers, war er vom Versorgungsnetz getrennt worden. Er soll demnächst abgerissen werden.

»Es ist seit Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit«, bestätigte der Bürgermeister der Stadt Trendelburg. Er betonte in seinem Grußwort, dass alle Menschen auf ihre Weise mit dem Element Wasser verbunden seien: »Wasser ist die Grundvoraussetzung allen Lebens.«

14 Monate Bauzeit

Eva Stenzel vom Ingenieurbüro GUV in Kassel fasste die Bauzeit kurz zusammen. Von der Planung bis zum letzten Handgriff waren 14 Monate vergangen. Drei Gewerke waren ausgeschrieben worden, die Bautechnik, die Edelstahlbehälter und die Rohrleitungen. Die Firma Schönhoff erstellte die Systemhalle, in der die Behälter nun ihren Platz haben.

Die Halle ist 28 Meter lang, 15 Meter breit und zehn Meter hoch. In ihr bauten die Arbeiter der luxemburgischen Firma MIG die zwei Edelstahlbehälter in so genannter Schussbauweise, die Stahlplatten wurden verschweißt. Die Behälter sind bei einem Durchmesser von zehn Metern jeweils acht Meter hoch.

Um die nötige Verrohrung kümmerte sich die Firma Klawa aus Gudensberg. »Viele Arbeiten wurden parallel ausgeführt, da war eine gute Abstimmung nötig.

Investition über 1,4 Millionen Euro

Die Qualitätssicherung und Hygienevorschriften hatten oberste Priorität«, berichtete Eva Stenzel. Insgesamt wurden 1,4 Millionen Euro investiert.

»Dieser Hochbehälter ist ein Meilenstein in unserer Wasserversorgung«, betonte die Betriebsleiterin der Stadtwerke Borgen­treich. Christa Wiemers freute sich besonders, dass das Projekt in der Zeit von April 2018 bis Juni 2019 so schnell über die Bühne gegangen war.

Kontinuierlicher Druck im Netz

Der neue Hochbehälter werde die zeitlichen Schwankungen des Wasserangebotes und des -bedarfes ausgleichen. Dadurch werde ein kontinuierlicher Druck im Netz sichergestellt.

Christa Wiemers berichtete weiter, dass in den zehn Hochbehältern im Stadtgebiet 4370 Kubikmeter Trinkwasser zwischengespeichert werden. 2013 wurde der Behälter in Natzungen, über den auch Drankhausen versorgt wird, erneuert. Als nächstes soll der Hochbehälter Manrode-Muddenhagen angegangen werden.

Stadtwerke arbeiten am »Sorgenkind« Hausanschlüsse

Die Stadtwerke Borgentreich arbeiten auch am »Sorgenkind« Hausanschlüsse, berichtete Wiemers. Jährlich sollen 1000 Meter Verteilleitung und etwa 120 Hausanschlüsse erneuert werden.

Nach dem Segensspruch von Diakon Jürgen Jaklin, einer Besichtigung der Behälter und einem kleinen Imbiss schloss die feierlich Segnung.

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